Sachbücher sind für Kinder langweilig! Sie dienen nur dazu, das pädagogische Gewissen der Eltern zu befriedigen! Am Ende lesen es doch nur die Eltern! Vorurteile?
Eindeutig ja! Gute Sachbücher können ebenso spannend sein wie Abenteuerromane und sie befriedigen noch dazu die natürliche Neugier von Kindern. Denn wer von den Eltern hat schon immer gute Antworten auf die vielfältigen und beharrlichen „Warum-Fragen" der jungen Forscher. Etwa: Warum speien manche Berge eigentlich Feuer. Hand auf Herz, wer kann das schon genau erklären? Am besten jemand, der sich damit intensiv beschäftigt hat und Vulkane liebt. Und das trifft auf den Photografen Philippe Bourseiller zu. Seit 1991 reist er durch die Welt, um Vulkane kennen zu lernen und ihre Schönheit und Magie in Bildern einzufangen. Dabei gilt sein Interesse nicht nur den Vulkanen an sich, sondern auch den Menschen und Tieren, die damit verbunden sind. Ihre Unberechenbarkeit und Schönheit, das Leben mit diesen oft nur schlafenden Giganten, hinterläßt Spuren in den Geschichten, Märchen und Ritualen der Völker. Auch damit beschäftigt sich Philippe Bourseiller. Auf unterhaltsame Weise lernen die Kinder, wie ein Vulkan aufgebaut ist und woher er seine ungeheure Energie erhält. Sie erleben Vulkanologen bei der Arbeit und erfahren, wie sich ein Ausbruch auf Menschen und Tiere auswirkt. Und so unterschiedlich auch der Umgang einzelner Völker mit diesen dramatischen Naturereignissen ist, verbindend bleibt Staunen, Faszination und manchmal auch Angst und Ohnmacht.
Die Bilder, die Philippe Bourseiller in vielen Kontinenten der Erde gesammelt hat, sind sehr intensiv und nah. Man hat fast den Eindruck, dabei zu sein. Die Texte sind kindgemäß geschrieben, ohne zu sehr zu vereinfachen und äußerst informativ. Mit der Reihe gelingt dem Verlag eindeutig der Beweis: Sachbücher sind für Kinder genau so spannend wie für Erwachsene, wenn sie gut gemacht sind. Und das sind sie, ohne Einschränkungen.