Sie haben die Wahl: Wächter der Nacht:
Nochnoi Dozor wird geführt als
Special Edition (2 DVDs),
Single Disc, als
exklusive Edition und
UMD Mini für
PSP.
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Produktinformation
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Das Ergebnis unter Regie des Werbefilmers Timur Bekmambetov überzeugt mit seinem eigenen Stil. Während man sich in der Action-Inszenierung deutlich an den westlichen Vorbildern wie Blade oder Matrix orientierte, schaffen die rauen Bilder der Großstadtkulisse eine dichte und beklemmende Atmosphäre und nutzen die kalten, grauen Plattenbauten der Stadt für einen besonderen Effekt: Konnte man sich beim Herr der Ringe noch gänzlich in einer anderen Welt verlieren, vermittelt Wächter der Nacht das genau gegenteilige, unheimliche Gefühl: Eine andere Welt, die direkt in den Schatten unser eigenen existiert.
Der Plot des Films ist ziemlich komplex und bemüht sich, die diversen Handlungsstränge der Buchvorlage verständlich zu bündeln. Ganz allgemein geht es auch hier um den drohenden Ausbruch des letzten großen Krieges zwischen Gut und Böse, und einen Auserwählten, dessen Schicksal den Ausgang des Konflikts (laut Prophezeiung) entscheiden soll. Wächter der Nacht ist dabei nur die Einleitung, drum sollte man sich von dem abrupten Ende auch nicht verwirren lassen: Die Teile 2 und 3 der Trilogie, Wächter des Tages und Wächter der Dämmerung, werden folgen. Wie beim Herr der Ringe scheint sich der Aufwand gelohnt zu haben: Wächter der Nacht war in Russland ein Riesenerfolg, und verdient sich mit seiner packenden Geschichte und rasanten Inszenierung auch internationale Anerkennung. Man kann gespannt sein auf Teil 2. -- Frank-Michael Helmke
Moviemans Kommentar zur DVD: Eine der besten Realfilm-DVDs, die es je gab. Perfekte Unterhaltung und perfekte Bild-/ und Tonwerte. Für Bonusfans gibt es auch noch eine Special Edition.
Bild: Alle Bildwerte bewegen sich am oberen Limit dessen, was mit einem Realfilm noch darzustellen ist. Nur rein digitale Produkte von Pixar können hier noch leicht draufsatteln. Die brachiale Schärfeentwicklung ist vollkommen unabhängig von der Kameradistanz und stellt Kanten wie feinste Details, wie die Keramikscherben am Boden (00.29.20) extrem sauber dar, als könnte man sie anfassen. Die Farben, recht häufig auch, je nach der darzustellenden Welt und Zeit, farblich verfremdet, behalten Ihren Konturen im Zaum und sorgen auch für keinerlei Schatten oder Säume. Rauschen und Kompressionsmängel: ebenfalls Fehlanzeige. Einer der besten Bildtransfers, die ich kenne.
Ton: Alle Tonspuren entfalten einen phänomenalen Druck aus allen Lautsprechern. Beide THX-Subwoofer schleudern heftigste Bassattacken in Richtung Zuhörer, sei es die sehr an Matrix erinnernde Musik, oder Effekte, wie die Explosion des Kraftwerkes, nebst Flugzeugabsturz. Das ist Referenzverdächtig. Aber auch die ersten Minuten der Einleitung bieten ein Stimmvolumen, wie es das nur -leider- ganz selten gibt. In Breite und Tiefe geben beide getesteten Tonspuren den Ton an und staffeln kleine Atmos, Effekte und Musik sehr breit und tief in den Hörraum hinein. Hier gibt es ebenfalls nichts zu kritisieren, nur zu staunen.
Extras: Die Einzeldisc-Version gibt sich in seinen Boni sehr zugeknöpft. Einzig der untertitelbare Regiekommentar von Timur Bekmambetov ist prächtig geworden. Er gibt sowohl viele Details zur Produktion selbst, aber auch über die hierzulande eher unbekannte Geschichte der russischen Trilogie preis. Meine Empfehlung: Film anschauen und die Kommentar-Untertitel mitlaufen lassen. Die kurze Vorschau auf den im Dreh befindlichen zweiten Teil ist da eher Magerquark. Auch das Kapitelmenü ist ohne Subtext zu den Kapitelfenster eigentlich unbrauchbar. --movieman.de
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Das andere Problem könnte vielleicht ein Mentalitätsproblem sein - vielleicht haben die Russen noch mehr Geduld als wir. In einer Zeit, in der Kino-Blockbuster mehr wie Videospiele funktionieren anstatt einer intelligenten Dramaturgie zu folgen, steht „Wächter" natürlich etwas verloren da, denn man muss während des Films schon 2 Stunden lang bei der Sache bleiben, um alles mitzukriegen. Und man braucht ein Langzeitgedächtnis, das sich Ereignisse länger als 30 Minuten merken kann. Aber eins muss ich deutlich sagen: Auch ohne das Buch zu lesen hab ich den Film von A bis Z verstanden! Wo ist denn das Problem? Der Regisseur macht eben etwas, das heute (leider) nicht mehr angesagt ist: Er lässt sich Zeit zum Erzählen, lässt den Charakteren Luft und nutzt Zwischenräume in der Geschichte für visuelle Spielereien. Daher ein Tipp: Wer sich „Wächter" ansieht, der sollte nebenher nicht noch SMSse schreiben oder Staubsaugen, sondern seine Aufmerksamkeit voll und ganz dem Film widmen, denn nur dann kann dieser seine - zweifellos starke - Wirkung entfalten.
Technisch ist dem Film auch nichts vorzuwerfen: Die Schauspieler beherrschen ihr Handwerk und erwecken glaubwürdige Charaktere zum Leben. Außerem ist „Wächter" schön gefilmt (Regisseur Timur Bekmambetow kommt ja aus der Werbung, also muss er's auch können) und der Schnitt, die visuellen Effekte, das Sounddesign, die teils sinfonische, teils alternative-rockige Score - alles ist wirklich vom Feinsten! Bitte mal nachdenken: In Deutschland findet sich sowas nur in Ulk-Schrott á la „Traumschiff Surprise".
Klar hat der Film Schwächen. Die Ideen sind alle nicht neu und stellenweise will „Wächter" eine Nummer zu amerikanisch sein; man kauft den Leuten im Film das "Matrix"-hafte Hantieren mit Nokia-Handys und all die teuren Apple-Computer (letztere übrigens sämtlichst mit abgeklebtem Logo, mal drauf achten) einfach nicht so richtig ab. Aber dennoch schafft der Film etwas, das meiner Meinung nach kein deutscher Film der jüngeren Zeit (mit Ausnahme von Schwendtkes „Tattoo" oder auch „Anatomie") geschafft hat: Ein Internationales Unterhaltungsformat zu bieten, ohne seine Herkunft komplett zu verleugnen.
Ich persönlich freue mich auf Teil 2 und 3 der Trilogie. Und ich werde mir auf jeden Fall die Special Edition DVD holen, denn mich interessieren die Hintergründe dieser Produktion brennend. Tipp übrigens: Die englische Synchronfassung ansehen! Die Sprecher sprechen US-englisch, aber mit russischem Akzent! Das hat einen ganz eigenen Flair!
Weiter so, Russland!
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