Pressestimmen
„Eigentlich haben fast alle Leser der großen Autoren der ‚Frankfurter Schule‘ ihre Texte mit dem geheimen Wunsch studiert, mehr über ihr privates Leben zu wissen. Carl Djerassis ‚Vorspiel‘ wagt zur Freude seiner Leser, was sie sich nicht zugetraut haben – und bringt dabei eine wirklich unheimliche Wirkung hervor: biographisch wie philosophisch gelangt diese historische Fiktion in dramatischer Form zu einer Dimension der Wahrheit und Einsicht, die den wissenschaftlichen Untersuchungen verschlossen blieb.“ Hans Ulrich Gumbrecht, Albert Guérard Professor der Literatur, Universität Stanford „Zugleich empörend und verführerisch, schafft Vorspiel, von den über die Leben seiner vier realen Protagonisten bekannten Fakten ausgehend, kühn ein lebendiges Drama aus verschlungener emotionaler Intrige und beißendem Witz. Michael Frayns ‚Kopenhagen‘ und Tom Stoppards ‚Travesties‘ haben einen würdigen Nachfolger gefunden.“ Martin Jay, Universität Berkeley „In ‚Vorspiel‘ befördert Djerassi den Leser direkt in die Mitte des emotionalen Kampfes bekannter Philosophen des 20. Jahrhunderts. Seine privaten Einblicke in die Leben Hannah Arendts, Gretel und Theodor W. Adornos und Walter Benjamins geben uns Einblick in die ansonsten unbekannten Aspekte sowohl ihrer zwischenmenschlichen, als auch ihrer geistigen Beziehungen. Djerassis Perspektive ist so durchdacht, wie sie ironisch ist. Sie verblüfft und vergnügt.” Antonia Grunenberg, Universität Oldenburg
„Djerassi verarbeitet jede Menge Klatsch und Tratsch über die Säulenheiligen der progressiven Intelligentsia zu einem intellektuellen Vergnügen – mit der Betonung auf Vergnügen.“ Jüdische Allgemeine Zeitung, Michael Wuliger
Kurzbeschreibung
In Vier Juden auf dem Parnass ließ Carl Djerassi vier Geistesgrößen des 20. Jahrhunderts Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Gershom Scholem und Arnold Schönberg ins Gespräch eintreten. Durchwegs in direkter Rede verfasst, schrieb er eine unkonventionelle, nichtsdestoweniger sorgfältig recherchierte Biographie, von der ausgehend Djerassi nun den Sprung zu seinem nächsten Werk getan hat: Das Personal für sein ebenfalls in Gesprächsform gestaltetes Vorspiel ist nicht minder illuster: Theodor W. und Gretel Adorno, Hannah Arendt und Walter Benjamin wobei Arendt und Adorno eine heftige gegenseitige Abneigung ebenso verbindet wie ihre tiefe Bewunderung für Walter Benjamin. Ein ominöses Fräulein X macht den furiosen Reigen rund um Philosophie und Politik, berufliche und persönliche Eifersucht komplett. So nimmt sich Djerassi zwar in seinem Werk viele literarische Freiheiten heraus, aber doch: So oder ähnlich könnte es gewesen sein.