Eines der großen Probleme von Queer Cinema ist, dass es nur wenige, brauchbare Rezensionen zu den Filmen gibt. Ich weiß leider nicht, wie mein Vorbewerter auf seine Meinng gekommen ist, aber ich kann diese nicht im geringsten bestätigen.
Zuerst fällt auf, das man die Geschichte des Films offenbar nicht zu begreifen scheint. Ich persönlich schaue mir gerne anspruchsvolles Kino an. Dieser Streifen ist aber meiner Ansicht nach einfach nur unstrukturiert. Dieser Eindruck wird durch einen Filmschnitt, den ich nicht mal in die Independent-Ecke einsortieren würde, noch verstärkt. Die Tonqualität ist teilweise ziemlich schlecht. Hintergundrauschen, umgebungsbedingte Geräusche und Effekte sowie unterschiedliche, offenbar von der Kameraposition abhängige Lautstärken innerhalb ganzer Szenen, mindern den qualitativen Eindruck des Films stark. Auch über die schauspielerische Leistung einiger Darsteller sollte man bei diesem Film besser hinweg sehen. Darüber hinaus hat man sich offenbar bei der Postproduktion einige lustige, visulle Extras einfallen lassen, die aber eher verwirren und mehr nach "mal ausprobieren" aussehen, da ihre vielfältige Fülle recht unpassend wirkt.
Es ist ok, wenn auch heute noch ein Film mal ohne vernünftige audio-visuelle Postproduktion auskommen muss. Wenn dann aber auch noch die Story kaum zu verstehen ist, der Schnitt schlecht verwirrend und die schauspielerische Leistung fraglich sind, dann möchte ich persönlich mein Geld lieber anders investieren.
Um zum Schluss noch mal ein eigentlich eher zweitrangiges pro Argument meines Vorkritikers zu
kommentieren: An den Jungs im Film finde ich persönlich nichts besonderes. Auch, wenn es einiges an nackter Haut und das ein oder andere Gehänge zu sehen gibt, sind die Jungs nicht übermäßig ansprechend und reißen den Film für mich nicht raus.
Als Fazit gibt es von mir daher keine Kaufempfehlung auch, wenn ich Queer Cinema sehr liebe.