Nach dem der erste Teil mich doch recht Positiv überrascht hatte (bin eigentlich kein größer Fan dieses Genre) war ich sehr gespannt, auf das zweite Buch.
Wie schon im ersten Buch, besteht der Teil auch aus drei Geschichten, welche in sich abgeschlossen sind, aber doch wichtig für das Gesamtbild des Buches sind.
Besonders interessant ist, dass dieses mal aus der sicht der Dunklen geschrieben wird. Dadurch erfährt man mehr von der Tagwache und der Philosophie und Alltag der Dunklen.
Die erste Geschichte wird aus der sicht der Dunklen Hexe Alissa Donnikowa geschrieben, welche man noch aus dem Ersten Teil kennt.
Die zweite Geschichte wird aus der Sicht von eines neuen Charakters, welcher sich an nichts erinnern kann.
Die letzte Geschichte wird nicht aus der Ich Perspektive geschrieben. Die beiden Hauptpersonen sind aber Anton Gorodezki (Hauptperson von Wächter der Nacht) und der Dunkle Edgar.
Die erste Geschichte fängt sehr gut an. Der Einblick in das Leben einer Dunklen Hexe versprach sehr viel. Nach dem sich Alissa bei einem Kampf verausgabt hatte, schickt Sebulon sie in den Urlaub, in ein Kindercamp, wo sie sich an dessen Alpträume wieder aufladen soll. Ich habe eigentlich erwartet, dass dies nur ein kurzer Teil der Geschichte ausmacht, aber es war die Hauptstory und den Abenteuerurlaub einer Hexe (welche nicht mal mehr ihre Kräfte hatte) war nicht gerade das, was ich lesen wollte. Es hätte der Geschichte gut getan, wenn man sie um mindestens 50 Seiten gekürzt hätte, auch wenn sie für die dritte Geschichte wichtig ist. Diese Geschichte bekommt nur zwei Sterne.
Die zweite Geschichte ist da um einiges besser. Besonders da man sich auch selbst fragt, was es mit dem Fremden auf sich hat und warum er so mächtig ist. Auch die Auflösung ist interessant, auch wenn die Erklärung nur das nötigste bietet und nicht tiefer ins Detail geht. Da hätte ich gerne mehr von der Natur des Fremden erfahren. Deshalb nur vier Sterne.
Die Beste Geschichte ist die letzte. Die Ereignisse der ersten beiden werden dort vor der Inquisition behandelt. Ein Höhepunkt ist das Gespräch zwischen Anton und Edgar. Zwei Sachen haben mich aber gestört. Erstens war es mir doch etwas zu Biblisch und zweitens da Anton und Edgar, die Hauptpersonen, über das selbe nachdenken, wird beide mal beschrieben wie sie auf das selbe kommen. Somit ließt man zwei mal die selbe Erkenntnis. Trotzdem gebe ich der Geschichte fünf Sterne, da sie das Buch abrundet und einige interessante Gespräche hat.
Im Gesamtbild fand ich es schade, dass einige Charaktere aus dem ersten Buch, wie Olga kaum drin vor kamen. Insgesamt fand ich Wächter des Tages besser, wie Wächter der Nacht, auch mit der schwachen ersten Geschichte. Wegen ihr bekommt das Buch auch nur vier Sterne von mir.