Grundsätzlich ist das Buch nicht schlecht, schon nur weil es weit und breit nichts Besseres gibt. Was aber nicht allzu viel heisst: Da wird beispielsweise eine Methode erklärt, wie man ev. in der Wüste Wasser finden kann, mit dem Hinweis, dass es aber dann wohl nicht funktioniert, das selbe auch noch mit der Kaktus-Methode, die offenbar auch nicht funktioniert. Wer schon mal einen Wüsten-Kaktus gesehen hat, kommt auch kaum auf die Idee, dass da Wasser drinn sein könnte.
Trotzdem sind Informationen und Tabellen (wie Überlebensdauer bei gegebenem Wasservorrat und Temperatur) wirklich interessant, aber mässig nützlich, wenn's drauf an kommt. Alleine mit diesem Buch wird man sicher nicht zum Wüstenfuchs.
Im ganzen Buch finde ich nirgends einen Hinweis auf ein Kamel. Soviel zum Thema "Basiswissen".
Navigation, GPS fehlen völlig, zudem ist das Buch auf die Wüsten des amerikanischen Südwestens ausgelegt, was sich besonders im Kapitel über Tiere und Pflanzen äussert.
Es ist eher ein Buch für Leute, die für 1 bis 3 Tage durch eine sehr kleine und überblickbare Einöde marschieren oder fahren wollen.
Ich würde darum das Buch nur jenen Leuten empfehlen, die noch wenig Ahnung von Wüsten haben, falsche Vorstellungen haben und unbedingt mal auf einer einigermassen fahrbaren Piste unterwegs sein wollen. Wer aber damit ernsthaft in die Sahara will, mit Kamel oder Offroad-Fahrzeug, kriegt wahrscheinlich mit wie ohne Buch gleichviel Probleme.