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32 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Wenn nicht Weiss, dann eben Schwarz, 10. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Wölfin unter Wölfen. Warum Männer ohne Frauen Fehler machen (Taschenbuch)
Von einer so belesenen und intelligenten Frau wie Frau Höhler hätte ich Differenzierteres erwartet. Hier die Männer, da die Frauen, hier die Vernunft, da das Gefühl. Himmerdonnerwetternocheinmal, so einfach ist die Welt doch nicht. Frau Höhler predigt immer wieder das Ende der Legenden und schafft permanent neue. Woiher die kommen, verrät sie und jedoch nicht, denn eine Literaturliste fehlt, was ich für eine Professorin unverzeihlich finde. Die Leser sollen gefälligst mit dem vorlieb nehmen, was ihnen Frau Professor vorsetzt. Allerdings versieht sie selbst die dümmlichste Clip-Art-Folie mit einem Copyright Vermerk, kupfert aber dreist und massig von allen andern ab. Da vergeht mir die Lust weitere Bücher der immer lächelnden Beraterin zu lesen. Lieber kaufe ich mir eben zwei, drei Originale von Autoren ohne Kultstatus.
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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Es fehlt die Substanz, 21. August 2000
Von Ein Kunde
Von Frau Prof. Höhler sagt man, dass sie Erfahrungen in Top-Etagen gesammelt hat; in das Buch sind die nicht eingeflossen. Es trägt dem Unterschied zwischen Führungskräften, die den langen Selektionsprozess bis zum Top-Manager durchlaufen haben und jenen, die sich lieber führen ließen und gar nicht erst durchgestartet haben, nicht Rechnung. In diesem Buch hat sich Gertrud Höhler Gegensätze ausgedacht, für die sie Null Evidenz vorweisen kann; sie drischt dann auf die erfundenen Gegensätze ein und macht schließlich einen Vorschlag zur Versöhnung. Nach diesem Strickmuster produziert die Frau Professor kitschige Clichés am laufenden Band. Beispiele lesen sich wie folgt: "Der Mann expansiv, high-risk gambler, von ständiger Unruhe getrieben, Unbestimmtheitssuche...Tunnelblick (S. 26). Männer beim Karrieresprung: Der Zwerg wirft den Schatten eines Riesen - und hat den Job (S. 143) Die Frau safe investor, bergend, gestreute Aufmerksamkeit...., störanfällig" (S. 26). Der Klappentext kündigt an: "Mixed Leadership heißt die befreiende Formel"; im Kapitel "Gemeinsam Siegen" (S. 278) schreibt Frau Höhler: "Nicht die Stunde der Frauen schlägt, sondern das Zeitalter des gemischten Teams wird eingeläutet. Während Männer davon träumen, sich den Weg freizuschießen, zerstreuen Frauen den Feind durch widersprüchliche Signale..." Da bricht der Kitsch vollends durch. Zu diesem Thema hätte Frau Höhler wenigstens ein paar seriöse Seiten liefern und den Leser für die fehlende Substanz entschädigen können. Interessante Forschungsarbeiten gibt es genug zu diesem Thema. So hat der Harvard Professor R. Hackman (1994) mit Jutta Allmendinger von der Universität München untersucht, wie die Einbindung der Frauen in Symphonie Orchester funktioniert. Die Ergebnisse von 78 Orchestern in USA, Großbritannien, Ost- und Westdeutschland belegen, dass bis zu einem Frauenanteil von 34 % die Qualität der Arbeitsbeziehungen sinkt, die Arbeitszufriedenheit abnimmt und die Stabilität des Orchesters leidet. Erst ab einem Frauenanteil von über 36 % kommt es zur Trendumkehr. Diese Fakten entziehen allen Spekulationen der Art, wie sie Frau Höhler anstellt, den Boden. Warum macht sich Frau Professor Höhler nicht die Mühe, interessante Forschungsarbeiten zu berichten, anstatt den Leser mit kitschigen Clichés abzuspeisen? Glaubt sie, dass man heute noch Managementberatung mit glamourösen Sprechblasen und Clichés betreiben kann? Oder mit miserabler Psychologie? Dieses Buch mutet an wie Medizinbücher, bevor der Blutkreislauf entdeckt wurde: Zu primitiv.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Dieses Buch hätte einen netten, leichten Vortrag abgegeben..., 3. Januar 2009
... unterhaltsam, ein wenig seicht. Dauer: so zirka eine Dreiviertelstunde und natürlich hübsch garniert mit Flipchart- oder Power Point Präsentationen. Als Fachbuch für Manager ist es viel zu wenig fundiert (es fehlen Hinweise auf wissenschaftliche Studien und das Schlagwortregister am Ende ist äußerst dürftig). Teilweise sind die im Buch enthaltenen Behauptungen überholt (Multitasking fällt Frauen genau so schwer wie Männern, was wissenschaftliche Tests inzwischen ergaben) und teilweise zementiert das Buch alte Vorurteile über Frauen und Männer auch noch. Da nutzt es auch wenig, wenn sich die Autorin über abgehalfterte Manager amüsiert, die verzweifelt neue Aufgaben und gesellschaftliche Anerkennung suchen. Die interessantesten Stellen in dem Buch sind noch die, in denen die Autorin über ihre eigenen Erfahrungen in Konzernen berichtet. Leider bringt sie nur ganze zwei Beispiele. Auch hat sie erkannt, dass die Arbeitswelt und die Gesellschaft nach wie vor familien- und kinderfeindlich sind. Darum werden immer weniger Kinder geboren. Seit Jahrzehnten wird aus den Medien berichtet, ohne dass sich ein konkreter Lösungsweg für dieses Problem abzeichnet, dessen wahre Grundlage darin liegt, dass das Aufziehen von Schweinen das Bruttosozialprodukt steigert, das Großziehen von eigenen Kindern aber nicht darin auftaucht. Frau Höhler fällt aber leider auch nicht viel Neues dazu ein. Insgesamt lautet mein Fazit: Schade, ich hätte mir mehr erwartet...
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