Mit zwei Jahren Abstand erschienen die beiden TV-Filme um den Werdegang einer kleinen Sekretärin in einem Kosmetik-Konzern. Mit der tollen "Kulisse" Berlin, dem "Sturm der Liebe" - Star Henriette Richter-Röhl in der Hauptrolle und dem erfolgreichen Komödien-Autor Christian Pfannenschmidt hatte es John Delbridge nicht schwer, für zwei angenehme Abende entspannender Unterhaltung zu garantieren. Die Zuschauerzahlen bei den ZDF/ZDF Neo - Ausstrahlungen waren entsprechend hoch, und schon bei den Vorbestellungen erreicht die zugehörige DVD bei Amazon stolze Ränge in der Bestseller-Liste.
Vorzimmer zur Hölle
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Juliane Engelhardt (Henriette Richter-Röhl, 28) arbeitet nach Abbruch ihres Medizinstudiums am Empfang des Kosmetik-Konzerns "Winter Cosmetics International". Als die langjährige Chefsekretärin des Vorstandsvorsitzenden, Annedore Zimmermann (Eleonore Weisgerber, 62), mit einer Herzattacke zusammenbricht, rettet Jules Geistesgegenwart ihr das Leben. Sie schlägt Jule kurzerhand als Aushilfssekretärin vor. Doch ihr Start im Vorzimmer des Vorstandsvorsitzenden Dr. Phillip Richter (Andreas Pietschmann, 41) gleicht einer Katastrophe. Der aufdringliche Finanzvorstand Ascan Borg (Gregor Bloéb, 42) belästigt sie. Die Konzernchefin Frieda Winter (Heidelinde Weis, 70) bemerkt Jules Unerfahrenheit. Und ihr Chef ist so genervt von ihrem Outfit und ihrer Unbeholfenheit, dass er sie kurzerhand zurück in die Halle befördert. Doch als Jule am nächsten Morgen neu gestylt im Vorzimmer erscheint, bekommt tatsächlich eine zweite Chance. Während einer ersten gemeinsamen Dienstreise nach Brüssel erfährt sie, dass sich hinter dem knallharten Vorstandsvorsitzenden ein Mensch verbirgt. Phillip Richter weiß Jules Loyalität immer mehr zu schätzen und vertraut ihr vieles an. Umso größer ist die Enttäuschung, als er erfährt, dass Jule während seiner Dienstreise nach Prag offenbar in seiner persönlichen Korrespondenz geschnüffelt hat. Jule verdächtigt ihn, hinter einer feindlichen Übernahme des Konzerns zu stecken und schwärzt ihn bei der Konzernchefin an. Juliane Engelhardt und Phillip Richter ahnen, dass sie damit auch die Hoffnung auf ein gemeinsames Glück verspielen ...
Vorzimmer zur Hölle - streng geheim!
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"Niemand darf wissen, dass wir ein Paar sind. Das würde meine Autorität untergraben!" heischt Phillip seine Geliebte und Sekretärin Jule an. Damit kann Jule nicht umgehen - es kommt zum Streit. Philip hat aber auch geschäftlichen Ärger am Hals - der Firma droht eine Übernahme. Der Investmentbanker Earl G. Kennel (Thomas Balou Martin, 48) hat die Mehrheit erworben. Stolz präsentiert er seinen "Kettenhund" Veit Fuchs (Hansa Czypionka, 52) als Finanzvorstand. Im Vorzimmer sitzt auch noch unverändert die "Top-Tippse" Kim Kerner (Ivonne Schönherr, 29). Sie möchte zwar zu Jule ein anderes Verhältnis finden, schlägt sich aber im falschen Moment auf die Seite von Fuchs. Alle Arbeitsplätze scheinen bedroht. Als auch noch Philip Richter entlassen wird, verbünden sich Jule, Kim und Annedore Zimmermann - es wird Zeit, dass mal jemand was unternimmt und die Firma vor der Übernahme rettet ...
ZDF-Zuschauer durften den Film bereits in bester Bild- und Tonqualität genießen - vielleicht ist ja bald auch noch eine Blu-ray mit den beiden so beliebten Filmen erhältlich? Wie auch immer, man braucht sich wegen des etwas erschreckenden "Höllen"-Titels keine Sorgen zu machen - das Herz kommt ganz sicher nicht zu kurz, und wenn etwas nicht gut auszugehen scheint, ist, wie Annedore erklärte, die Sache vielleicht einfach noch nicht an ihrem Ende angelangt. Und wer kann schon mit Sicherheit eine weitere Folge ausschließen?
jury 4* A0570 4.4.2011e 4 A