Nachdem ich mich durch dieses dicke Buch "durchgekämpft" habe kann ich leider nur sagen, dass dieses Buch definitiv nicht zu empfehlen ist. Ich bin wirklich nicht kleinlich und verzeihe auch gerne mal den einen oder anderen Logikfehler in einer Geschichte, aber was den Lesern in dieser Geschichte aufgetischt wird ist vielmehr eine Frechheit als ein unterhaltsamer Roman.
Ich möchte dies an einigen Beispielen erläutern:
Charaktere:
Die Charaktere sind nur oberflächlich und absolut nicht interessant beschrieben. Das denken und Handeln der Charaktere ist oft nicht nachvollziehbar, unlogisch und absolut unsinnig. Dialoge unter den Charakteren werden meist nur mit einem "Stirnrunzeln" oder einem "stechenden Blick" beendet. Die Hauptfigur wirkt absolut unglaubwürdig. Ein angehender Reporter, der keine Gelegenheit auslässt seine Kamera zu vergessen und auch niemals einen Artikel schreiben muss, da sein Chef das immer für Ihn erledigt. Auf einem realen Arbeitsmarkt wäre das absolut undenkbar. Ebenso reagieren die Charaktere untereinander nur negativ aufeinander. Spott, Hohn, Wut.... das scheinen die einzigen Reaktionen der Charaktere aufeinander zu sein. Viele Charaktere sind nur Statisten, haben ein paar Sätze in der Geschichte zu sagen, begleiten aber zwei drittel der Handlung ohne auch nur ein Wort zu sagen.
Handlung:
Ich lese wirklich gerne Fantasy-Romane, aber das hier vorgesetzte ist derartig an den Haaren herbeigezogen worden, dass es schon fast körperlich weh tut. Ich möchte hier nicht im Vorab erzählen, was denn letztendlich das Ende der Geschichte ist, aber ich möchte gerne jedem davon abraten es herauszufinden. Wirklich, der Weg zum Ende ist nicht schön. Das Ende ist ab Mitte des Buches derartig vorhersehbar, dass das Ende keine wirkliche Überraschung darstellt. Wenn man es bis dahin überhaupt ausgehalten hat. Und wenn man es bis zum Ende schafft wird man mit einer Auflösung enttäuscht bei der einem eigentlich nur noch ein ungläubiges "Ja klar... sicher!" entfleuchen kann.
Schreibstil:
Ständige Wiederholungen machen das Lesen unglaublich langatmig. Immer wiederkehrende Textpassagen wie "...wirkte fast überrascht...", "...runzelte nur fragend die Stirn..." und "...warf ihm einen kritischen Blick zu..." sind deratig oft zu finden, dass man wirklich das Buch in die Ecke oder den Kamin werfen möchte. Man hat immer wieder das Gefühl, dass man den gerade gelesenen Abschnitt schon einmal gelesen hat. Das verwirrt nicht nur sondern nervt auch ungemein.
Ich kann nach diesem Buch nicht nachvollziehen, warum Hohlbein immer als "Der Fantasyautor" gefeiert wird. Ich habe bereits bei dem Buch "Thor" kapituliert, da der Schreibstil dort ebenfalls (nach meiner Meinung) sehr schlecht ist.
Für mich war dies mein letztes Hohlbein-Buch. Definiv werde ich mir keines mehr anschaffen und allen nur von diesem hier rezessierten Buch abraten. Das hier wird das erste Buch sein, dass den Weg in meine Altpapiertonne finden wird.