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Seit vielen Jahren bringt die ZDF Wirtschaftsredaktion in der Sendung WiSo Wirtschaftsthemen zur Sprache. Nun gibt sie auch eine Einführung in die Börse in Buchform heraus. Der Titel Aktien - Fonds - Futures weist auf ein (zu-) breites Themengebiet hin. Seien es Aktien, Anleihen, Fonds oder Derivate, in jedem Schwerpunkt werden dem Leser detailliert die Risiken und Chancen vorgestellt. Durch die Vielzahl von praktischen Tipps, z.B. wo man günstige Transaktionspreise erhält, und Warnungen kann der Leser die Ratschläge direkt umsetzen und mögliche Fehlerquellen ausschließen. Es ist zwar sicherlich richtig, derivative Anlageformen in diesem Kontext zu erwähnen, allerdings ist der noch etwas unerfahrene Anleger in diesem Feld wahrscheinlich überfordert.
Sehr gelungen ist die Einführung in die Fundamental- und die Chartanalyse. Hier werden die wichtigsten Grundzüge auf anschauliche Weise Zug um Zug vorgestellt, so dass der Anleger direkt damit beginnen kann, diese auf seine Anlageentscheidungen bzw. auf sein schon bestehendes Portfolio anzuwenden. Den Spagat zwischen umfassender und erschöpfender Information zum Thema Börse einerseits und Verständlichkeit andererseits hat das WiSo-Autorenteam fast perfekt gemeistert. Einziger Wermutstropfen ist das fehlende, aus anderen WiSo-Publikationen bekannte kleine Börsenlexikon.
Fazit: Mit dem Ratgeber Aktien - Fond - Futures erhält der noch nicht so erfahrene Anleger ein gutes Hilfsmittel, um über die Spielregeln der Börsen Bescheid zu wissen. --Oliver Satzger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Hier die Mankos:
Die Autoren haben in der Abstimmung der Themen wohl geschlafen, denn viele Absaetze wiederholen sich fast wortgleich innerhalb von 2 - 3 Seiten.
Immer wieder wird dem Lesen aufgedrueckt er solle es sich ernsthaft ueberlegen auf eigene Initiative Aktien zu kaufen, da das Risiko immens sei. Die Autoren unterstreichen staendig, dass Rentenfonds oder am besten noch Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren die sicherste Methode seien Geld zu verdienen und jedem der etwas anderes sagt ist mit ausserstem Misstrauen zu begegnen. Sicher kann man mit derartigen "Investments" ein sehr geringes Risiko erziehlen, aber der Leser weiss immernochnicht was ein Future ist oder wie man ein Aktienchart liest.
Das Buch ist offensichtlich auf die aeltere und misstrauische Generation zugeschnitten. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Grossteil der Leser der ueber die ZDF Sendung WISO auf diesen Titel gestossen ist, sehr dankbar dafuer ist davor bewahrt worden zu sein eigenstaendig in Aktien zu investieren, denn diese Art der Geldanlage wird in dem Buch als fast kopfloses Risiko dargestellt.
Hier die positiven Aspekte:
Das Buch eignet sich fuer Menschen die von der Boerse keinen blassen Schimmer haben, aber ihr Geld ohne Risiko und fuer seeehhrrr lange Zeit anlegen wollen (am besten Rentenfonds, Staatspapiere und wer es etwas wilder moechte Aktienfonds).
Substitution fuer dieses Buch:
Es gibt viele interessante Buecher von Andre Kostolany, dem Boersenguru. Auch er schwor auf Langzeitinvestments, doch seine Buecher sind intelligent und sehr lesenswert.
Das Niveau ist oftmals nichtmals buchwürdig (so wird dem hochmotivierten Leser auf einer Hand voll Seiten erklärt, welcher Typ Bankkunde er sein könnte, und dass man auch ja aufpassen muss, bei Bargeldabhebungen nicht zuviel zu bezahlen *gähn*). Solche gutgemeinten Tipps sind überflüssig wie ein Kropf. Jeder, der sich ernsthaft für die Börse interessiert, wird mit diesen untersten "Basics" gelangweilt.
Am schlimmsten finde ich jedoch, dass trotz des Ersheinungsjahres (2000) das Thema Internet und selbsttätiger Börsenhandel absolut unzulänglich behandelt wird. Viel zu oft wird erwähnt, dass man nur die besten Berater wählen soll, dass man Order per Telefon und Fax aufgeben kann etc. pp. Als Internetjunkie fällt mir da spontan nur ein: Fax?? Halloooho? Als nächstes packen wir das Signalfeuer wieder aus... :-).
Die ersten 150 Seiten könnte man getrost weg lassen, die letzten 150 habe ich mangels Motivation noch nicht geschafft zu lesen. Bis hierher also leichte Kost ohne nennenswerte Fakten, untergebracht in langweiligem Fließtext der zum Überspringen einlädt.
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