„Der Mensch ist des Menschen Wolf.“ Diesen Satz des englischen Philosophen Thomas Hobbes aus dem 17. Jahrhunderts hätten dessen Landsleute auch schon einhundert Jahre zuvor unterschreiben können. Diesen Eindruck jedenfalls gewinnen Leserinnen und Leser von Hilary Mantels grandiosem Geschichtsepos
Wölfe auf fast jeder Seite.
Wölfe spielt im England des Jahres 1520. Heinrich VIII. ist durch seine vom ganzen katholischen Europa abgelehnten Scheidungsabsichten stark geschwächt. Das ist der historische Hintergrund, vor dem die Gegenspieler Thomas Cromwell und Thomas Morus ihren Auftritt haben. Als Ratgeber des Königs sieht sich Cromwell am Ziel seiner ehrgeizigen Träume. Fein spinnt er ein Netz aus Intrigen und Abhängigkeiten, um seine Macht beständig auszubauen. Ihm gegenüber tritt Morus, der Autor von Utopia, der dem Papst die Treue hält und der Ehe Heinrichs mit Anne Boleyn nicht dulden will. Bei Mantel aber ist er keineswegs der Gute, der für seine Prinzipien sein Leben lassen muss, sondern entpuppt sich durchaus als zwielichtiger, da einer alten, tyrannischen Ordnung verhafteter Charakter. Und Chromwell, der vermeintlich Böse, ist nicht weniger schillernd angelegt...
Für Wölfe hat Mantel 2009 den renommierten Booker-Preis erhalten, und das aus gutem Grund. Denn ihr Buch macht nicht mehr und nicht weniger, als das Genre des historischen Romans von unten nach oben, von innen nach außen umzukrempeln. Wölfe ist keiner jener geschichtsbeladenen Romane, denen Rezensenten bestenfalls attestieren können, gut recherchiert und somit ohne größere Fehler konstruiert zu sein. Wölfe ist einer von jenen historischen Epen, die eine neue, gewagte Sicht auf die Weltgeschichte werfen und gleichzeitig mit einer derartigen epischen Wucht daherkommen, dass man jeden Satz, jedes Wort in sich aufsaugen mag. -- Isa Gerck
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Gebundene Ausgabe
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"Ein preisgekröntes Meisterwerk ( ). Eine Sensation ( ). Hilary Mantel schreibt schnörkellos, präzise und findet immer wieder überraschend poetische Bilder." (BRIGITTE)
"Zum Verschlingen!" (COSMOPOLITAN)
"Ein literarischer Leckerbissen für alle Liebhaber historischer Romane." (NDR Kultur ( Buch der Woche ))
"Wölfe macht die Welt Heinrich des VIII. begehbar!" (DIE WELT)
"Der gewöhnliche historische Roman verhunzt sowohl die Geschichte, als auch die Literatur. In Wölfe haben beide einen Festtag. (...) Hilary Mantel, die viel Gepriesene, hat ein Teilreich der Literatur erneuert: den historischen Roman." (FAS)
"Ein Porträt von Mensch und Zeit (...) als bedrängend empfundene Gegenwart, die in jedem Moment nach Aufmerksamkeit verlangt, nach Misstrauen, nicht zuletzt auch nach weitblickenden Zielvorstellungen über das Dunkel des erlebten Moments hinaus. Und ihre klaren Sätze ohne historisierenden Zierrat, von Christine Trabant in ein genauso klares Deutsch übertragen, verstärken diese Wirkung noch." (NZZ)
"Die Wölfe sind anders, besser, aufregend, aufwühlend, und sie rufen nach einer Fortsetzung." (WAZ)
"Wölfe unterstreicht, dass literarische Meisterwerke auch vor historischer Kulisse funktionieren (...) große Kunst - ein Highlight des Bücherherbstes." (BUCHJOURNAL)
"Mantels historischer Wälzer ist anders, besser" (KULTURSPIEGEL)
"Fein gewebt aus Anspielungen, Verweisen sowie einer subtilen Psychologie ist diese Geschichte von Verführung, Verrat und gewaltsamen Tod ein spannender Roman, der vorzüglich amüsiert und gleichzeitig aufs Schönste bildet." (DEUTSCHLANDRADIO KULTUR)
"Überall lauscht man gebannt Dialogen, die gefährlich, intim, böse witzig, elegant modern, pointiert sind ( ) ein brillanter historischer Roman, eher ein sinnliches Denk- als ein Lehrstück über Macht und Vergeblichkeit. 760 Seiten im Präsens geschrieben - nicht nur das macht seine Gegenwärtigkeit aus." (FRANKFURTER RUNDSCHAU)
" Ein Meisterwerk des historischen Romans." (TAGESANZEIGER)
"Ein atemberaubend intelligent geschriebenes Historienpanorama." (Sigrid Löffler (Kulturradio-Tipps RBB))
"Ein wunderbares Stück historischer Literatur." (KÖLNER STADTANZEIGER)
"ein Werk von shakespearescher Größe und Wucht, und zugleich ein durch und durch moderner Roman" (BERLINER ZEITUNG)
"Ein exquisites Beispiel von Erzählkunst" (BUCHKULTUR)
"Sie nähert sich der modernen, geistreichen und blutrünstigen englischen Renaissance im besten Stile eines packenden, seriösen historischen Romans mit höchstem literarischem Anspruch." (ABENDZEITUNG)
"Hieb- und stichfest ausgedacht und doch voll schauriger Anklänge, stellenweise auch sehr witzig sobald der Leser dieses 780-Seiten-Buch fertig gelesen hat, will er mehr." (The Guardian)intelligent geschriebenes Historienpanorama." (Sigrid Löffler (Kulturradio-Tipps RBB))
"Ein wunderbares Stück historischer Literatur." (KÖLNER STADTANZEIGER)
"ein Werk von shakespearescher Größe und Wucht, und zugleich ein durch und durch moderner Roman" (BERLINER ZEITUNG)
"Ein exquisites Beispiel von Erzählkunst" (BUCHKULTUR)
"Sie nähert sich der modernen, geistreichen und blutrünstigen englischen Renaissance im besten Stile eines packenden, seriösen historischen Romans mit höchstem literarischem Anspruch." (ABENDZEITUNG)