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Zum Schluss sei noch auf die Soloalben des Stoppok-Keyboarders hingewiesen, die stilistisch vergleichbar, aber qualitativ denen seines Chefs noch überlegen sind. --Rolf Jäger
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Wo bei Grundvergnügen neben neuen Liedern noch auf "Altbewährtes" (Ärger, ...) oder Coverversionen (Krieg) gesetzt wird stehen bei WELLNESS neue Lieder. Musikalisch macht sich die Lockerheit deutlich bemerkbar, was die Texte angeht ist zu beobachten, dass Stoppok sich ein wenig von den "Geschichten aus dem Alltag" löst. Er geht quasi vom Detail wieder ins Grobe (z.B. Gladiatoren), aber das tut der Platte meiner Meinung nach ehr gut, da so keine "verkrampfte Autentizität" (wohl ein Wort, das in Stoppoks Liedern nie vorkommen wird) aufkommt. Dieses Alte-Gewohnheiten-Loslassen macht sich auch auf der aktuellen Tour bemerkbar. Das war am Samstag das erste Stoppok-Konzert, das ich miterlebt habe, wo er nicht "Beton" gespielt hat. Ist zwar ein schönes Lied, aber man muss auch als Fan mal loslassen können ;-)
Das Spektrum dieser Platte reicht von einer Ode gegen die "Früher war alles besser"-People (die Festung), Gesellschafts-Beobachtungen (Tanz, Gladiatoren, Abenteuerland) bis hin zu sehr schönen Liebeserklärungen (Heut Nacht, in 25 Jahren), Liebeslieder, bei denen man sich wenigstens nicht die Gehinwindungen verbiegt. Der Titelsong des Albums ist ein absoluter Stoppok-Klassiker, besser und witziger noch als "Learning by Burning" (Grundvergnügen).
Den Vorwurf "textlicher Peinlichkeiten, wie z.B. das Hauptsache gesund", wie er in einem Musikmagazin, das nach einer britischen Popgruppe der 60er benannt ist, erhoben wurde, möchte ich jedoch nicht gelten lassen; ich habe sowieso den Eindruck, dass in viele der in diesem Magazin "kritisierten" Platten nur kurz reingehört wird, so lange, bis das Booklet durchgeblättert ist. Aber was auf der einen Seite so kritisiert wird, wird bei einer anderen CD "subtil" genannt und hat dann wieder eine positive Wertigkeit...
Die Bonus-CD (als Muss für Fans) ist meiner Ansicht nach die zwei oder drei Euro mehr durchaus wert, vor allem weil die "Bandversionen" von "Genug ist Genug" und "Nachtzug" wirklich eigenständige Versionen sind, nicht bloss der Abklatsch der akkustischen Version mit ein wenig mehr Bumbum im Hintergrund...
Tja, eigentlich habe ich nur noch einen Wunsch: von dieser Musik mehr im Radio!
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