Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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81 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lichtgestalten, 23. September 2005
In Sergej Lukianenkos Moskau herrscht ein wackeliger Waffenstillstand zwischen den Anderen, also zwischen den dunklen und den lichten Magiern. "Wächter der Nacht - Nochnoi Dozor 1" ist aus Sicht des lichten Magiers Anton erzählt, der für die Nachtwache arbeitet. Bei einem seiner Aufträge entdeckt er in der U-Bahn eine Frau mit einem bedrohlichen Wirbel über ihrem Kopf. Solche Wirbel sind nichts Ungewöhnliches, sind sie doch nur Zeichen eines Fluches. Die verfluchten Personen haben in der Zeit verstärkt Unglück, doch der schwarze Wirbel über dem Kopf der unbekannten Frau ist anders, Anton schafft es nicht, ihn aufzulösen. Kurz darauf versucht eine Vampirin, den kleinen Jungen Jegor anzulocken, um dessen Blut zu trinken, doch dies ist verboten, so kann Anton Jegor gerade noch retten. Doch leider können sowohl die dunkle Vampirin fliehen wie auch der kleine Junge. Der Chef der Nachtwache ist beunruhigt, einmal weil Jegor noch in der Lage war zu fliehen und einmal aufgrund des dunklen Wirbels. Er befürchtet eine große Katastrophe und richtig, bald wächst der bedrohliche Wirbel immer weiter an, bis er eine Höhe von über 30m erreicht hat, ein solches Unglück könnte ganz Moskau zerstören... In den Medien wird Sergej Lukianenko gerne mit J.R.R. Tolkien verglichen, einmal sicherlich, weil dies meist verkaufsförderlich ist, einmal aber auch, weil "Wächter der Nacht" in Russland tatsächlich erfolgreicher ist als das große Fantasywerk und einmal, weil die zugehörige Verfilmung der bislang erfolgreichste russische Film überhaupt ist. Das macht natürlich neugierig, auch wenn der Vergleich Erwartungen weckt, die vielleicht nicht angebracht sind. So haben Tolkiens "Herr der Ringe" und Lukianenkos "Wächter der Nacht" nicht viel gemeinsam, außer dass es um den Kampf zwischen Gut und Böse geht. Doch bei Lukianenko sind die Grenzen erfreulicherweise verwaschen, die Lichten haben durchaus auch ihre dunklen Seiten, während die Dunklen nicht durchweg böse sind. Dies hat seinen ganz besonderen Reiz, da wir die einzelnen Personen nicht in entsprechende Schubladen stecken können. Auf der personellen Ebene fällt zunächst natürlich Anton auf, aus dessen Sicht die ganze Geschichte erzählt ist und den wir dadurch am besten kennenlernen. Interessanterweise jedoch erfahren wir nicht alle seine Gedanken, einige Informationen enthält er uns vor und macht daher noch mehr Lust aufs Weiterlesen. Ich hoffe, dass Anton auch in den folgenden Romanen noch eine große Rolle spielen wird, da ihm in "Wächter der Nacht" große Sympathien zufliegen. Lukianenkos Werk ist zwar nicht recht mit dem Herrn der Ringe vergleichbar, muss sich aber bestimmt nicht dahinter verstecken, denn Lukianenko zeichnet eine düstere Zwielicht-Welt in Moskau, die düster und bedrohlich wirkt und daher ihren Reiz hat. Obwohl russische Literatur vielleicht ungewöhnlich anmutet, wird diese russische Trilogie sicherlich auch in Deutschland eine große Fangemeinde bekommen und das völlig zurecht, ich fiebere schon jetzt ungeduldig der Fortsetzung entgegen!
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die "Wächter-Trilogie" Teil1 (Wächter der Nacht), 6. März 2007
Die "Wächter-Trilogie" von Sergej Lukianenko spielt in einem ganz eigenen Universum: es gibt die Menschen und es gibt die "Anderen", die sich aus Vampiren, Tiermenschen, Magiern, Hexen etc. zusammensetzen. Jeder Andere kann entweder ein "Lichter" oder ein "Dunkler" sein. Die "Nachtwache" besteht aus Lichten und überwacht die Dunklen, die Tagwache arbeitet entgegengesetzt. Vor vielen Jahren wurde der "Große Vertrag" geschlossen, der das Verhältnis zwischen den Wachen regelt; die "Inquisition" (neutrale Andere) überwachen die Einhaltung des Vertrages.
Das erste Buch wurde verfilmt, mischt aber Szenen aus den ersten beiden Büchern und erfindet einiges neu!
Zur Handlung:
Anton Gorodezki ist ein Anderer, ein lichter Magier, der in der Nachtwache arbeitet - und zwar als Systemadministrator!!! Als er eines Tages einmal in die Arbeit der normalen Ermittler hineinschnuppern soll, überschlagen sich die Ereignisse...
Lukianenko beschreibt den Kampf "Gut-Böse" vollkommen anders; die Grenzen zwischen den Extremen verschwimmen. Anton zieht mit seinem MD-Player durch die U-Bahnen Moskaus, der Zufallsgenerator wählt IMMER den passenden Song. Sein Nachbar/Freund Kostja ist ein Vampir! Die Sprache ist urwüchsig und treffend, man fühlt mit dem Helden. Nie ist man sicher, was als nächstes passiert.
Der "Chef" der Nachtwache (also ein Guter) ist ein Intrigant par Excellence...
FAZIT: Super! Die Vergleiche mit "Herr der Ringe" und "Harry Potter" sind etwas weit hergeholt, denn Lukianenko hat seinen ganz eigenen Stil! Wird aber wohl nicht jedem gefallen...
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klasse Buch - NICHT mit dem Film zu vergleichen!, 20. Dezember 2006
Ursprünglich bin ich durch den Kinofilm auf "Wächter der Nacht" aufmerksam geworden. Ich war interessiert, kam aber irgendwie nicht dazu, mir den Film anzusehen, deshalb kaufte ich mir zunächst das Buch. Leider wurde mir dann aber von einigen Freunden gesagt,d ass der Film nicht sonderlich berauschend sei, wovon ich mich später dann auch selber noch überzeugen konnte. Das Buch lag deshalb längere Zeit unberührt in meinem Zimmer. Aus purer Langeweile habe ich dann doch noch angefangen zu lesen - und war erstaunt. Zunächst darüber, dass die Handlung wirklich sehr stark abweicht, dann darüber, dass die Handlung des Films, der mir sehr gehetzt und unvollständig vorkam, nach etwa der Hälfte des Buches aufhört. Der Text liest sich im übrigen sehr flüssig. Auch wenn dies seltsam klingen mag, das Lesen viel mir teilweise leichter als den Film anzuschaun, der stellenweise sehr zäh und undurchdringlich erscheint. Überhaupt habe ich glaube ich das erste mal ein Buch mit über 500 Seiten an nur zwei Tagen durchgelesen. Je weiter man kommt (und das meine ich jetzt auch in Hinsichta uf die Fortsetzungen), desto mehr gewinnt die Handlung an Tiefe und philosophischen Einblicken, die dem Film vollkommen abgehen.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch: Die Übersetzung ist teilweise holprig und es schleichen sich ungewöhnlich viele Druckfehler ein. Insgesamt wird der Eindruck meiner Meinung nach hierdurch nicht getrübt.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der einen Sinn für Fantasy und skurrile Weltanschauungen hat. Freunde der Action werden auch ihren Teil bekommen, jedoch liegt darin nicht der Sinn dieser Reihe.
Ich empfehle außerdem jedem, der dieses Buch ließt, sich rechtzeitig ein wenig Geld zurechtzulegen, denn wem es gefällt, der wird nicht umhin kommen, die nachfolgenden Bände anzuschaffen. Und zwar möglichst schnell ;)
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