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Würgegriff und Mordschlag: Die Fecht- und Ringlehre des Hans Czynner (1538)
 
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Würgegriff und Mordschlag: Die Fecht- und Ringlehre des Hans Czynner (1538) [Gebundene Ausgabe]

Johannes Gießauf , Ute Bergner
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 69,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Würgegriff und Mordschlag: Die Fecht- und Ringlehre des Hans Czynner (1538) + Lebendige Schwertkunst: Bloßfechten mit dem Schwert und der Feder + Schwertkampf: Der Kampf mit dem langen Schwert nach der deutschen Schule
Preis für alle drei: EUR 138,70

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Akademische Druck- und Verlagsanstalt; Auflage: 1 (Mai 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3201018554
  • ISBN-13: 978-3201018555
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 542.097 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Hans Czynner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Fechtlehre des Passauers Hans Czynner kann als ein Musterbeispiel für diese im Spätmittelalter populäre Gattung der Gebrauchsprosa gelten. Die 1538 verfasste, in keiner weiteren Abschrift tradierte Handschrift darf als Handexemplar des Verfassers, eventuell auch als praxisorientiertes Lehrbuch für Schüler im beliebten Schaukampf dieser Zeit verstanden werden. Im ersten Teil präsentiert Czynner Anleitungen zum Kampf mit dem kurzen Schwert, mit dem Dolch (Degen) sowie zum Ringkampf, die in der Tradition des Johann Liechtenauer (14. Jh.) stehen, aber eine offensichtlich eigenständige Weiterentwicklung des Verfassers darstellen. Er widmet dabei jeder Angriffs- bzw. dazugehörigen Verteidigungstechnik, die jeweils auch durch eine lavierte Federzeichnung illustriert wird, eine eigene Seite. Die insgesamt 94 Illustrationen geben einen lebendigen und eindrucksvollen Einblick in die Kampfkunst des frühen 16. Jh.s. Der zweite Teil der Handschrift beschränkt sich auf Teilabschriften älterer deutschsprachiger Fechtlehren des Juden Lew und des Martin Hundtfeld. Diese nicht illustrierten Passagen behandeln den Kampf »zu Ross mit ritterlicher Wehr«, die »Kunst des Fechtens im Harnisch«, den Kampf mit dem kurzen Schwert sowie einige Übungen zum Kampf mit dem Puckler, einer speziellen Schildform dieser Zeit. Zusätzlich zur Reproduktion des Originals bietet die vorliegende Publikation eine textkritische Edition der Handschrift, zu deren leichterem Verständnis ein angefügtes Glossar beitragen soll. Ein einleitender Kommentar bringt nicht nur eine umfangreiche kodikologische Analyse der Handschrift, sondern soll auch die Typologie der deutschsprachigen Fechtlehren sowie die Bedeutung dieser Handschriftengattung verständlich machen.

Über den Autor

Johannes Gießauf, Assistenzprofessor am Institut für Geschichte der Universität Graz, Mitglied des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn man die Wörter "Kampfsport" oder "Kampfkunst" hört, denken die meisten spontan an Karate, Kung Fu oder eine andere fernöstliche Disziplin. Doch nicht nur im fernen Asien wurde gekämpft sondern auch in Europa war die kriegerische Auseinandersetzung der Ursprung zahlreicher Kampfkünste, die heutzutage jedoch bei Weitem nicht so verbreitet oder bekannt sind, wie ihre Gegenstücke aus Asien. Zahlreiche Fechtmeister haben schließlich ihre Erfahrungen und Techniken niedergeschrieben und mit Bildern, die vom Aufwand her manchmal schon kunstvolle Gemälde sind, veranschaulicht. Hans Czynner war einer von ihnen und sein Nachlass war eine faszinierende und umfangreiche Fechthandschrift, die bislang in der Universitätsbibliothek Graz schlummerte. Ute Bergner und Johannes Giessauf sind die Herausgeber von "Würgegriff und Mordschlag", um Czynners Fechthandschrift für jeden zugänglich zu machen.

Das Buch teilt sich in drei große Teile. Im ersten Teil geht es um das Originalmanuskript von Hans Czynner. Hier erfährt man alles Wissenswerte über die Handschrift, angefangen vom Beschreibstoff, über Vorbesitzgeschichte bis hin zu Inhalt und Struktur. Dieser Teil ist in aller Ausführlichkeit gehalten und geht mit wissenschaftlicher Genauigkeit ans Werk. Für Kampfsportler ist natürlich der genaue Inhalt der Fechtlehre wichtig. Czynner schreibt zu folgenden Bereichen: recht umfangreich zu Schwertfechten im Harnisch, Dolchfechten im Harnisch, Ringkampf; eher knapper und kürzer zum Rossfechten, Fußkampf im Harnisch und Bucklerfechten. Es sind hierbei interessante Parallelen zu anderen Fechtmeistern feststellbar, die von den Herausgebern aufgezeigt werden. Das bemerkenswerte bei Czynners Fechtlehre ist im meinen Augen, dass er zu vielen Stücken auch einen "pruch" und meist sogar auch einen "wyderpruch" darlegt, also einen Konter gegen eine Technik und einen Konter gegen den Konter. Dies ist bei anderen Fechthandschriften eher selten der Fall.

Der zweite Teil ist der Bildteil und bildet den Kern des Buches. Hier werden alle Seiten der Originalhandschrift als abfotokopierte Bilder dargestellt. Traditionell ist auf jeder Seite eine Technik zu finden, bei der man die Originalhandschrift von Czynner bewundern (und lesen) kann. Ebenso sind unter dem Beschreibungstext die Personenzeichnungen zu finden, die zur Unterstützung des Textes gemalt worden sind. Auf diesen Seiten mit den Abbildungen sind von den Herausgebern keinerlei Anmerkungen, Veränderungen oder dergleichen gemacht worden, man hat also das angenehme Gefühl, durch die tatsächliche Fechthandschrift zu blättern.

Im dritten und letzten Teil schlägt die Moderne wieder zu und präsentiert eine Transkription der Handschrift, um den Inhalt besser lesen und nachvollziehen zu können. Die hierfür angewandten Richtlinien werden zuvor dargelegt und abgeschlossen wird dieser Teil mit einem Glossar und einer Bibliographie (Anmerkung: bei der Seitenangabe im Inhaltsverzeichnis beim Punkt Glossar hat sich ein Fehler eingeschlichen: hier ist Seite 299 richtig, nicht wie angegeben 209).

Fazit:

Alles in Allem bin ich von dem Werk restlos begeistert. Es ist eine hochwertige, gebundene Ausgabe, die nicht nur die Fechthandschrift beinhaltet, sondern auch das "drum herum" berücksichtigt und erläutert. Dank der Transkription und den Bildern ist ein Lernen und lehren hieraus ebenfalls möglich. Für alle Interessierte an europäischen historischen Kampfkünsten ein unverzichtbares Werk und eine wirkliche Empfehlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Schon zur Zeit seiner Erstellung war dieses Machwerk des Hans Czynner nicht dafür gedacht, diese Kampfkunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Daran hat sich wohl auch nichts geändert. Es bedarf fundierter Grundkenntisse die Lektionen und Merkferse wieder in eine "lebendige" Kampfkunst zu transferieren, wobei ein guter Anteil immer Spekulation bleiben wird, denn trotz eines guten Leitfadens der "CO-Autoren", wie das Original zu verstehen und umzusetzten ist, sind die Darstellungen und Beschreibungen auf das Verständnis mittelalterlicher Zeitgenossen ausgerichtet. So bleibt einem Interessierten aus der Moderne immer noch ein sehr weites Feld für Interpretationen.
Dass das Transkript in Mittelhochdeutsch verfasst ist, erschwert die Angelegenheit zusätzlich.
Trotzdem bleibt diese Auflage für den ernsthaft interessierten Kampfsportler (oder sollte ich Kampfkünstler sagen...?) ein beispielloses Machwerk, das die Möglichkeit eröffnet, im Selbststudium der Kunst und dem Gedankengut der altforderen Meister näher zu treten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Baldur
Format:Gebundene Ausgabe
Bei "Würgegriff und Mordschlag" handelt es sich meiner Meinung nach um ein hervorragendes Fechtbuch, dessen Fokus auf dem Fechten und Ringen im Harnisch liegt.
Die Zeichnungen und Texte sind - bis auf sehr wenige Ausnahmen - sehr ausführlich und gut verständlich dargestellt. So wird z.B. bei jeder Beschreibung einer Technik angegeben, welcher Zeitpunkt im Bild dargestellt ist. Durch die gute und anschauliche Darstellung ist "Würgegriff und Mordschlag" ein Buch, das (auch) für einen Einstieg in die Rekonstruktion sehr gut geeignet ist. Anfangs ist die Bezeichnung der Folios (1r,1v,2r,2v,...)vielleicht etwas verwirrend, doch der Aufbau und die Bezeichnungen sind im Einleitungsteil anschaulich dargestellt. Wenn man also den Einleitungsteil liest, hat man damit keine Probleme.
Fazit: Ein hervorragends Buch, das ich jedem, der sich für das Harnischfechten interessiert, ans Herz legen kann.
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