Senait, das Kind das von ihrer Mutter im Koffer ausgesetzt wurde, ist inzwischen erwachsen. Nun will sie alles von ihrer Familie wissen, was ihr als Kind nicht gegönnt war. Also kehrt sie nach Afrika zurück.
Doch schon die Einreise wird aufgrund des Krieges, der in Eritrea geherrscht hat, schwierig. In Afrika besucht sie die Orte, die ihr viel bedeuten und an denen sie hofft, etwas über ihre Wurzeln zu erfahren. So besucht sie die beiden Heime, in denen sie ihre ersten Jahre verbracht hat. Doch gleich im ersten Heim stößt sie auf Verschlossenheit. Als sie ihre Familie besucht, wird sie freundlich empfangen, doch auch hier will keiner über die ganze Wahrheit sprechen. Nur ein Teil kommt ans Licht: Senait hat einen älteren Bruder vom gleichem Vater und gleicher Mutter.
Ihre Zeit in Afrika ist zu Ende, doch schon nach ein paar Monaten in Deutschland kehrt sie wieder zurück, um ihren leiblichen Bruder endlich kennen zu lernen. Beide haben eine schreckliche Vergangenheit, doch Luul, ihr Bruder, schafft es dennoch, über sich selbst zu lachen. Beide können mit dem jeweils anderen mitfühlen. Von ihrem Bruder werden auch die "schwarzen Löcher" in ihrer Vergangenheit "gestopft". Senait hilft ihrem Bruder, wo sie kann, auch dabei, seine Verlobte zu gewinnen. Denn ein Mann muss bestimmte Dinge mit in die Ehe mitbringen, sonst erlauben die Verwandten die Frau nicht zu heiraten. Doch Senait und Luul müssen auch einen Schicksalsschlag überstehen, als ihre Großmutter Sifan stirbt.
Auch der zweite Teil im Leben von Senait Mehari ist ein Abenteuer mit Höhen und Tiefen. Wieder schafft sie es, die Leute in den Bann ihrer Erzählung über ihr Leben zu ziehen.