Der Journalist Sebastian Junger schildert in diesem Buch die Zeit, die er zwischen 2007 und 2008 mit den Soldaten eines Airborne Platoons in einem Tal in Afghanistan - für eine Zeitlang als einer der gefährlichsten Orte der Welt betrachtet - verbracht hat. Doch tut er in diesem Buch sehr viel mehr als nur (nur?) davon zu erzählen, er nutzt seine Erfahrungen immer wieder, um an deren Beispiel allgemeine Betrachtungen vorzunehmen, über Krieg, Kampf und nicht zuletzt über die jungen Männer, die im Mittelpunkt stehen und warum diese Erfahrungen sie auf grundlegende Weise für immer verändern.
Man begreift daher schon sehr bald, warum dieses Buch diesen Titel trägt, "War", denn es geht nicht allein um den Afghanistankrieg, sondern um Kriege und Krieger generell. Die beiden Hälften, wenn man das so nennen will, passen perfekt zusammen, es gibt niemals einen Bruch oder das Gefühl, hier tritt der Theoretiker in den Vordergrund, um den Journalisten und Kameraden der Soldaten beiseite zu schieben. Ich denke, genau deshalb funktioniert es auch so gut, da Junger eben kein distanzierter Betrachter war.
"War" ist ein hervorragendes Buch zum Thema Krieg, das niemand ignorieren sollte, der sich dafür interessiert.