Bösartiges Fabelwesen Wolf? Von wegen! Ob nun als Werwolf und Begleiter des Vampirs Dracula in der fantastischen Literatur oder als Vertilger der Großmutter im Märchen – Isegrim ist in der Vorstellungswelt der Menschen nicht wirklich gut beleumundet. Dabei ist längst erwiesen, dass der Wolf bei Weitem nicht die bösartige Kreatur der Sagen und Legenden ist, sondern einfach ein intelligentes Raubtier, das die menschliche Nähe zumeist scheut. Mit »Wölfen auf der Spur« ist jetzt im Mariposa Verlag ein Buch erschienen, in dem insgesamt 21 Autoren den Spuren dieses Jägers in fiktionalen Geschichten nachspüren, nicht ohne dabei auch der mythischen Fährte zu folgen. Herausgegeben wurde der Band von der Wetzlarerin Elli H. Radinger, die seit 1983 als Fachjournalistin für Natur- und Tierzeitschriften schreibt und sich besonders den Wölfen verbunden fühlt. Mit dem »Wolf Magazin« gibt die studierte Rechtsanwältin, die sich in Sachen Isegrim auch im amerikanischen Yellowstone-Park ehrenamtlich engagiert, zudem ihr eigenes Magazin zum Thema heraus. Mit ihrem neuen Buch, das sie im Rahmen einer »Wolfsnacht «am Freitag (26.November) ab 20 Uhr in der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar vorstellt, ist es der Journalistin gelungen, einen Band zusammenzustellen, der vielfältige und ganz unterschiedliche Perspektiven auf den Wolf in sich vereint. Das liegt daran, dass sich die Autoren in »Wölfen auf der Spur« ihrem Sujet aus verschiedenen Blickwinkeln nähern. Mal erscheint der Jäger als Beschützer wie in Martina Bethe-Hartwigs Erzählung »Oldrin«, mal als Begleiter des Menschen – so in Mark Staats »Der gemeinsame Weg« –, mal als mythische Figur, die in Tanya Carpenters »Die Suche« den rechten Weg weist. Der große Verdienst der Geschichten dieses Bandes ist es, durch die Multiperspektivität zum Nachdenken über verbreitete stereotypisierte und eindimensionale Wolfsbilder anzuregen. Mit dem Klischee des bösartigen Fabelwesens wird aufgeräumt und dem Wolf eine deutlich bessere Lobby als bisher verschafft – ohne ihn dabei jedoch zum Schoßhund zu stilisieren. Was darüber hinaus besonders Spaß macht, ist die Vielfalt der literarischen Formen, die sich in dem Sammelband vereinen. Denn es finden sich auch Gedichte neben den Kurzgeschichten, die zudem aus unterschiedlichen Sichtweisen geschrieben sind, und dabei sowohl die Position des Wolfes als auch die der Menschen einnehmen. Diese Vielfalt der Formen macht den Band, der über weite Strecken von Winterlandschaften beherrscht ist, auch literarisch zu einem Kleinod, das stimmungstechnisch rstklassig zu winterlichen Sonntagnachmittagen bei Kerzenschein und Tee passt. Kurzum: Radingers Band macht wirklich Laune. Und es ist verdienstvoll, dass er dabei Sympathien für ein schützenswertes Tier weckt, denn das ist die Voraussetzung für effektiven Tierschutz. Stephan Scholz --Giessener Allgemeine Zeitung, Mittelhessen, November 24, 2010
Bösartiges Fabelwesen Wolf? Von wegen! Ob nun als Werwolf und Begleiter des Vampirs Dracula in der fantastischen Literatur oder als Vertilger der Großmutter im Märchen – Isegrim ist in der Vorstellungswelt der Menschen nicht wirklich gut beleumundet. Dabei ist längst erwiesen, dass der Wolf bei Weitem nicht die bösartige Kreatur der Sagen und Legenden ist, sondern einfach ein intelligentes Raubtier, das die menschliche Nähe zumeist scheut. Mit »Wölfen auf der Spur« ist jetzt im Mariposa Verlag ein Buch erschienen, in dem insgesamt 21 Autoren den Spuren dieses Jägers in fiktionalen Geschichten nachspüren, nicht ohne dabei auch der mythischen Fährte zu folgen. Herausgegeben wurde der Band von der Wetzlarerin Elli H. Radinger, die seit 1983 als Fachjournalistin für Natur- und Tierzeitschriften schreibt und sich besonders den Wölfen verbunden fühlt. … Es ist der Journalistin gelungen, einen Band zusammenzustellen, der vielfältige und ganz unterschiedliche Perspektiven auf den Wolf in sich vereint. Das liegt daran, dass sich die Autoren in ihrem Sujet aus verschiedenen Blickwinkeln nähern. Mal erscheint der Jäger als Beschützer wie in Martina Bethe-Hartwigs Erzählung »Oldrin«, mal als Begleiter des Menschen – so in Mark Staats »Der gemeinsame Weg« –, mal als mythische Figur, die in Tanya Carpenters »Die Suche« den rechten Weg weist. Der große Verdienst dieses Bandes ist es, durch die Multiperspektivität zum Nachdenken über verbreitete stereotypisierte und eindimensionale Wolfsbilder anzuregen. Mit dem Klischee des bösartigen Fabelwesens wird aufgeräumt und dem Wolf eine deutlich bessere Lobby als bisher verschafft – ohne ihn dabei jedoch zum Schoßhund zu stilisieren. Was darüber hinaus besonders Spaß macht, ist die Vielfalt der literarischen Formen, die sich in dem Sammelband vereinen. Sie macht den Band, der über weite Strecken von Winterlandschaften beherrscht ist, zu einem Kleinod, das stimmungstechnisch erstklassig zu winterlichen Sonntagnachmittagen bei Kerzenschein und Tee passt. Und es ist verdienstvoll, dass das Buch dabei Sympathien für ein schützenswertes Tier weckt, denn das ist die Voraussetzung für effektiven Tierschutz. --Giessener Allgemeine Zeitung, November 24, 2010
Die Magie der Wölfe: Wenn eine bekannte Fachfrau wie Elli H. Radinger ein Buch herausgibt, das sich literarisch um den Wolf dreht, ist eines bereits im Vorfeld klar: Es wird darin mit Sicherheit kein unrealistisches Isegrim-Bild gezeichnet. Und richtig, die 21 hier schreibenden Autorinnen und Autoren begeben sich in dieser Neuerscheinung niemals verkitschend auf die Spur des Wolfes. Der Leser bekommt stattdessen wissenschaftlich Fundiertes sehr unterhaltsam dargeboten. Das 133 Seiten umfassende Buch enthält insgesamt 24 Geschichten und Gedichte, die jeden Wolfsfan begeistern dürften. Sein einziger Makel: die fehlende Illustration. Dafür entstehen stimmungsvolle Bilder im Kopf des Lesers – und zwar von den ersten Zeilen an, die in der Geschichte „Der Wolf im Odertal“ von Sandra Schulten so lauten: „Ken saß am Fenster seines Hauses und schaute nach draußen. Im Haus war es warm, die Scheiben ...“ Doch lesen Sie selbst! Die erschwingliche Anthologie ist ein idealer Begleiter für verregnete Nachmittage auf dem Sofa, aber auch ein „heißer“ Weihnachtstipp. Herausgeberin Elli H. Radinger, Chefredakteurin des Wolf Magazins, befasst sich seit vielen Jahren mit Wölfen und engagiert sich ehrenamtlich u.a. für ein Wolfsprojekt in den USA. Mehr zu ihr und ihrer Arbeit unter elli-radinger.de und yellowstone-wolf.de. (Geschrieben von Susanne Kerl) --Der Hund online, Ausgabe Nr. 10/2011
21 Autorinnen und Autoren sind dem Ruf der Wölfe gefolgt und haben sich auf ihre geheimnisvollen, urtümlichen, wilden oder magischen Spuren begeben. Daraus sind 24 spannende und ungewöhnliche Geschichten und Gedichte entstanden. Die Herausgeberin und Chefredakteurin des Wolf Magazins, hat bei der Auswahl besonderen Wert auf eine authentische Darstellung der Wölfe gelegt, die dem aktuellen wissenschaftlichen Standard entspricht: Die Autorinnen und Autoren haben großartig recherchiert. Viele von ihnen zeigen Wölfe in einem völlig neuen Licht. Die Auswahl der Geschichten hat mir großen Spaß gemacht, und ich hoffe, dass die Leser ebensolche Freude am Buch haben werden. (Elli H. Radinger, Hrsg.)