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Wäldchestag: Roman (suhrkamp taschenbuch)
 
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Wäldchestag: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Andreas Maier
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 315 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 5 (27. Mai 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518398814
  • ISBN-13: 978-3518398814
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,1 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 77.555 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Andreas Maier hat eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe und höchstes Kompositionstalent. Wäldchestag ist ein bedeutendes Buch. Vielleicht das wichtigste in diesem Jahr.« (Dierk Wolters Frankfurter Neue Presse )

»Indem er den Leuten auf diese Weise gnadenlos aufs Maul schaut, lässt der Autor einen wahren Sturm an kleinbürgerlicher, jean-paulscher Verschrobenheit über die Wetterau fegen.« (Urs Schwarz Tages-Anzeiger )

»Maiers brillant widerborstiger Sprache ist es zu verdanken, wenn aus dem krähwinkeligen Idyll ein beeindruckendes Panoptikum der deutschen Gesellschaft wird.« (Franz Haas Neue Zürcher Zeitung )

»Mit Wäldchestag hat Andreas Maier seinen ersten völlig besoffenen und völlig überzeugenden Roman geschrieben. [...] Ein Geniestreich.« (Ulrich Greiner Die Zeit )

»Ein zwiespältiges Lob auf die Provinz haben schon viele Autoren gesungen, aber seit langem hat es keiner mehr so brillant getan wie jetzt Andreas Maier. [...] Er hat ein erstaunliches Debüt vorgelegt - in mehr als einer Hinsicht [...]. Es ist sehr zu hoffen, daß dieses irritierende Glanzstück viele Leser findet.« (Edo Reents Süddeutsche Zeitung )

»Kein anderer Debütant hat in diesem Jahr mit so viel Selbstbewußtsein und so wenig Respekt vor großen Vorbildern die literarische Szene betreten wie Andreas Maier. Keiner hat mehr gewagt und mehr erreicht. Von Eckhard Henscheid, dessen Trilogie des laufenden Schwachsinns das Kneipengeschwafel literaturfähig machte, hat Maier die Liebe zum Geschwätz, von Thomas Bernhard den Tonfall, von Arnold Stadler den mikroskopischen Blick auf das Dorf als Lebensgemeinschaft und Lebensgegnerschaft übernommen, und der Debütant hat aus diesen und vielen anderen Anleihen etwas unverwechselbar Eigenes gemacht: einen Roman, der den Umweg als interessanteste Verbindung zwischen zwei Punkten feiert, der grandios umständlich ist und kontrolliert ausufernd, dessen Sprache daherrauscht wie ein junger Apfelwein und dessen Beschreibungskunst zum Witzigsten gehört, was die deutsche Literatur seit langem hervorgebracht hat.« (Hubert Spiegel Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Hier wird aus einem Kleinstadt-Mummenschanz ein Stück großer Literatur.« (Christoph Bartmann Die Presse (Wien) )

»Ein Autor wie sein Debüt: klug, verschmitzt, nie geschwätzig. Wie Philosophie liest sich beides, der Mann und sein Buch. Beide haben sie einen kraftvollen Sog, dem sich schwer zu entziehen ist.« (Fiona Ehlers Kulturspiegel )

Kurzbeschreibung

Andreas Maier präsentiert sich in seinem großen Debütroman als ein gerissener Erzähler mit einem gewaltigen Fabuliertalent. Gekonnt intoniert er einen vielstimmigen Chor, der dem Geheimnis eines Filous auf die Schliche zu kommen versucht.Andreas Maier lässt seinen Erzähler berichten, was er in Kneipen, auf dem Friedhof, bei den Gesprächen zwischen den Einheimischen und Fremden aufschnappt, was ihm gebeichtet oder vertraulich als todsicher wahr hintertragen wird. So entsteht eine tollkühn erzählte Geschichte über einen gebeutelten Kerl, der der Welt auf beeindruckende Weise eine Nase dreht.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Autor macht es dem Leser nicht leicht. Kein Absatz, bei dem man sich vom Lesen ausruhen kann. Die Dialoge sind nicht durch Zeichen getrennt, oft ist schwer ersichtlich, wer gerade spricht. Der Roman beginnt spannend, eine Pistole wird heimlich an einer besonderen Stelle im Wald vergraben. Im Verlauf wird die Spannung weiter aufgebaut: Hatte der verstorbene Adomeit nun ein Vermögen, oder war er nur ein Hochstapler? Wer ist der Erbe, falls es eine Erbschaft gibt? Es erscheinen immer wieder neue Personen in der Handlung, die neue Konflikte entstehen lassen. Man wartet bis zum Ende ständig darauf, dass noch irgendeine Katastrophe passiert. Doch ist man als Leser dann etwas enttäuscht, wenn diese Katastrophe ausbleibt. Vielleicht ist aber gerade das das Überraschende an diesem Roman.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der deutsche Dorfroman! 24. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Nicht das Leben in Berlin, New York oder einer anderen Szenestadt wird hier beschrieben. Im Gegenteil: das Leben in der Provinz, in einem kleinen Dorf. "Wen interessiert das schon" fragt sich der Autor selbst? Wie durch eine Lupe wird hier die deutsche dörfliche Wahrheit im Jahr 2000 beschrieben: das Schmieden von Intrigen, das Ausgrenzen von Andersdenkenden, das "Man habe gehört" und "Man habe gesehen". Wie Andreas Meier es erzählt, genauso ist das Leben auf dem Land, ob in der Wetterau, wo der Roman spielt, oder im Bergischen Land, wo ich derzeit lebe. Die angewandten Stilmittel der Absatzlosigkeit und des Konjuktivs vermitteln den Eindruck der Unmöglichkeit dem Sog der "dörflichen Idylle" mit ihren Mutmaßungen und zufälligen Begegnungen zu entrinnen. So ist es! Hier und heute in der deutschen Provinz.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leben im Konjunktiv 16. August 2002
Format:Taschenbuch
Der Ort der Handlung sei ein Dorf in der Wetterau, aber die Geschichte könne auch in jeder anderen ländlichen Region in Deutschland spielen. Wer einmal ein paar Jahre auf dem Dorf verbracht habe, wisse dass hier ein anderes Leben ablaufe als in den städtischen Zentren. Aus Mangel an Zerstreuungsmöglichkeiten werde für die meisten Dorfbewohner das Leben ihrer Nachbarn zum Mittelpunkt des eigenen Lebens. Die Lieb-, Erb- und Leidenschaften der dörflichen Mitbewohner würden gegenseitig beobachtet, zusammengetragen und erörtert - am liebsten hinter dem Rücken der Betroffenen unter Vermengung von Tatsachen, Vermutungen und Lügen. In solch einem Milieu spiele der vorliegende Roman. Und da der Wahrheitsgrad der dörflichen Geschichten äußerst vage sei, wähle Andreas Maier den einzigen hierfür mögliche Erzählmodus: den Konjunktiv. Die Geschichte, die uns Andreas Maier erzähle, beginne am Tag der Beerdigung eines dörflichen Außenseiters namens Adomeit und ende am Tag der Testamentsverkündung. Letzteres sei der Wäldchestag, der Dienstag nach Pfingsten, der in Hessen für gewöhnlich dazu genutzt werde, um zu grillen und nicht um Testamente zu diskutieren. Aber wenn es um den alten Adomeit gehe, bei dem man nicht genau wisse, wovon er gelebt habe, bei dem das Verhältnis zu seiner Haushälterin ungeklärt sei, der sich mit seiner Schwester überworfen habe und auch mit seinem Sohn im Streit liege, dessen Verwandschaft voller Sorge um die Erbschaft im Dorf herumziehe, auf dessen bezaubernder Nichte ein junger Mann des Dorfes ein Auge geworfen habe, und der auch noch diese beiden merkwürdigen Typen hinterlasse, die als einzige im Dorf näheren Kontakt zu ihm unterhalten hätten, dann sei das wichtiger als jedes Grillfest. Und alles sei so wunderbar verworren, überraschend spannend und extrem amüsant erzählt. Doch was sei die Wahrheit, was seien bloß Gerüchte, was seien einfach Lügen? Genaues wisse man nicht. Nur der Anlass für die Erzählung, den der Leser respektive die Leserin erst im letzten Satz erfahre und der hier natürlich nicht verraten werden solle, der sei gewiss, sagt man.
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