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WISO: Mehr Geld für Familien
 
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WISO: Mehr Geld für Familien [Broschiert]

Oliver Heuchert
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Familien sollen finanziell gefördert werden – doch oft ist den Eltern aufgrund der verwirrenden Bestimmungen nicht klar, welche staatlichen Hilfen es heute gibt. Dieses Buch bietet übersichtlichen Rat und schnelle Hilfe. Oliver Heuchert klärt unter anderem über folgende Förderungen auf: • Eltern-, Kinder- und Erziehungsgeld • Unterstützung in Form von Mutterschutz, Eltern- oder Erziehungszeit • steuerliche Vergünstigungen wie Kinderfreibetrag und Ausbildungsfreibetrag • weitere Leistungen wie beitragsfreie Familienversicherung, Kinderzulage zur Riester-Rente und Unterstützung durch den Arbeitgeber

Der Autor über sein Buch

Oliver Heuchert ist Chef vom Dienst bei WISO und Autor des WISO-Tipps. Bei Campus erschien von ihm bisher »WISO: Risiko Berufsunfähigkeit« und »WISO: Staatlich geförderte Altersvorsorge«. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Oliver Heuchert ist Chef vom Dienst bei WISO und Autor des WISOTipps. Bei Campus erschienen von ihm bisher die WISO-Ratgeber » Risiko Berufsunfähigkeit «, »Staatliche geförderte Altersvorsorge«, » Nebenjobs«.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Einleitung Wer Kinder bekommt, hat dafür normalerweise ganz private Gründe. Nichtsdestotrotz rechnet natürlich jede Mutter und jeder Vater nach, wenn es um die finanziellen Folgen geht. Kinder kosten eben auch Geld, und zwar nicht zu wenig. Bis ein Kind volljährig ist, geben Eltern im Durchschnitt rund 120 000 Euro allein an Lebenshaltungskosten für den Nachwuchs aus. Diese Kosten müssen die Eltern aber nicht allein tragen: Trotz aller Kritik an der Familienpolitik sind es jedes Jahr viele Milliarden Euro, die der Staat und die Sozialkassen den Familien direkt und indirekt zahlen. Die Familienleistungen der öffentlichen Hand sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich angestiegen. Die Eltern müssen allerdings wissen, wo und wie sie die jeweilige Leistung zu beantragen haben, denn die Familienförderung findet in Deutschland in komplizierten Verfahren statt. Dieses WISO-Buch zeigt Ihnen Wege zu mehr Geld für Ihre Kinder. Kinder zu haben, ist vor allem eine sehr emotionale Angelegenheit. Aber Kinder schlagen sich auch in der Haushaltskasse nieder. Schließlich sind Eltern für ihre Kinder verantwortlich, so steht es im Grundgesetz in Artikel 6 Absatz 2 geschrieben: "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft." Die finanzielle Seite der "Pflege und Erziehung der Kinder" ist heute nicht nur die Privatangelegenheit der Eltern. Der Staat überwacht nicht nur, sondern er zahlt viel Geld und gewährt Steuernachlässe, die Sozialkassen unterstützen die Familien, für Kinder gibt es die verschiedensten Zuschläge und auch an vielen Arbeitsplätzen werden Eltern gefördert. Rund ein Drittel der Ausgaben für ein Kind müssen Eltern grob geschätzt nicht selbst aufbringen, rechnen die meisten Fachleute. Die Frage ist nur, wo es das Geld und die Unterstützung für Familien gibt. Antworten gibt dieses WISO-Buch. Es bietet Ihnen einen umfassenden Überblick der verschiedensten Leistungen für Familien und zeigt Ihnen, wie Sie an dieses Geld für Ihre Kinder kommen. Das ist nicht immer ganz einfach, denn für die Familienförderung sind in Deutschland die verschiedensten Stellen zuständig und jede betreibt ihre eigene Bürokratie. Das heißt, Sie müssen die richtigen Behörden finden und zahlreiche Formulare ausfüllen. Sie müssen auf Fristen achten und immer wieder alles Mögliche belegen. Was Kinder kosten Wenn man einen ganz groben Anhaltspunkt sucht, kann man davon ausgehen, dass ein Kind im Monat durchschnittlich 500 Euro an Ernährung, Bekleidung, Wohnung und was es sonst noch zum Leben braucht kostet, wenn man die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zugrunde legt. Aber klare Aussagen über die Lebenshaltungskosten eines einzelnen Kindes sind schwer zu treffen. Das Ausgabeverhalten der Eltern ist einfach viel zu unterschiedlich. Für ein Einzelkind wird statistisch betrachtet mehr Geld ausgegeben als für ein Kind mit Geschwistern. Je höher die Kinderzahl, desto niedriger die Ausgaben für das einzelne Kind. Je älter ein Kind ist, umso mehr Geld geben seine Eltern für den Nachwuchs aus. Vor allem aber bestimmt das Einkommen der Eltern die Höhe der Ausgaben für das Kind. Wohlhabende Eltern geben fast das Doppelte für ihre Kinder aus als durchschnittlich verdienende Familien. Eltern mit geringem Einkommen haben, verglichen mit dem Durchschnitt, fast nur die Hälfte der kinderbedingten Ausgaben. Dagegen macht es für die Höhe der Ausgaben wenig aus, ob das Kind bei einem Elternpaar oder bei einem Alleinerziehenden aufwächst und ob es in West- oder Ostdeutschland lebt. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes beruhen auf der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe aus dem Jahr 2003, die im Juli 2006 veröffentlicht wurden. Die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe aus dem Jahr 2008 wird erst 2011 veröffentlicht. Es wurden die kinderbedingten Kosten mit Hilfe von Modellannahmen aus den Gesamtausgaben der einzelnen Haushalte herausgerechnet, denn viele einzelne Ausgaben für Kinder lassen sich nicht erheben, wie etwa die für Nahrungsmittel, Energie oder für das Wohnen. Schließlich wird in keiner Familie Buch darüber geführt, wie viel Milliliter Milch ein Kind pro Tag trinkt oder wie viel Gramm Seife es beim Waschen verbraucht. Diese Modellannahmen zugrunde gelegt, ermittelt das Statistische Bundesamt für ein Einzelkind eines Elternpaares monatliche Lebenshaltungskosten für das Kind in Höhe von 549 Euro. Das sind in 18 Jahren 118 584 Euro. Fasst man in den Modellrechnungen die Kindesanteile enger, kommt man zu geringeren kinderbedingten Kosten, fasst man sie weiter, kommt man zu höheren Kosten. In einer Studie im Auftrag der Robert-Bosch-Stiftung kommt das Münchner ifo-Institut im November 2005 zu der Summe von 78 900 Euro für ein durchschnittliches Kind, allerdings als Barwert im Jahr 2000, dem fiktiven Geburtsjahr des Modellkindes, der die Zinsen und die Inflation berücksichtigt. Das heißt, dieser Betrag wäre bei der Geburt des Kindes zu zahlen, um sämtliche Ausgaben bis zu seiner Volljährigkeit zu begleichen. Das entspricht einem realen Gesamtbetrag über den Zeitraum von 2000 bis 2018 von 146 500 Euro. Da die meisten Kinder auch als junge Erwachsene in erster Linie von ihren Eltern versorgt werden, erhöhen sich die Ausgaben entsprechend. Opportunitätskosten Neben den unmittelbaren Lebenshaltungskosten des Kindes rechnen die meisten Fachleute auch die sogenannten Opportunitätskosten zu den kinderbedingten Ausgaben. Das sind in diesem Fall entgangene Einkünfte, weil die Eltern wegen des Kindes auf Erwerbsarbeit verzichten. Denn Eltern verringern normalerweise ihre Erwerbstätigkeit wegen der Kinder, um diese zu betreuen und zu erziehen. Hätten sie keine Kinder, könnten sie mehr Geld verdienen. Die Opportunitätskosten können erhebliche Beträge ausmachen. Das ifo-Institut kommt in der Bosch-Studie zu Opportunitätskosten in Höhe von 142 000 Euro brutto für ein Kind in einer durchschnittlichen Familienkonstellation, was Arbeitszeit und Einkommen betrifft, wiederum als Barwert im Jahr 2000. Dabei wurde für die Mutter vor der Geburt die durchschnittliche Erwerbstätigkeit aller Frauen in Deutschland zugrunde gelegt, die bei rund 60 Prozent liegt. Von den 142 000 Euro brutto sind den Eltern nur 84 200 Euro netto zu zurechnen, weil 58 300 Euro an Steuern und Abgaben an den Staat und die Sozialkassen gegangen wären. Wenn man von einer hundertprozentigen Erwerbstätigkeit der Mutter vor der Geburt ausgeht, liegen die Opportunitätskosten rund ein Drittel höher. Was Steuern und Sozialabgaben angeht, zahlt ein durchschnittliches Kind, das im Jahr 2000 geboren wurde, im Laufe seines Lebens 76 900 Euro an Barwert mehr ein, als es von Staat und Sozialversicherungen wieder herausbekommt, berechnet das ifo-Institut. Das heißt, wenn die Modelleltern bei der Geburt des Kindes knapp 77 000 Euro auf den Tisch des Staates und der Sozialversicherungen legen, muss das Kind sein Leben lang nichts mehr an diese zahlen, empfängt aber auch keine Leistungen von ihnen. Nutznießer dieses Überschusses sind die mittlere und die ältere Generation von heute. Familienpolitik Die Familienpolitik hat seit Anfang des Jahrzehnts Konjunktur. Der Bundestagswahlkampf 2002 wurde unter anderem um die "Lufthoheit über Deutschlands Kinderbetten" geführt. Auch beim Regierungswechsel 2005 waren familienpolitische Maßnahmen wie das neue Elterngeld Thema. Getrieben ist diese Neubewertung der Familienpolitik von der Erkenntnis, dass in Deutschland zu wenig Kinder geboren werden, um auf Dauer eine alternde Gesellschaft zu finanzieren. In Zeitschriften und Talkshows wird regelmäßig die demografische Katastrophe beschworen. Diese Erkenntnis kommt spät. Die zusammengefasste Geburtenziffer, die für ein Kalenderjahr festgestellt wird, liegt in Westdeutschland seit mehr als 30 Jahren bei rund 1,4 Kindern pro Frau. Die ostdeutsche Geburtenziffer lag vor der Wiedervereinigung höher, danach niedriger und passt sich mittlerweile dem...

Auszug aus WISO: Mehr Geld für Familien von Oliver Heuchert. Copyright © 2007. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Einleitung Wer Kinder bekommt, hat dafür normalerweise ganz private Gründe. Nichtsdestotrotz rechnet natürlich jede Mutter und jeder Vater nach, wenn es um die finanziellen Folgen geht. Kinder kosten eben auch Geld, und zwar nicht zu wenig. Bis ein Kind volljährig ist, geben Eltern im Durchschnitt rund 120 000 Euro allein an Lebenshaltungskosten für den Nachwuchs aus. Diese Kosten müssen die Eltern aber nicht allein tragen: Trotz aller Kritik an der Familienpolitik sind es jedes Jahr viele Milliarden Euro, die der Staat und die Sozialkassen den Familien direkt und indirekt zahlen. Die Familienleistungen der öffentlichen Hand sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich angestiegen. Die Eltern müssen allerdings wissen, wo und wie sie die jeweilige Leistung zu beantragen haben, denn die Familienförderung findet in Deutschland in komplizierten Verfahren statt. Dieses WISO-Buch zeigt Ihnen Wege zu mehr Geld für Ihre Kinder. Kinder zu haben, ist vor allem eine sehr emotionale Angelegenheit. Aber Kinder schlagen sich auch in der Haushaltskasse nieder. Schließlich sind Eltern für ihre Kinder verantwortlich, so steht es im Grundgesetz in Artikel 6 Absatz 2 geschrieben: "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft." Die finanzielle Seite der "Pflege und Erziehung der Kinder" ist heute nicht nur die Privatangelegenheit der Eltern. Der Staat überwacht nicht nur, sondern er zahlt viel Geld und gewährt Steuernachlässe, die Sozialkassen unterstützen die Familien, für Kinder gibt es die verschiedensten Zuschläge und auch an vielen Arbeitsplätzen werden Eltern gefördert. Rund ein Drittel der Ausgaben für ein Kind müssen Eltern grob geschätzt nicht selbst aufbringen, rechnen die meisten Fachleute. Die Frage ist nur, wo es das Geld und die Unterstützung für Familien gibt. Antworten gibt dieses WISO-Buch. Es bietet Ihnen einen umfassenden Überblick der verschiedensten Leistungen für Familien und zeigt Ihnen, wie Sie an dieses Geld für Ihre Kinder kommen. Das ist nicht immer ganz einfach, denn für die Familienförderung sind in Deutschland die verschiedensten Stellen zuständig und jede betreibt ihre eigene Bürokratie. Das heißt, Sie müssen die richtigen Behörden finden und zahlreiche Formulare ausfüllen. Sie müssen auf Fristen achten und immer wieder alles Mögliche belegen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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