Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit ihrem Debüt avancierten Pearl Jam zum Newcomer des Jahres '92 und wurden zusammen mit Nirvana zum Aushängeschild des Grunge gemacht. Dieser gegen den Willen der durch und durch bodenständigen Band betriebene Hype ließ die Erwartungen an den Nachfolger ins Unermeßliche wachsen. Von daher war eine Enttäuschung vorprogrammiert: Weder das Presseecho noch die Verkaufszahlen von Vs. konnten Ten das Wasser reichen.
Kein Wunder, denn Pearl Jam ließen sich von dem Rummel um sie nicht verrückt machen. Anstatt im bewährten Schema Nachfolgehits von "Even Flow", "Alive" und "Jeremy" zu schreiben, wollten sie sich mit Hilfe von Produzent Brendan O´Brian vielmehr konsequent weiterentwickeln. Nicht zuletzt durch den starken Einfluß von Sänger Eddie Vedder näherten sie sich mit sperrigerem und tiefer in den Siebzigern verwurzelten Material ihrem Idol Neil Young an. Dabei kommen die Qualitäten der Band zwar nicht immer voll zum Tragen, aber Songs wie der energetisch rockende Opener "Go", das wunderschöne "Daughter" und das relativ harte "Rearviewmirror" sind zeitlose, nicht mehr aus dem Bandrepertoire wegzudenkende Klassiker.
Kein Meilenstein wie Ten, aber von großer Bedeutung für den weiteren Weg von Pearl Jam. --Marcus Schleutermann
Kein Wunder, denn Pearl Jam ließen sich von dem Rummel um sie nicht verrückt machen. Anstatt im bewährten Schema Nachfolgehits von "Even Flow", "Alive" und "Jeremy" zu schreiben, wollten sie sich mit Hilfe von Produzent Brendan O´Brian vielmehr konsequent weiterentwickeln. Nicht zuletzt durch den starken Einfluß von Sänger Eddie Vedder näherten sie sich mit sperrigerem und tiefer in den Siebzigern verwurzelten Material ihrem Idol Neil Young an. Dabei kommen die Qualitäten der Band zwar nicht immer voll zum Tragen, aber Songs wie der energetisch rockende Opener "Go", das wunderschöne "Daughter" und das relativ harte "Rearviewmirror" sind zeitlose, nicht mehr aus dem Bandrepertoire wegzudenkende Klassiker.
Kein Meilenstein wie Ten, aber von großer Bedeutung für den weiteren Weg von Pearl Jam. --Marcus Schleutermann
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Namenlose sind die Radaubrüder von Pearl Jam schon lange nicht mehr. Immerhin fanden die Grunge-Gewitter ihres Albums Ten sieben Millionen Käufer. Auch Vs. bietet wieder morbiden Rock zwischen Himmel und Hölle - und verschreckt garantiert nicht nur harmoniesüchtige Radio-Redakteure. Dafür dröhnt Glorified G im bewährt schmutzigen Seattle-Sound, und W.M.C.A. (White Middle Class American) wird zur sozialen Abrechnung. Der effektvoll inszenierte LowFi-Sound macht es vollends klar: Bandboß Edward Vedder hat kein Herz aus Sahne.
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