,Vielversprechend' war jenes Attribut, das man der Band bei ihrem erfrischend anders seienden Debut von 2005 größtenteils zurecht zuerkannte, waren songs wie das skandierende ,My Little Brother' oder ,Moving To L.A.' doch durchaus infektiös und hatten gute hooks. Auf Album Nr. 3 ist der Sound der Band noch ein wenig in Richtung Punk gerückt, das ganze ist astrein gespielt und wurde von Francis Black auch sauber und unprätentiös produziert - allein die hier immer wieder gern angeführten Paralellen zu den Pixies hör' ich hier nur sehr spärlich, denn dazu fehlt ,Art Brut' einfach der Variantenreichtum dieser Alternativ Kultgruppe. Instrumental gesehen sind dann auch Lieder wie ,Demon's Out!', ,The Replacements' oder ,Twist And Shout' wirklich Klasse, und Eddie Argos Texte witzig bis intellektuel, aber die hooks fehlen hier, und allzu oft klingt Argos hier wie ein vor sich hin proklamierender ,speaker's corner' Wunderling und schafft es (oder will er nicht?) eigentlich nie so etwas ähnlches wie Gesang zum Besten zu geben, und das fehlt diesem Album einfach. Seine teils wütenden, teils anklagenden Monologe als für Art Brut typisches Stilmittel einzusetzen wäre ja OK, wenn die songs aber nur mehr daraus bestehen wird das Ganze - gelinde gesagt - ermüdend, da kann die Musik noch so gut gespielt sein. Deswegen: Band bitte weitermachen so - Argos - bitte, zumindest teilweise, zu singen anfangen und/oder sich mit jemandem zusammenspannen der Melodien schreiben und singen kann.