Im Gegensatz zu Hermann Hesse ist Ernst Wiechert - ebenfalls ein Vertreter der Innerlichkeitsliteratur - aus dem literarischen Bewusstsein unserer Zeit verschwunden. Das Credo seiner Literatur, die Bewahrung von Menschenwürde unter widrigsten Umständen, der Glaube an das Gute im Menschen, haben aber zeitlose Gültigkeit. Seine Sprache ist von einer Poesie, der man sich nur schwer entziehen kann. Seine Märchen-Bände (leider seit Jahren vergriffen) erzielen auf dem Antiquariatsmarkt astronomische Preise und sind äusserst gefragt. Gerade einem Verlag wie Suhrkamp, der auch Wiecherts "Der Totenwald" neu aufgelegt hat, stünde eine Neuauflage der Märchen gut!