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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
auf seine art und weise super!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wächter der Nacht: Roman (Taschenbuch)
Als aller erstes einmal zu dem seltsamen Vergleich mit "Herr der Ringe". Dieses Buch hat nicht das entfernteste damit zu tun und ist auch nicht im geringsten damit zu vergleichen.Unterteilt in drei Geschichten, die aufeinander aufbauen erzählt es die Geschichte zwischen Licht und Dunkel aus der Sicht des ersteren. Die Art, wie das Buch geschrieben ist und wie die Leute miteinander umgehen, dürfte für viele Leser ungewohnt sein, da die deutsche Übersetzung des Buches so wirkt, als ob man es gnadenlos Wort für Wort übersetzt hat. Die Geschichte an sich ist super, es kommt eine gute Atmosphäre auf, die nicht darauf basiert, möglichst actionreiche Szenen zu beschreiben, sondern einfach beklemmend rüberzukommen. Ich habe mich auf das Buch gestürzt und konnte es nicht mehr weglegen, weil es einfach ganz anders ist, als viele Bücher, die ich bisher gelesen habe (und das sind nicht wenige). Für alle Fans von Fantasy-Büchern sehr zu empfehlen! Auch wenn man am Anfang leichte Panik bekommt, dass die Story möglicherweise an einem vorbeizieht, ohne dass man sie als Leser versteht... es ist alles in Ordnung, man versteht sie einfach, mittendrin ist einem alles klar. Wer den Film gesehen hat, sollte diesen als einen seperaten Teil abhaken und das Buch unvoreingenommen lesen, denn das Buch ist um Meilen besser. Das Buch hat das gewisse etwas, das es zu etwas wirklich außergewöhnlichem macht, was dem Film fehlt. 4 Sterne für ein phantastisches Buch, welches sich zu lesen auf jeden Fall lohnt, weiles aus der breiten Masse hervorsticht, allerdings stellenweise seine Tücken hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
80 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lichtgestalten,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wächter der Nacht: Roman (Taschenbuch)
In Sergej Lukianenkos Moskau herrscht ein wackeliger Waffenstillstand zwischen den Anderen, also zwischen den dunklen und den lichten Magiern. "Wächter der Nacht - Nochnoi Dozor 1" ist aus Sicht des lichten Magiers Anton erzählt, der für die Nachtwache arbeitet. Bei einem seiner Aufträge entdeckt er in der U-Bahn eine Frau mit einem bedrohlichen Wirbel über ihrem Kopf. Solche Wirbel sind nichts Ungewöhnliches, sind sie doch nur Zeichen eines Fluches. Die verfluchten Personen haben in der Zeit verstärkt Unglück, doch der schwarze Wirbel über dem Kopf der unbekannten Frau ist anders, Anton schafft es nicht, ihn aufzulösen. Kurz darauf versucht eine Vampirin, den kleinen Jungen Jegor anzulocken, um dessen Blut zu trinken, doch dies ist verboten, so kann Anton Jegor gerade noch retten. Doch leider können sowohl die dunkle Vampirin fliehen wie auch der kleine Junge. Der Chef der Nachtwache ist beunruhigt, einmal weil Jegor noch in der Lage war zu fliehen und einmal aufgrund des dunklen Wirbels. Er befürchtet eine große Katastrophe und richtig, bald wächst der bedrohliche Wirbel immer weiter an, bis er eine Höhe von über 30m erreicht hat, ein solches Unglück könnte ganz Moskau zerstören... In den Medien wird Sergej Lukianenko gerne mit J.R.R. Tolkien verglichen, einmal sicherlich, weil dies meist verkaufsförderlich ist, einmal aber auch, weil "Wächter der Nacht" in Russland tatsächlich erfolgreicher ist als das große Fantasywerk und einmal, weil die zugehörige Verfilmung der bislang erfolgreichste russische Film überhaupt ist. Das macht natürlich neugierig, auch wenn der Vergleich Erwartungen weckt, die vielleicht nicht angebracht sind. So haben Tolkiens "Herr der Ringe" und Lukianenkos "Wächter der Nacht" nicht viel gemeinsam, außer dass es um den Kampf zwischen Gut und Böse geht. Doch bei Lukianenko sind die Grenzen erfreulicherweise verwaschen, die Lichten haben durchaus auch ihre dunklen Seiten, während die Dunklen nicht durchweg böse sind. Dies hat seinen ganz besonderen Reiz, da wir die einzelnen Personen nicht in entsprechende Schubladen stecken können. Auf der personellen Ebene fällt zunächst natürlich Anton auf, aus dessen Sicht die ganze Geschichte erzählt ist und den wir dadurch am besten kennenlernen. Interessanterweise jedoch erfahren wir nicht alle seine Gedanken, einige Informationen enthält er uns vor und macht daher noch mehr Lust aufs Weiterlesen. Ich hoffe, dass Anton auch in den folgenden Romanen noch eine große Rolle spielen wird, da ihm in "Wächter der Nacht" große Sympathien zufliegen. Lukianenkos Werk ist zwar nicht recht mit dem Herrn der Ringe vergleichbar, muss sich aber bestimmt nicht dahinter verstecken, denn Lukianenko zeichnet eine düstere Zwielicht-Welt in Moskau, die düster und bedrohlich wirkt und daher ihren Reiz hat. Obwohl russische Literatur vielleicht ungewöhnlich anmutet, wird diese russische Trilogie sicherlich auch in Deutschland eine große Fangemeinde bekommen und das völlig zurecht, ich fiebere schon jetzt ungeduldig der Fortsetzung entgegen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bester Teil einer ordentlichen Saga,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wächter der Nacht: Roman (Taschenbuch)
antasy und SF sind in Rußland hochbeliebte Genres - nebst diversen Übersetzungen wird auch einiges an eigener Literatur produziert, aber eher selten verirrt sich etwas davon auf den deutschen Markt. Die Übersetzung von Sergej Lukianenkos Wächter der Nacht hat man wohl dem darauf basierenden Kino-Film zu verdanken.Lukianenko erzählt in diesem Roman drei locker zusammenhängende Geschichten aus der Perspektive des Nachtwächters Anton Gorodezki, der eher zur heruntergekommeneren Sorte der Streiter für das Licht gehört und auch ein entsprechend flapsiger, aber durchaus interessanter Erzähler ist. Der Kampf zwischen Gut und Böse im modernen Moskau besticht durch allerlei gute Ideen - Vampire, die das Blutspendewesen vorantreiben, um auf der legalen Seite bleiben zu können, der insgesamt sehr bürokratische Ablauf des ewigen Hin und Hers zwischen Licht und Dunkel, der vor allem auf einem zugunsten der normalen Menschen geschlossenem Pakt beruht. Hier ist Ausgleich angesagt - wenn die eine Seite eine Seele rettet, darf sich die andere eine holen. Die ethischen Bedenken, die ein solcher Pakt in einer dermaßen schwarz-weißen Welt mit sich bringt, sind dann auch Thema der Handlung; allerdings wird die Problematik eher als Motor für die Spannung benutzt, als daß man sich in der Tiefe damit auseinandersetzen würde, aber einige Denkansätze sind vorhanden. Die strukturierte Welt aus Gut und Böse mit ihren festen Regeln bietet einen wunderbaren Hintergrund für Intrigenspiel, und genau darauf basiert auch die Handlung der drei Geschichten. Die Schachzüge der Beteiligten sind recht elegant und kaum von Anfang an zu durchschauen - manchmal sind diese fast kryptischen Hintergrundgeschichten auch ein Manko, wenn man erst auf der letzten Seite einer Erzählung erfährt, was wirklich geschehen ist. Wer sich von Wächter der Nacht - auch augrund des vollmundigen Herr-der-Ringe-Vergleichs von der Verlagsseite - eine große epische Handlung erwartet, die den Kampf zwischen Gut und Böse thematisiert, wird allerdings enttäuscht sein. Die drei Geschichten erzählen jeweils von einer Krisensituation, die gelöst werden muß, aber das Chaos bricht niemals aus und der Pakt zwischen Licht und Dunkel wird gehalten. Zusammengehalten wird das Ganze von der jeweils im Mittelpunkt stehenden Hauptfigur Anton, und einer Liebesgeschichte. Letzere findet aber innerhalb des Romans nicht statt, und wirkt deshalb einigermaßen unglaubwürdig, vor allem als Triebfeder der Handlung. Mit der ersten der drei Geschichten liest man gleich die Beste, was auch daran liegen könnte, daß man dann weiß, wie der Hase läuft, und nicht mehr dermaßen überrascht sein wird. Das Ende dieses Bandes bietet aber noch einen Knaller und ist gut gelungen. Sehr charmant bindet der Autor auch andere Werke der Phantastik mit ein, und steht damit augenzwinkernd zu seinen Inspirationsquellen von Alice im Wunderland bis Star Wars. Vor allem aber die Erzählerfigur sorgt dafür, daß man gerne am Ball bleibt - zusammen mit Anton wachsen einem langsam Zweifel, ob "gut" und "böse" nicht einfach nur nichtssagenden Bezeichnungen in einem schmutzigen Kampf sind, und der ganz eigene, russische Charme und die eigenwilligen Ideen heben Wächter der Nacht vom Standard ab und sind sicher eine Bereicherung für Fans der düsteren Seite des Phantastischen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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