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Dass George W. Bush einer der verhasstesten Präsidenten der Vereinigten Staaten ist, mag unbestritten sein. Dennoch oder gerade deshalb musste sich früher oder später jemand an ein Biopic über den großen bösen Mann wagen, und wer wäre da besser geeignet, als Präsidentenfilme-Macher Oliver Stone ("JFK", "Nixon"). Dass Stone in den letzten Jahren nicht besonders viele Reißer hervorbrachte ("World Trade Centre", "Alexander"), mag weniger bekannt sein, als die Tatsache, dass er nie hinter Bushs Politik stand. Umso mehr überrascht es, dass sein Portrait so friedlich und unprovokativ ausfällt. Ohne die erwartungsgemäße Radikalität erzählt Stone mithilfe eines hochkarätigen Ensembles vornehmlich von einem privaten Bush und dessen Kampf mit Alkohol, Übervater und Familienimage. Man sieht ihn in Tränen beim Pfarrer, beim Pommes vertilgen oder volltrunken hinter dem Steuer. Das ist ein Kerl von nebenan, so scheint uns Stone erzählen zu wollen, aber genau das wusste die Welt doch schon lange. Mitleid soll hier natürlich nicht entstehen, dennoch verfehlt der Perspektivwechsel nicht seine Wirkung: Das große "W" als Menschen wie du und ich zu begreifen, der alles dafür tat, um Anerkennung vom Vater zu erhalten. Dass das Projekt "Portrait" im Grunde gut aufgeht, liegt eindeutig an den darstellerischen Fähigkeiten des Hauptdarstellers Josh Brolin ("American Gangster", "No Country for Old Men"), der eine herausragende weil äußerst detaillierte Arbeit hinlegt, die auf einer großen Beobachtungsgabe beruht. Die politischen Nebenrollen zeichnen sich nicht nur durch physische Ähnlichkeiten mit ihren Vorbildern aus, sondern üben sich ebenso im artgerechten, dabei nie überzogenen Spiegeln, wobei sie leider nicht viel eigenständigen Platz im Film erhalten. Ein solides Biopic, das überrascht, weil es seine Macht zu polarisieren nicht ausspielt, sondern sehr bedacht und behutsam vorgeht. FazitÜberraschend sanftmütig.
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild zeigt sich von einer klaren und sehr natürlichen Seite und genauso gestaltet sich auch der Ton: in erster Linie authentisch! Die Dialoge stehen im Zentrum der Produktion und werden hin und wieder durch unaufdringliche Musikeinspielungen untermalt. In den Extras finden sich Interviews, Starinfos und Fotos.
Bild: Auch in dunklen Szenen oder in Kamerabewegungen bietet das Bild scharf konturierte und frablich kraftvolle Ansichten (Label der Wodkaflasche, 00:05:20). In Totalen weicht die Auflösung in dunkleren Räumen zwar leicht auf (Kneipe, 00:12:25), stark verliert das Bild dabei aber nicht. Angenehm plastische Detaileinstellungen sind die Regel und dabei wird stets ein breiter Kontrastumfang mit reichhaltigen Schwarzwerten geboten. Farblich gibt sich das Bild in den Vergangenheitsszenen warm und harmonisch, während Gegenwartsszenen etwas kühler ausfallen. Auf Wandflächen kasnn hin und wieder leichtes Rauschen ausgemacht werden (gelbe Tapete, 00:15:33). Tragische Kompressionsprobleme finden sich nicht, nur ab und an lassen sich minimale Klötzchen- oder Pixelbildungen an Kanten verzeichnen. In erster Linie erfreut das Bild aber durch knackige Detailschärfewerte, die vor allem Gesichtsausdrücke facettenreich ausstellen und einen natürlichen Farbenreichtum, der das Gesehene authentisch beleuchtet wirken lässt.
Ton: Dialoge stehen im Zentrum der Produktion und diese sehen sich stets authentisch der räumlichen Umgebung, in der sie stattfinden, angepasst. Ob Bush den Mund voll hat (00:21:23) oder vor Publikum spricht, im Privaten murmelt oder in einer Halle redet, auf den Klang und Ausdruck seiner Repliken wurde viel wert gelegt. Was die akustische Seite der DVD sonst noch zu bieten hat, sind beschwingte Musikeinspielungen (Countrysong, 00:23:08). Vor allem die Szenen aus Bushs Jugend werden durch diese entscheidend gewürzt und mit Stimmung versehen. Schade, dass dabei die Möglichkeiten des Surroundformats nur sehr bescheiden genutzt werden. Weder Umgebungsgeräusche noch Musik wechseln häufiger als nur ab und zu in die Rears oder spielen gar mit Richtungswechseln. Hin und wieder vernimmt man ein leises Vogelzwitschern aus dem Hintergrund (00:24:20). Die Dialoge stehen absolut im Zentrum und lassen durch ihre aber auch durch die generelle Effektlosigkeit das Material sehr authentisch wirken.
Extras: Die Extras bieten Fotogalerie, Darstellerinfos und Interviews. --movieman.de
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George Walker Bush studiert in Yale und ist mehr an Alkohol, Partys und Frauen interessiert als daran, eine respektable Karriere einzuschlagen. Damit enttäuscht er seinen Vater Bush Senior. Als der junge Draufgänger Laura trifft, ändert er sein Leben. Bush findet die Religion und damit die innere Stärke, sich gegen alle Widerstände mit festem Glauben durchzusetzen. Vom Gouverneur von Texas steigt er schließlich bis zum Präsidenten der Vereinigten Staaten auf. Das brisanteste Problem seiner Regierung wird der Irakkrieg.
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Ein für viele überraschend menschliches Porträt des US-Präsidenten zeichnet Oliver Stone, der bereits mit "JFK" und "Nixon" frühere Amtsinhaber zu Spielfilmehren verhalf. Josh Brolin glänzt in der Hauptrolle und imitiert perfekt Bushs Manierismen und Sprachstil, ohne je in eine Parodie zu verfallen - unterstützt von einer bis in die letzte Nebenrolle hochkarätig besetzten Darstellerriege. In Deutschland erscheint der Film pünktlich zur Amtseinführung von Bush-Nachfolger Obama.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Biopic von George W. Bush, das sich mehr auf persönliche denn politische Aspekte konzentriert.
Kurzbeschreibung
George W. Bush wird als kontroversester Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika in die Geschichte eingehen. Der zweifache Oscar®-Gewinner Oliver Stone ("Platoon", "JFK Tatort Dallas") hat W. schon jetzt ein filmisches Denkmal gesetzt. In seiner Studienzeit kann sich George Walker Bush nicht so recht entscheiden, was ihn mehr interessiert: Sind es Frauen oder doch eher Alkohol? Beides ist inakzeptabel für seinen Vater George, der politisch hoch hinaus will und seine maßlose Enttäuschung über den Lebenswandel seines Sprosses nicht verhehlen kann. Erst als W. die bildhübsche Laura kennenlernt, reißt er sich am Riemen. Er findet die Religion, sieht das Licht und schlägt den Karriereweg des übermächtigen Vaters ein. Vom Gouverneur von Texas ist es nur ein Katzensprung zum Amt des Präsidenten. Eine unvergleichliche Karriere, keine Frage. Aber als W. nach den Anschlägen vom 11. September in den Krieg zieht, um endlich aus dem Schatten des Vaters zu treten, hinterlässt er einen Scherbenhaufen. Wie konnte das alles nur so schrecklich schiefgehen? Ein überaus provokantes und jederzeit überraschendes Biopic mit Starbesetzung, das den Politiker sucht und den Menschen findet. Sehen Sie "W." pünktlich zur Amtseinführung von Barack Obama. Und sagen Sie George zum Abschied leise Servus ...
Produktbeschreibungen
In seiner Studienzeit kann sich George Walker Bush nicht so recht entscheiden, was ihn mehr interessiert: Sind es Frauen oder doch eher Alkohol? Beides ist inakzeptabel für seinen Vater George, der politisch hoch hinaus will und seine maßlose Enttäuschung über den Lebenswandel seines Sprosses nicht verhehlen kann. Erst als W. die bildhübsche Laura kennenlernt, reißt er sich am Riemen. Er findet die Religion, sieht das Licht und schlägt den Karriereweg des übermächtigen Vaters ein. Vom Gouverneur von Texas ist es nur ein Katzensprung zum Amt des Präsidenten. Eine unvergleichliche Karriere, keine Frage. Aber als W. nach den Anschlägen vom 11. September in den Krieg zieht, um endlich aus dem Schatten des Vaters zu treten, hinterlässt er einen Scherbenhaufen. Wie konnte das alles nur so