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Wäldchestag: Roman
 
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Wäldchestag: Roman [Taschenbuch]

Andreas Maier
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 314 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 9 (3. September 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518411721
  • ISBN-13: 978-3518411728
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,9 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 555.877 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andreas Maier
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Andreas Maier präsentiert sich in seinem großen Debütroman als ein gerissener Erzähler mit einem gewaltigen Fabuliertalent. Gekonnt intoniert er einen vielstimmigen Chor, der dem Geheimnis eines Filous auf die Schliche zu kommen versucht.Sebastian Adomeit, Naturkundler und Ornithologe, über den man in seinem Wetterauer Provinznest mehr Mutmaßungen erzählt als Tatsachen, auch wenn er gar nicht so abgeschieden gelebt hat, wird zu Grabe getragen. Über sein Vermögen kursieren wilde Gerüchte, und Skandalöses munkelt man auch über seine Beziehung zur Schwester, die er vor vielen Jahren wegen eines unehelichen Kindes aus dem Haus gejagt haben soll. Adomeit hat seinen Tod so inszeniert, dass die Beerdigung ausgerechnet am Pfingstsonntag stattfindet. Die angereiste Verwandtschaft und all die Sensationshungrigen im Dorf müssen sich aber noch zwei weitere Tage gedulden, denn auch für die Testamentseröffnung ist vom Verstorbenen ein unpassenderTermin festgelegt worden: der Pfingstdienstag, an dem man im Frankfurter Raum traditionell im Wald zusammensitzt und Wäldchestag feiert.
Andreas Maier lässt seinen Erzähler berichten, was er in Kneipen, auf dem Friedhof, bei den Gesprächen zwischen den Einheimischen und Fremden aufschnappt, was ihm gebeichtet oder vertraulich als todsicher wahr hintertragen wird. So entsteht eine tollkühn erzählte Geschichte über einen gebeutelten Kerl, der der Welt auf beeindruckende Weise eine Nase dreht.

Über den Autor

Andreas Maier wurde 1967 im hessischen Bad Nauheim geboren. Er studierte Altphilologie, Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main und ist Doktor der Philosophie im Bereich Germanistik. Er lebte wechselweise in der Wetterau und in Südtirol. Andreas Maier wohnt in Frankfurt am Main.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Autor macht es dem Leser nicht leicht. Kein Absatz, bei dem man sich vom Lesen ausruhen kann. Die Dialoge sind nicht durch Zeichen getrennt, oft ist schwer ersichtlich, wer gerade spricht. Der Roman beginnt spannend, eine Pistole wird heimlich an einer besonderen Stelle im Wald vergraben. Im Verlauf wird die Spannung weiter aufgebaut: Hatte der verstorbene Adomeit nun ein Vermögen, oder war er nur ein Hochstapler? Wer ist der Erbe, falls es eine Erbschaft gibt? Es erscheinen immer wieder neue Personen in der Handlung, die neue Konflikte entstehen lassen. Man wartet bis zum Ende ständig darauf, dass noch irgendeine Katastrophe passiert. Doch ist man als Leser dann etwas enttäuscht, wenn diese Katastrophe ausbleibt. Vielleicht ist aber gerade das das Überraschende an diesem Roman.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der deutsche Dorfroman! 24. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Nicht das Leben in Berlin, New York oder einer anderen Szenestadt wird hier beschrieben. Im Gegenteil: das Leben in der Provinz, in einem kleinen Dorf. "Wen interessiert das schon" fragt sich der Autor selbst? Wie durch eine Lupe wird hier die deutsche dörfliche Wahrheit im Jahr 2000 beschrieben: das Schmieden von Intrigen, das Ausgrenzen von Andersdenkenden, das "Man habe gehört" und "Man habe gesehen". Wie Andreas Meier es erzählt, genauso ist das Leben auf dem Land, ob in der Wetterau, wo der Roman spielt, oder im Bergischen Land, wo ich derzeit lebe. Die angewandten Stilmittel der Absatzlosigkeit und des Konjuktivs vermitteln den Eindruck der Unmöglichkeit dem Sog der "dörflichen Idylle" mit ihren Mutmaßungen und zufälligen Begegnungen zu entrinnen. So ist es! Hier und heute in der deutschen Provinz.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leben im Konjunktiv 16. August 2002
Format:Taschenbuch
Der Ort der Handlung sei ein Dorf in der Wetterau, aber die Geschichte könne auch in jeder anderen ländlichen Region in Deutschland spielen. Wer einmal ein paar Jahre auf dem Dorf verbracht habe, wisse dass hier ein anderes Leben ablaufe als in den städtischen Zentren. Aus Mangel an Zerstreuungsmöglichkeiten werde für die meisten Dorfbewohner das Leben ihrer Nachbarn zum Mittelpunkt des eigenen Lebens. Die Lieb-, Erb- und Leidenschaften der dörflichen Mitbewohner würden gegenseitig beobachtet, zusammengetragen und erörtert - am liebsten hinter dem Rücken der Betroffenen unter Vermengung von Tatsachen, Vermutungen und Lügen. In solch einem Milieu spiele der vorliegende Roman. Und da der Wahrheitsgrad der dörflichen Geschichten äußerst vage sei, wähle Andreas Maier den einzigen hierfür mögliche Erzählmodus: den Konjunktiv. Die Geschichte, die uns Andreas Maier erzähle, beginne am Tag der Beerdigung eines dörflichen Außenseiters namens Adomeit und ende am Tag der Testamentsverkündung. Letzteres sei der Wäldchestag, der Dienstag nach Pfingsten, der in Hessen für gewöhnlich dazu genutzt werde, um zu grillen und nicht um Testamente zu diskutieren. Aber wenn es um den alten Adomeit gehe, bei dem man nicht genau wisse, wovon er gelebt habe, bei dem das Verhältnis zu seiner Haushälterin ungeklärt sei, der sich mit seiner Schwester überworfen habe und auch mit seinem Sohn im Streit liege, dessen Verwandschaft voller Sorge um die Erbschaft im Dorf herumziehe, auf dessen bezaubernder Nichte ein junger Mann des Dorfes ein Auge geworfen habe, und der auch noch diese beiden merkwürdigen Typen hinterlasse, die als einzige im Dorf näheren Kontakt zu ihm unterhalten hätten, dann sei das wichtiger als jedes Grillfest. Und alles sei so wunderbar verworren, überraschend spannend und extrem amüsant erzählt. Doch was sei die Wahrheit, was seien bloß Gerüchte, was seien einfach Lügen? Genaues wisse man nicht. Nur der Anlass für die Erzählung, den der Leser respektive die Leserin erst im letzten Satz erfahre und der hier natürlich nicht verraten werden solle, der sei gewiss, sagt man.
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