Dieser Film ist ein mutiges Plädoyer für Zivilcourage und Mut, der selbst den ersten Teil der Reihe nach Spannung und Motivkonzentration übertrifft.
Die Jungdarsteller sind inzwischen voll und ganz in ihren Rollen angekommen und verleihen dem sympathischen Abenteuerfilm ein unverkennbares Flair. Anders als bei den fast austauschenbaren Wilden Kerlen steht jeder der Vorstadtkrokolide für einen ganz besonderen jungen Menschen: eine Bande, in der Aussenseiter ganz groß sind: ob du im Rollstuhl sitzt, stotterst, Ausländer bist, zu dick bist oder ein Mädchen unter Jungs bist...bei den Vorstadtkrokodilen ist jedes echte Krokodil willkommen...
Doch Nichts mit Friede-Freude-Eicherkuchen-Ferienbande! Hier geht es durchaus ans Eingemachte: die Arbeitsplätze der Eltern und die eigene Zukunft! Frech aber nicht sinnentleert gerät auch das zweite Abenteuer der Vorstadtkrokodile zu einem glaubwürdigen Einsatz für die Allgemeinheit. Anders als die berühmten DWK-Fußballkicker flüchten die Vorstadtkrokos nicht in eine Phantasiewelt sondern stellen sich der harten Realität.
Nach all den Ottos, 7 Zwergen und Bullies der deutschen Filmgeschichte läutet ausgerechnet eine beinahe unscheinbare Kinderfilmereihe die Wende zur Intelligenz im deutschen Mainstream-Film ein.
Unverständlich bleibt, wie man einen sommerlichen Abenteuerfilm wie diesen ausgerechnet bei ausgemachten Schlittenfahrerwetter im tiefstes Winter in den Kinos verheizen konnte, wo er leider nur wenig Beachtung finden konnte...
Ein pädagogisch wertvoller, aufrichtiger und authentischer Kinder- und Jugendfilm, der einfach Lust auf mehr macht: Dieses Ende wird ein Anfang sein? Zu hoffen wäre es!