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Produktinformation
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Geboren wurde Waris in der Wüste Afrikas, zog mit ihrer Familie, einem Nomadenstamm, von Wasserstelle zu Wasserstelle, ständig im Kampf ums tägliche Überleben. Sie hütete die Tiere, und der erste grausame Einschnitt in ihre Welt der Kindheit war ihre Beschneidung mit fünf Jahren. Mit vierzehn wollte sie ihr Vater dazu zwingen, einen viel älteren Mann zu heiraten. Waris rebelliert und sieht keine andere Möglichkeit, als wegzulaufen, um ihrem Schicksal zu entkommen. Sie flieht in die Hauptstadt Mogadischu und bekommt die Chance, als Dienstmädchen mit dem somalischen Botschafter, einem Verwandten ihrer Mutter, nach London zu reisen.
Mit welcher Schlitzohrigkeit es Waris gelingt, nachdem ihr Onkel wieder zurück nach Somalia berufen wird, in London zu bleiben, sich ihr Überleben zu sichern, sogar britische Bürgerin zu werden, liest sich überaus amüsant. Ein Fotograf, der sie entdeckt hat, bekniet sie tatsächlich zwei Jahre lang, Aufnahmen von ihr machen zu dürfen.
Sie hat es ihrer ungeheuren Zähigkeit zu verdanken, die sie schon früh als Nomadenmädchen erlernt hat, daß sie mittlerweile zu den Topmodels der Modebranche gehört. Seit einiger Zeit setzt sie sich vehement als UNO-Sonderbotschafterin gegen die Genitalverstümmelung von Frauen ein, die sie selbst schmerzvoll erlitt. --Manuela Haselberger
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Warum nur wird dieses Buch immer so einseitig gesehen?,
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Gebundene Ausgabe)
Es ist das ärgerliche an dieser Erzählung, Autobiographie, dass sie immer nur auf das eine Thema, Genitalverstümmelung, reduziert wird. Dabei bietet dieses Buch viel mehr als nur das.Es ist eine Geschichte vom Leben in zwei Welten. Der Unterschied könnte nicht deutlicher sein. Auf der einen Seite das Leben in der dritten Welt, in einem der ärmsten Länder der Welt. Auf der anderen Seite das Geld, der Ruhm eines Top-Modells. Dazu ist das ganze gewürzt mit sehr viel Humor. Selbst bei tragischen Momenten kann man mit der Frau lachen. Die Betonung liegt dabei auf mit. Selbst wenn es ihr schlecht geht, selbst wenn sie nicht weiter weiß, selbst wenn sie betrogen wird, selbst dann findet sie etwas worüber sie sich freuen und worüber sie lachen kann. Und sie hält uns den Spiegel vor. Sie kann es auch, weil sie eben nicht aus der "westlichen Welt" kommt, kann sie es. Wer das Buch liest wird über vieles anders denken, bei vielem nachdenklich werden, über sich selbst nachdenken können. Und am Ende wird man wütend sein, weil vielen Frauen auf der Welt die Chance genommen wird ein runum erfülltes Leben zu führen. Aber auch hier ist ein positiver Ansatz von Waris Dirie zu finden, es gibt Frauen, die sich wehren und es werden immer mehr. Das buch ist ungewöhnlich im Erzählstil. Waris Dirie nmmt sich die Freigheit und springt im Erzählfaden mal zeitlich nach vorn, mal wieder weit zurück. Trotzdem verliert man nie das Verständnis, warum etwas an einer Stelle passiert. Man hat den eindruck, es sitzt einem eine Freundin gegenüber, die einem etwas aus ihrem Leben erzählt. Das macht einen Teil des Reizes dieses Buches aus. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach unglaublich,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Taschenbuch)
Als ich dieses Buch las, habe ich teilweise geweint und gelacht. Das, was den vielen Mädchen auf dieser Welt angetan wird, ist so schrecklich, dass ich es kaum begreifen kann. Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, wäre ich am liebsten gleich selbst losgezogen, um den armen Mädchen zu helfen und den Männern Verstand einzubleuen. Ich beneide Waris Dirie darum, dass sie es, nach den ganzen Qualen, die sie durchlebt hat, fertig- brachte, so offen über alles zu schreiben, um der Welt mitzuteilen, was da draußen geschieht. Außerdem ist sie eine hervorragende Schriftstellerin. Sie beschreibt ihre darmalige Naivität mit soviel Humor, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Obwohl es schlimme Stellen enthält, bin ich der Meinung, dass jeder es lesen sollte. Jeder sollte erfahren welche Gräultaten auf der Welt verübt werden.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erschütternd und ergreifend!!!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Taschenbuch)
Waris Dieris "Wüstenblume" habe ich gelesen und konnte es kaum noch aus der Hand legen. Es beschreibt ohne Umschweife die grausamen Qualen, die manche Mädchen - wie Waris Dirie - schon im Alter von fünf Jahren bei der Beschneidung erleben müssen. Auch die Folgen, die eine Beschneidung mit sich bringt, schildert Waris Dirie unverfälscht. Dieses Buch hat mich schwer getroffen; auch weil ich bisher kaum etwas über die Beschneidung von Mädchen/Frauen gehört habe. Doch es hat mich nicht nur erschüttert, es hat mich wütend gemacht, empört, traurig gestimmt... Auch als ich die letzte Seite des Buches zuklappte, vergass ich es nicht und die Ereignisse spuken mir bis heute im Kopf herum. Zu der Beschneidung kam schließlich noch das traurige Schicksal von Waris hinzu und die schrecklichen Ereignisse ( Schicksalsschläge), mit denen Waris Dirie zu kämpfen hatte. Schließlich wurde sie TOP-Model und inzwischen ist sie an dem Kampf gegen die Genitalverstümmelung als UNO-Sonderbotschafterin beteilgt. Für mich ist Waris Darie eine starke außergewöhnliche Frau und ich bewundere sie für den Mut, den sie aufbringt und mitunter aufbrachte, dieses Buch zu schreiben. Deswegen kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen, es geht ans Herz und es fehlen einem teilweise die Worte...... "Dann aber deklarierte mich der Mann als seinen Besitz, raubte mir meine Kraft und ließ mich als Krüppel zurück. Meine Weiblichkeit wurde mir gestohlen. Wenn Gott die Teile meines Körpers, die mir heute fehlen, nicht gewollte hätte, warum hat er sie dann erschaffen?" (aus Waris Diries "Wüstenblume")
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