Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absolut Konträr zu "Ten", 29. Juni 2003
, aber nichtsdestotrotz genausogut wie das Debüt der Washingtoner Holzfäller, wenn nicht sogar noch besser. Obwohl diese CD keine Hymnen wie "Ten" im Stile von "Alive" oder "Jeremy" aufweist, sondern in Gegenteil eher auf Kürze ( in der ja bekanntich die Würze liegt) setzt, versprühen die Songs eine ungebändigte Energie und kommen in dem für die frühen Neunziger so Typischen Soundmantel verpackt daher. Man höre sich nur die Brecher à la "Animal", "Glorified G" oder "Drop the eleash" an, die meiner meinung nach zu den besten Werken dieser platte zählen - was absolut nicht heißt, dass die anderen Songs irgemndwie schlechter wäre. Vielmehr setzen Pearl Jam bei "Versus" eher auf Kompaktheit, peitschen einem, wie in "drop the leash" eben peitschende Riffs um die Ohren, gespickt mit genialen Soli des in diesem Jahr absolut zu Recht zum besten Gitarristen gekührten Mike MCCready. Was aber keinsefalls heißen soll, dass ihm seine Bandkollegen irgendwie nachstehen könnten - allen voran ein Eddie Vedder in Hochform, der mit seiner unverwechaselbaren, unterschwelig immer etwas rebellischen Stimme dafür sorgt, dass die Songs ihre für Pearl Jam so typische Eigenart erhalten. Überhaupt ist es diese Dichtheit (nicht im alkoholischen Sinne), die Ungeschliffenheit und der sleazige Touch, der diesen Perlen den so vielfach stereotypisierten, hier aber in seiner einzigartigen Natürlichkeit zur Geltung kommenden vergrungten Sound verleiht - ohne jedoch in geringster Weise an irgendeine Form von (Katzen-)jammer zu erinnern (womit hinsichtlich der Ethymologie des Bandnamens schon einmal geklärt wäre, wovon sich selbiger eben nicht ableitet). Dementsprechend reflektiert die Stimmung auf der Platte dem geneigten Zuhörer auch sofort die (rebellische) Haltung, die Vedder und Konsorten beim Komponieren der Songs inspirierte: rohe, absolut nicht medien-, geschweige denn in vermarktungstechnischer Hinsicht wirtschafts-kompatible Musik, die sich zu den von allen hochgepriesenen, unheimlich eingängigen "Ten"-Hymnen abhebt - was ihr bezüglich der Komplexität und auch Provokation, ja vielleicht sogar Aggressivität der Leieder auch gelingt, jene für den eingefleischetn Hörer aufgrund dieses Gegensatzes aber gerade auch wieder interessant macht. Und diese ungezügelte Wut ob des ganzen Rummels um ihre Person und des Starkults ist es, die den Songs mittels der treibenden Riffs Leben verleiht und dem Hörer die Athmosphäre dieser Epoche perfekt in die heimischen Boxen überträgt. So kommt es dann auch, dass die Songs schon wieder vorbei sind, noch ehe man sich wirklich in ihre, gemäßigt ausgedrückt, einem Paukenschlag ähnlichen Songstrukturen reingehört hat. Leute, ich empfehle jedem, der die ungestüme, in jedem Fall absolut natürliche Urform des Grunges zu seinen besten Zeiten durch die heimischen Konserven jagen will, den käuflichen Erwerb dieser CD. Vergesst all die Klischees um Nirvana und Konsorten, Pearl jam at their best sind die wahren Meister des , abfällig betitelten, Holzfällerrocks- in diesem Sinne - keep on rocking in a free world...
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
irgendwie doch anders, 15. April 2001
Der Nachfolger von "TEN" stand sicher unter enormen Erwartungsdruck, genauso gut zu sein und genau so viel abzusetzen wie das Debüt. Viele Leute sprachen deswegen automatisch von Kommerz, an der CD sei nichts Neues, wie Pearl Jam selbst es aber versprochen hatten. Vielfach also als "Eleven" verschrien, kann ich diese Meinung nicht teilen! "Vs." kommt viel härter rüber als der Vorgänger und manche Lieder sind einfach krank (aber trotzdem genial, auf ihre Weise), wie z.B. "blood". Für mich ist diese CD was ganz anderes als "TEN", natürlich besser produziert mit Brendan O`Brien am Start, wohl irgendwie "knackiger"! Ich glaube, diese CD bildet eine genauso glaubwürdige Einheit wie "TEN", der Kontakt zum Vorgänger besteht noch hörbar, bei "Vitalogy" reist er ab. Möglicherweise ist "Vs." noch nicht die grundlegende Veränderung, aber sie ist definitiv anders, mit echten Hammern wie "go", "animal" oder "rearviewmirror", dem für mich absoluten Pearl Jam- Song "dissident" (für mich noch vor "alive" oder "even flow" rangierrend) und dem über-depressiven "indifference" eine der besten Rock-Platten der 90er. Diese CD eignet sich außerdem besonders gut als Autofahr-Mucke, ehrlich!P.S.: Die Behauptung, der Titel "Vs." entspringe dem Gedanken der Rivalität zwischen Pearl Jam und Nirvana, halte ich für aufreibenden Schwachsinn! Dieser von den Medien zum Ausdruck gebrachte Hype-Shit bringt doch niemandem was, es war nicht so viel Wahres dran, wie wohl viele dachten.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nach "Ten" noch eins draufzulegen, ist einzigartig!, 23. November 2004
Nach dem legendäre Album "Ten" schien es ein Ding der Unmöglichkeit, daß Pearl Jam auch nur halbwegs auf der Welle weiterreiten könnten, aber sie haben es akzeptabel hinbekommen. Ein zweites "Ten" kann es einfach nicht sein, aber es ist ein würdigster Nachfolger. Die Tracks sind etwas aggressiver geworden, nur das letzte Lied versetzt in eine Art Trance, wie man sie von Eddie Vedder (Sänger) erwartet. Besonders empfehlenswert, weil schnell und aufputschend: "Rearviewmirror"
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