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Produktinformation

  • Audio CD (20. Mai 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Cooperative Music (Universal)
  • ASIN: B004TH46OQ
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.200 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Doorway 3:30EUR 0,99
Anhören  2. The One 4:42EUR 0,99
Anhören  3. Manifesto 3:23EUR 0,99
Anhören  4. Going Wrong 4:55EUR 0,99
Anhören  5. I'm Yr Man 4:06EUR 0,99
Anhören  6. The Breaks 4:36EUR 0,99
Anhören  7. Living It Out 4:30EUR 0,99
Anhören  8. Milky Blau 4:03EUR 0,99
Anhören  9. Jam 4:34EUR 0,99
Anhören10. Black Thumber 5:22EUR 0,99
Anhören11. Janine 2:06EUR 0,99
Anhören12. #9 4:34EUR 0,99


Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Nach dem 2006 erschienenen Debütalbum Have It All auf dem Chicks On Speed Label und der Kollaboration mit The Knife an deren Opern-Album (2010) wird nun das zweite Album W der, in Nordengland aufgewachsenen und in Berlin lebenden Künstlerin Planningtorock auf dem New Yorker Label DFA / Cooperative Music veröffentlicht.

Aufgenommen wurde W in den letzten drei Jahren, zumeist in Eigenregie von Janine Rostron alias Planningtorock in ihrem Berliner Studio. Das Album ist ein leidenschaftlich eingespieltes Kunstwerk zwischen barocken, knurrenden Stimmlagen und mulmigen, pechschwarzen Klängen.

"I'm really not precious about my voice. I do love powerful, beautiful voices but on a creative level you can do so much with your voice and I loved pulling it around on this record." sagt Janine und weiter: "I've come to terms with the fact that what I do has a big percentage of elements that you just don't know - and that's what makes it interesting."

"The Breaks" ist die erste Single aus W. Ein Song, der den Hörer gleich mit den ersten Tönen packt und in eine mystische Parallelwelt entführt, voll von geheimnisvollen Klängen, zauberhaftem Gesang und einer magischen Atmosphäre. Der klangliche Facettenreichtum auf W scheint schier grenzenlos zu sein. Ein spannendes Album über Ideen und Fantasie, über Emotionen und das Erforschen des Unbekannten.

motor.de

Der 23. Buchstabe des Alphabets ist ein Zwitter, eine Art Bastard. In der Typografie wird im Zusammenhang mit dem Letter W" von einer Ligatur, einer Zusammenführung von mehreren Buchstaben, gesprochen. Der Entschluss für die Namensgebung kommt nicht von irgendwo her, bietet Janine Rostron alias Planningtorock auf ihrem gleichnamigen, zweiten Album doch hybride Genre-Verschmelzungen an. Was die 35-Jährige in 50 Minuten auf den Hörer loslässt, muss als phonetisches Amalgam verstanden werden: ob Electronica, Disco oder Jazz – Rostron erschafft eine überraschende, bisweilen auch widersprüchliche, ganz sicher jedoch faszinierende mystische Atmosphäre. Aschfahles Gesicht, riesige Nasenhöcker sowie ausgebeulte Stirn – nicht nur beim kürzlichen Melt! Klub Weekender offenbarte die in Berlin-Kreuzberg lebende Britin ihren Hang zur Performance-Kunst. Ihr Debüt "Have It All" ebnete vor fünf Jahren den Weg, der sie über The Knife zu James Murphy, auf dessen Label ihre Platte erschien, führte. Schon damals kam Planningtorock als gruselige Gestalt mit riesiger Halskrause und opulentem Lichter-Helm daher. Nicht das erste Mal also stellt sich Rostron als geschlechtslose, beinahe inhumane Kreatur dar. Doch nicht nur die Skull-Morphing-Technik gehört zum Programm von Planningtorock. Während beim Opener "Doorway" im Propeller-Stil ein narkotisierender Bass-Beat voranmarschiert, peitscht die Stimme eines außerirdischen Wesens dazwischen. Dazu raunt es selbstbewusst "I know my feelings / under my deep skin". Rostron erkundet nicht nur die Möglichkeiten und Grenzen ihrer eigenen Stimme, die als gleichwertiges Instrument fungiert, ihre zweite Platte ist gar eine farbige Suche nach der eigenen Identität.Klingt Rostron in der Eröffnung bestialisch maskulin, so entpuppt sich ihr Timbre auf dem zweiten Track "The One" als artifizielles Piepsen. Noch vor dem dritten Song weiß "W" bereits zu verzücken: filigran paaren sich repetitive Beat-Knirpse mit wahnsinnig formvollendeten Stakkato-Streichern, ehe ein Saxophon-Solo diesem illustren Treiben letztlich die Krone aufsetzt. Schimmerte das Potpourri auf ihrem operetten-artigem Debüt noch in prunkvollen Farben, präsentiert sich das neue Songdutzend morbider und geheimnisvoller – aber eben auch konfrontativer. So kokettiert das trommelnde "I Am Your Man" mit dem Thema Gender: Kaskaden-Bässe breiten sich aus, Chöre imitieren ein Wah-Wah-Pedal und diese hinterlistige Stimme – Electronica mit Suchtgefahr. Während zwar tanzbare Tracks wie "Manifesto" oder "Living It Out" ohne Scham die Disco-Schublade zu öffnen wissen, ist es jedoch "The Breaks", das in der Mitte der Platte nicht besser hätte platziert werden können, welches wie kein zweiter Song die Tragweite von "W" repräsentiert. Was Caribous "Odessa" für das vergangene Jahr war, ist "The Breaks" auf eine abstruse Art und Weise für 2011. Auch wenn die Zeilen "Don’t be suprised / if I’m ripping up my eyes" oder "We break too easily" sicherlich keine Sommereuphorie per se evozieren, und auch sonst der Track mit "Odessa" nur wenig gemein hat, ist es die Aura dieses Songs, die ihn auszeichnet: ein eingängiger Hymnen-Charakter mit zurückhaltenden Beats und tippelnden Saxophon-Interventionen, sodass selbst 80er-Jahre-Synthi-Flächen untergehen können – eine Hyäne von einem Song.b Saxophon-Soli, kakophonisches Chaos, epische Instrumental-Tracks oder ein Arthur Russel-Cover – das zweite Album des Ein-Frau-Orchesters hält eine mitreißende Sammlung an Entdeckungswürdigem bereit. Alleine der Kontrast zwischen der Eröffnung "The Doorway" und dem Abschluss "9" ist bezeichnend. "W" steht für Wandel, Widerspruch und Wagemut. Währenddessen Artverwandtes wie Fever Ray einen eindeutigen Klang aufweisen, ist dieser bei bei Planningtorock nur schwer destillierbar. Ambivalent eben, wie Janine Rostron selbst.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Grüsse an Kate.....! 29. Mai 2011
Von hankcgn VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Eine wirklich interessante, mystische, abgedrehte, mysteriöse, gruselige, tolle neue Platte liefert Miss Rostron da ab. Sicherlich hört man raus, das sie aus dem Dunstkreis einer Fever Ray entsprungen ist, doch eher finde ich, könnte sie eine Art Kate Bush 2.0 sein, das Original schwächelt ja leider, siehe ihr Directors Cut Desaster! Da ist es umso erfreulicher, wenn solche frischen, neue Talente um die Ecke kommen und überraschen mit einem Füllhorn interessanter, kreativer Ideen und ungewöhnlichen Sounds. Wie gesagt, ihre Musik ist verstörend, hypnotisch und strange...aber das ist ja gerade das, was so reizvoll ist! Sehr zu empfehlen und hoffentlich gibts noch mehr von ihr!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fast hätte man ... 20. Mai 2011
Von Martin Lorenz TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
... darauf wetten mögen, dass Janine Rostron, Videokünstlerin und Multiinstrumentalistin aus dem Norden Englands, mit ihrem gehypten Projekt Planningtorock natürlich nirgendwo anders heimisch werden konnte als in einem verrümpelten Hinterhof der Avantgarde-Metropole Berlin. "Dickes B" also wieder mal als Mekka der Musikszene - hört bzw. sieht man sich die Arbeiten auf/zu Rostrons neuem Album W" an, ist man fast versucht, daran zu glauben.

Der Assoziationen gibt es viele, angefangen beim eigenwilligen Äußeren der Dame selbst in ihrem aktuellen Video "Doorway": Der spextaugliche Fachbegriff für solche Spielereien nennt sich "Skullmorphing", die plastisch verformten Gesichtspartien erinnern den Betrachter wahlweise an Camerons "Avatar"-Blaumännchen, stark überzeichnete Darstellungen des griechischen Schönheitsideals oder die teils grotesken Filmgestalten eines Matthew Barney. Musikalisch sucht man die Parallelen nicht zuletzt beim schwedischen Geschwisterpaar Karin Dreijer Anderson und Olof Dreijer, die zusammen mit Rostron schon im letzten Jahr den ehrenwerten, aber fast ungenießbaren Versuch unternahmen, die Darvinsche Evolotionstheorie in eine Art Bio-Oper zu packen. Doch auch wenn die stärkste Verwandschaft zu Andersons Alter Ego Fever Ray zu bestehen scheint, gibt es doch ein paar erwähnenswerte Unterschiede.

Im Gegensatz zur Schwedin setzt Rostron eher auf ein gleichwertiges Wechselspiel aus analogem, eher sinfonischem Instrumentarium, das sich - wenn auch digital eingespeist - hier den Synthieklängen als passende Ergänzung zugesellt. Mehr noch als Anderson nutzt die Wahlberlinerin ihre markante und wandlungsfähige Stimme als zusätzliches Stilmittel - fast jeder Song wird so auch in der Stimmlage variiert. Zuguterletzt entfernt sich Rostron auch deutlich öfter von den homogenen und hypnotisch anschmiegsamen Melodien, anders als Fever Ray scheut sie nicht die Ausflüge in weniger düstere Gefilde: Schon "Manifesto", der vierte Song, wirkt mit seinen jazzigen Sequenzen etwas heller und beschwingter, der Electroclash von "I Am Your Man" deutet auf eine Person ohne Geschlechtsspezifik hin und bezeugt, dass Peaches offenkundig zum auserwählten Freundeskreis gehört - "I don't need a microphone to tell you what I'm realy feeling for you", wunderbar.

Vieles, was textlich kryptisch und schwer deutbar bleibt wie das herrlich behäbige, fast erhabene "Breaks" ("Don't be seduced, I tell you now my truth, I'm on fire ... we break too easily") setzt dennoch die Ausrufezeichen auf "W" - "Living It Out" entpuppt sich als lässige Spielart von, ähem ... Italodisko, "Milky Blau" zupft synthetisch den Marschrhythmus, wohingegen "Jam" seinem Namen alle Ehre macht, atonal zuweilen, ein munteres Klappern und Jaulen, die Stimme am Ende als bloßer Laut. Mit "Janine" gibt's am Ende noch eine eigenwillige Version des Stücks von Arthur Russell, bevor Mdme. Rostron hernach Marc Almond umarmt und sich mit dem wavigen "9" gekonnt vom Acker macht.
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