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WAZ - Welche Qualen erträgst du?
 
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WAZ - Welche Qualen erträgst du?

Stellan Skarsgård , Melissa George , Tom Shankland    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)

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Rezensionen

Movieman.de

Wenn man sich das Cover ansieht, dann erwartet man Torture Porn vom Schlage eines "Hostel" oder "Saw". Und auch die ersten 20 bis 30 Minuten des Films ändern an dieser Erwartungshaltung nichts. Zwar sieht "WAZ" brillanter aus als die beiden genannten Filme und lebt von einer nihilistischen Stimmung, die an David Finchers "Sieben" heranreicht, aber im ersten Drittel reicht dies nicht, um den Film über sich selbst zu erheben. Das kommt erst, als die Story eine Wende nimmt und nach gut einem Drittel erklärt wird, wer der Killer ist und warum er tut, was er tut. Von diesem Moment an ist "WAZ" nicht länger ein Mörderrätsel - und schon gar nicht ist er ein in der Essenz dümmlicher Film wie die ganzen "Saw"-Sequels. Zum Ende hin gibt es eine den Magen umdrehende, sehr lange anhaltende Folterszene, bei der die Tat selbst jedoch mehr angedeutet als ausgeführt wird. Was man sieht, spielt sich im Kopf ab, nicht auf dem Bildschirm. Und dennoch reicht dies, um den Film alleine in dieser Beziehung nachwirken zu lassen. Doch "WAZ" will nicht mit Effekten schockieren, sondern fordert den Zuschauer heraus. Denn dieses elegant gefilmte Werk - Belfast doubelt recht überzeugend für New York - ist nicht Torture Porn, sondern ein von purem Nihilismus getragener Thriller, der die Welt als einen Ort des Schreckens zeichnet, in dem alles Gute längst vergangen ist. In seinem tiefsten Kern ist "WAZ" ein Liebesfilm, denn er stellt die ultimative Frage: Was bist Du bereit zu erleiden, um deinen Liebsten zu retten? Damit präsentiert der Film ein Thema, über das es nachzudenken lohnt: Altruismus versus Selbsterhaltung. Was gewinnt am Ende?Die Besetzung ist hervorragend, allen voran steht jedoch Stellan Skarsgard. Er spielt einen Cop, der Gutes tun will, aber so abstoßend ist wie jene, die er jagt. Erst am Ende wird  seine Figur zu einem Menschen, die der Hoffnung neue Kraft verleiht, die die Gleichung aufbricht und beweist, dass Liebe stärker als alles andere sein kann. "WAZ" ist, was Kunst immer sein sollte: Sie zwingt zum Blick in die eigene Seele, fordert heraus, sich über sich selbst und die Menschen in seinem Leben Gedanken zu machen. Und verlangt, über die Natur des Menschen nachzudenken. Am Ende hat man einen anderen Blickwinkel auf die Welt erlebt - und ist vielleicht ein wenig erschüttert ob der Erkenntnis, die sich einem stellt. Fazit: Ein hochintelligenter, sehr komplexer Film, der den Zuschauer zwingt, sich der menschlichen Natur gewahr zu werden.  

Moviemans Kommentar zur DVD: Ein tolles, mit hervorragendem Kontrast arbeitendes Bild, exzellenter Ton und ein Bonuspaket, das zwar nicht überragend ist, aber zumindest guten Standard bietet.

Bild: Der Film ist sehr düster geworden und strahlt eine nihilistische Stimmung aus. Das Bild ist dunkel, aber weist einen exzellenten Schwarzwert auf und bietet fein tarierten Kontrast, der auch bei Nachtszenen Details säuberlich genau darstellt. Die Farben wurden mit einem Filter bearbeitet, haben mal Gelbstich (00:11:15), dann wieder Grünstich. Das sorgt für eine ganz eigene, die Trostlosigkeit unterstreichende Stimmung. Die Kompression zeigt gegen homogene Hintergründe leichte Artefaktbildung (00:35:38). Die Schärfe ist bei Nahaufnahmen großartig, aber auch bei Halbtotalen noch sehr gut. Selten fallen ein paar Unsauberkeiten an den Katnen auf (01:00:00). Die Vorlage ist frei von Schäden.

Ton: Der Ton steht dem Bild in nichts nach. Die Effekte sind wuchtig gesetzt. Wenn eine Tür zu- oder aufgeschlagen wird, dann hat das direktionale Wirkung und zittert nach. Die Dialoge sind gut verständlich, wobei dies für die Synchronisation noch etwas mehr gilt. Im englischen Original werden schon mal Worte leicht verschluckt, was das Verstehen schwer macht. Der Bass wirkt nach, die Musik unterstreicht das Geschehen. Ein feiner Soundmix.

Extras: Es gibt ein paar entfallene Szenen. Zwei sind nicht weiter bemerkenswert, eine beschäftigt sich mit der Folterung von Wes und ist kaum zu ertragen. Sie wäre im Film auch überflüssig gewesen. Das Making of wirkt sehr zerfahren und kann infotechnisch nur bedingt überzeugen. Immerhin gibt es Einblicke in den Dreh in England. Die kurze Featurette über die Folterszenen zeigt, wie die Effektcrew gearbeiet hat. In den Interviews erfährt man u.a. vom Autor, wie er auf die Idee der Gleichung kam und diese konsequent für den Film zu Ende dachte. Es gibt zwei Trailer, einer davon erschien Online. --movieman.de

VideoMarkt

Ein Serienkiller, der seinen Opfern Initialen in den Körper schnitzt, lichtet die Reihen der Kleinkriminellen eines bestimmten New Yorker Problemkiez. Schnell treten neben den Autogrammen weitere Ähnlichkeiten in den Fällen zutage und führen ein höchst ungleich aus Macho-Veteran und Mädchen-Rookie rekrutiertes Fahnderduo auf die Spur der Laborassistentin Jean. Die hat mit der betroffenen Gang noch ein dickes Hühnchen zu rupfen und forscht außerdem recht unkonventionell zum Thema Selbsterhaltung.

Video.de

"Sieben" und seine evolutionären Fortentwicklungen à la "Saw" lassen grüßen, wenn Selma Blair als Vergewaltigungsopfer auf dem Rachefeldzug kreischende Homeboys mit allem zur Ader lässt, was der traditionelle Werkzeugkasten hergibt, in diesem nachtschwarzen Kriminal- und Moralthriller vor den tristesten Hinterhofkulissen, die seit langem der Location Scout eines B-Movies aufgetan hat. Hervorragende Darstellungen auch des hauptagierenden Cop-Duos sowie eine tiefer als gewöhnlich schürfende Story prädestinieren diesen Fantasy-Filmfest-Tipp für alle Genrefans.

Blickpunkt: Film

Ein mysteriöses Phantom dezimiert die Mitglieder einer Streetgang und führt ein ungleiches Cop-Duo auf eine Reise in die Abgründe der eigenen Seele. Ambitionierter B-Thriller in der Tradition von "Sieben" und "Saw".

Kurzbeschreibung

Leichen tauchen auf in finstern Gassen - einige fürchterlich verstümmelt, andere wurden rätselhafte Symbole in die Haut geritzt: WAZ. So etwas haben selbst die hart gesottenen Detectives noch nicht gesehen. Als Eddie Argo und seine neue Partnerin Helen die Spure eines Falles aufnehmen, der auf den ersten Blick nach Doppelselbstmord aussieht, hat Eddie das ungute Gefühl, den Täter zu kennen. Paarweise finden sie die Leichen, immer nach dem selben Muster gerichtet: eine mit Strom gerichtet und mit WAZ gebrandet, die andere, immer eine dem Toten nahe stehende Person, grausam gefoltert. Als die Detectives die rätselhafte WAZ-Gleichung entschlüsseln, beginnen sie den infamen Plan hinter den Morden zu verstehen - ein ultimativer Liebestest. Die Opfer stehen vor einer unmenschlichen Wahl: Töte deine Liebste oder du wirst selbst sterben. Aber das ist nicht noch die ganze erschütternde Wahrheit, und der Serienkiller hält weiterhin die Stadt in Atem...

Produktbeschreibungen

WAZ
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