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Unterteilt in drei Geschichten, die aufeinander aufbauen erzählt es die Geschichte zwischen Licht und Dunkel aus der Sicht des ersteren.
Die Art, wie das Buch geschrieben ist und wie die Leute miteinander umgehen, dürfte für viele Leser ungewohnt sein, da die deutsche Übersetzung des Buches so wirkt, als ob man es gnadenlos Wort für Wort übersetzt hat.
Somit ist das Endergebnis zwar sehr nah am Original, doch was auf Russisch flüssig zu lesen und nicht im geringsten befremdend ist, wirkt auf Deutsch dann doch teilweise etwas anders (anfangs).
Die Geschichte an sich ist super, es kommt eine gute Atmosphäre auf, die nicht darauf basiert, möglichst actionreiche Szenen zu beschreiben, sondern einfach beklemmend rüberzukommen.
Ich habe mich auf das Buch gestürzt und konnte es nicht mehr weglegen, weil es einfach ganz anders ist, als viele Bücher, die ich bisher gelesen habe (und das sind nicht wenige).
Als ich mich dann nach den ersten Kapiteln an den russischen Schreibstil gewöhnt hatte, war ich angenehm überrascht.
Für alle Fans von Fantasy-Büchern sehr zu empfehlen! Auch wenn man am Anfang leichte Panik bekommt, dass die Story möglicherweise an einem vorbeizieht, ohne dass man sie als Leser versteht... es ist alles in Ordnung, man versteht sie einfach, mittendrin ist einem alles klar.
Wer den Film gesehen hat, sollte diesen als einen seperaten Teil abhaken und das Buch unvoreingenommen lesen, denn das Buch ist um Meilen besser. Das Buch hat das gewisse etwas, das es zu etwas wirklich außergewöhnlichem macht, was dem Film fehlt.
4 Sterne für ein phantastisches Buch, welches sich zu lesen auf jeden Fall lohnt, weiles aus der breiten Masse hervorsticht, allerdings stellenweise seine Tücken hat.
Kurz darauf versucht eine Vampirin, den kleinen Jungen Jegor anzulocken, um dessen Blut zu trinken, doch dies ist verboten, so kann Anton Jegor gerade noch retten. Doch leider können sowohl die dunkle Vampirin fliehen wie auch der kleine Junge. Der Chef der Nachtwache ist beunruhigt, einmal weil Jegor noch in der Lage war zu fliehen und einmal aufgrund des dunklen Wirbels. Er befürchtet eine große Katastrophe und richtig, bald wächst der bedrohliche Wirbel immer weiter an, bis er eine Höhe von über 30m erreicht hat, ein solches Unglück könnte ganz Moskau zerstören...
In den Medien wird Sergej Lukianenko gerne mit J.R.R. Tolkien verglichen, einmal sicherlich, weil dies meist verkaufsförderlich ist, einmal aber auch, weil "Wächter der Nacht" in Russland tatsächlich erfolgreicher ist als das große Fantasywerk und einmal, weil die zugehörige Verfilmung der bislang erfolgreichste russische Film überhaupt ist. Das macht natürlich neugierig, auch wenn der Vergleich Erwartungen weckt, die vielleicht nicht angebracht sind. So haben Tolkiens "Herr der Ringe" und Lukianenkos "Wächter der Nacht" nicht viel gemeinsam, außer dass es um den Kampf zwischen Gut und Böse geht.
Doch bei Lukianenko sind die Grenzen erfreulicherweise verwaschen, die Lichten haben durchaus auch ihre dunklen Seiten, während die Dunklen nicht durchweg böse sind. Dies hat seinen ganz besonderen Reiz, da wir die einzelnen Personen nicht in entsprechende Schubladen stecken können.
Auf der personellen Ebene fällt zunächst natürlich Anton auf, aus dessen Sicht die ganze Geschichte erzählt ist und den wir dadurch am besten kennenlernen. Interessanterweise jedoch erfahren wir nicht alle seine Gedanken, einige Informationen enthält er uns vor und macht daher noch mehr Lust aufs Weiterlesen. Ich hoffe, dass Anton auch in den folgenden Romanen noch eine große Rolle spielen wird, da ihm in "Wächter der Nacht" große Sympathien zufliegen.
Lukianenkos Werk ist zwar nicht recht mit dem Herrn der Ringe vergleichbar, muss sich aber bestimmt nicht dahinter verstecken, denn Lukianenko zeichnet eine düstere Zwielicht-Welt in Moskau, die düster und bedrohlich wirkt und daher ihren Reiz hat. Obwohl russische Literatur vielleicht ungewöhnlich anmutet, wird diese russische Trilogie sicherlich auch in Deutschland eine große Fangemeinde bekommen und das völlig zurecht, ich fiebere schon jetzt ungeduldig der Fortsetzung entgegen!
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