14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wie stark ist Liebe ?, 16. August 2009
Rezension bezieht sich auf: WAZ - Welche Qualen erträgst du? (DVD)
Düster, dreckige und trostlose Großstadt. Gelegentlich blinkt das Empire State Buildung am nächtlichen Horizont auf. Doch "Waz" zeigt ein New York der Hinterhöfe, der baufälligen, mit Graffitis beschmierten Bruchbuden, grauen verlotterten Fabriken, Crackhäusern und eine ebenso graue und kalte Polizeistation, die bei den Verbrechen in dieser Gegend ermittelt.
Der Fall wird dann irgendwann als "W Delta Z" in den Akten auftauchen.
Die Cops dort sind einiges gewohnt, Mord und Totschlag sind an der Tagesordnung und durch das Wissen inmitten des menschlichen Abschaums zu agieren, sind sie dementsprechend abgehärtet und abgestumpft.
Sie lassen in destruktiven Gesprächen untereinander durchblicken, dass sie ausgebrannt bereits selbst Abfärbungen dieses Alltags tragen, die Kapitulation angesichts der Zustände fördert viel Geschwafel über gerechte und besser funktionierende Selbstjustiz.
Eddie Argo (Stellan Skarsgard) ist einer dieser routinierten wie desillusionierten Cops. Er bekommt mit der jungen Polizist Helen (Melissa George) einen "Frischling" an seine Seite gestellt. Passt ihm irgendwie nicht, grade jetzt als bei seinen bisherigen Ermittlungen in einem Mordfall, bei dem der perverse Mörder seinen Opfern Formeln in die Haut eingeritzt hat, klar wird, dass man Jagd auf einen Serienkiller macht.
Die Fälle häufen sich. Und Eddie plagen bald grausame Befürchtungen. Jahre vorher hat sich ein grausamer Fall ereignen, bei dem eine junge Frau (Selma Blair) von einer ganzen Meute Krimineller vergewaltigt und gequält wurde und die Gang ihr die Wahl stellte "Die Qualen hören dann auf, wenn du deine Mutter erschiesst"....
"Waz - Wieviel Qualen erträgst du" ist ein Serienkiller-Movie von der Sorte, die mit sehr vielen Vorzügen aber auch mit einigen vielleicht eklatanten Schwächen aufwartet.
Viele Cineasten bezeichneten den düsteren Film als eine Art Mischung aus "Saw" und "Sieben" und ich möchte mich dieser Meinung auch anschliessen. Dem Film wurde wenig Innovation, dafür aber viel Abkupferungstendenzen vorgeworfen. Dies allerdings kann man auch anders sehen.
Besonders im Schlussteil hat der Film nämlich seine ganz persönliche Note, eine sehr überraschende, jedoch gewöhnungsbedürftige Idee.
Sie scheitert aber eher nicht an der Idee selbst, sondern wie der Film mit dieser überraschenden Komponente, die man so sicherlich nicht erwartet, umgeht. Es handelt sich dabei um einen zusätzlichen Strang des Plots, der vielleicht sogar bedeutender wäre, als die reine Auflösung der Mordfälle. Vielleicht wäre Regisseur Tom Shankland gut beraten gewesen, den Schlussakkord nicht gar so "Saw" like zu gestalten. Mich hat dies arg irritiert, ich fand diesen Schluss sogar völlig übertrieben und viel zu reisserisch, sowohl in der Inszenierung als auch in der Aussage.
Weniger wäre meiner Meinung mehr gewesen.
Die Typen sind nämlich ziemlich gut getroffen. Stellan Skarsgard spielt meiner Meinung nach klasse und auch die düstere, dreckige Location hat mich sehr angesprochen. Der Film kann mit dieser nihilistischen Stimmung schon eine lange Zeit ein echt gutes Copthriller-Level halten.
Ich sehe da Tendenzen zu einem weiteren Serienkillerfilm "Die purpurnen Flüsse" der fast durchgehend eine super Spannung hält und am Schluss dann masslos enttäuscht. "Waz" nehme ich ähnlich wahr, auch wenn der Schluss nicht ganz so missraten wie beim französichen Verwandten ist. Die Qualität des Films steht oder fällt aber in dem Maße wie qualitativ geglückt man diesen "Plot" einordnen kann...
Meine Amazon Sternvergabe ist in diesem Fall sehr großzügig bemessen...
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Härte spielt sich im Kopf ab, 15. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: WAZ - Welche Qualen erträgst du? (DVD)
Als erstes möchte ich erwähnen, das dieser Film meiner Meinung nach weder mit "Sieben", noch mit "Hostel" verglichen werden kann, so wie ich es schon von vielen Leuten gehört habe. "WAZ" ist ein wirklich spannender und interessanter Cop - Thriller, angereichert mit einigen wenigen gezeigten Folterelementen.
Die Härte wird hier auch meist nur angedeutet, das meiste spielt sich im Kopf des Zuschauers ab. Das macht den Film aber meiner Meinung nach noch härter, da die Fantasie des Betrachters durch die ständigen Andeutungen sehr angeregt wird und man sich das Folter - Szenario selbst ausmalt. An gezeigter Härte gibt es nicht sehr viel zu sehen, bis auf wenige Szenen, die aber, wie ich finde, auch vollkommen ausreichend sind.
Die Story an sich wird sehr flüssig erzählt und wurde sehr interessant in Szene gesetzt. Auch die Spannung baut sich sehr gut auf und bewegt sich den ganzen Film über auf einem konstant hohen Level. Atmosphärisch ist der Film sehr dicht gehalten und löst beim Zuschauer ein starkes Gefühl der Beklemmung aus, dessen man sich kaum erwehren kann.
Dadurch, das die Fantasie des Betrachters so stark angesprochen wird, entwickelt man eine ganz persönliche Bindung zu der Geschichte und versucht sich automatisch, in gewisse Situationen hineinzuversetzen. Für die Täterin, die ziemlich schnell feststeht, kann man sogar Verständnis aufbringen, nachdem man erfährt, was ihr widerfahren ist.
Die Darsteller sind für diesen Film sehr sorgsam ausgewählt und spielen ihre Parts absolut überzeugend. Und dann gibt es da noch das doch , wie ich finde, etwas überraschende Ende, mit dem man nicht zwangsläufig rechnen musste.
Insgesamt hat man hier einen wirklich guten und sehr interessanten Film kreiert, der auch nachhaltig im Gedächtnis haften bleibt. Auf jeden Fall kann man diesen Film bedenkenlos empfehlen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
tiefgründiger Thriller, 31. Januar 2009
Als ich das Cover sah, dachte ich zuerst an einen Splatter mit Folterszenen und viel Blut. Falsch gedacht! Dieser Film ist eher ein leiser, sehr tiefgründiger Thriller mit einigen überraschenden und grausamen Wendungen. Die Darsteller sind völlig authentisch und man fühlt regelrecht mit. Es geht eher um physische UND psychische Grausamkeit.......wieviel erträgt der Mensch?! Ein Film der unter die Haut geht,gespickt mit einigen "Igitt wie grausam" Elementen,den man am Ende nicht innerhalb der nächsten 10 Sekunden vergißt.
Empfehlung: nichts für Gorehounds, Action oder Splatterfans, eher für Leute, die Filme wie "Sieben" oder "das Schweigen der Lämmer" mögen.
Für Fans: Kaufempfehlung, ansonsten unbedingt mal ausleihen!
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