Kurzbeschreibung
DEHP, DBP und BBP; DIDP, DNOP und DINP. Chemische Verbindungen, die in Kunststoffen als Weichmacher eingesetzt werden können, sind ins Gerede gekommen und in die Mühlen der Europäischen Union, ein nicht wissenschaftlich, sondern allein politisch begründetes Stoffverbot durchzusetzen. Das Instrument der Stoffverbote sollte in der Umweltpolitik jedoch nur als allerletztes Mittel eingesetzt werden, um ernste Gesundheits- und Umweltschäden abzuwenden. Die Frage ist: Erkennt man an, dass im Zusammenspiel zwischen dem Erfindergeist von Chemikern und Ingenieuren auf der einen Seite und den Bedürfnissen und Wünschen ihrer Kunden auf der anderen Seite nicht nur allseits befriedigende, sondern auch gesunde und nachhaltige Problemlösungen gefunden werden können? Der Autor führt Grundfragen der Politik, der Philosophie und der Naturwissenschaften zusammen - in einer Problematisierung der Einflüsse von Fürsorgestaat und Pressure Groups auf den menschlichen Fortschritt:"Keine noch so intelligente Technik wird die Menschen von der Qual der Übelabwägung befreien."
Über den Autor
Edgar Gärtner Elektrolehre; Studium der Hydrobiologie und der Politikwissenschaften in Frankfurt am Main und Marseille (Frankreich); Lehr- und Forschungsaufträge an der Universität Münster/Westfalen und an der Gesamthochschule Kassel; In den 80er Jahren ständiger Mitarbeiter des Wissenschaftsmagazins "Science & Vie" (Paris); 1989-1992 Mitbegründer und verantwortlicher Redakteur eines ökologischen Wirtschaftsinformationsdienstes in Frankfurt am Main, 1993-1996 Chefredakteur eines Naturmagazins; seit 1993 selbständiger Redakteur und Berater vor allem für die chemische Industrie; seit 2005 Leiter des Umweltforums des Center for the New Europe (CNE), eines liberalen Think Tank in Brüssel. - Persönliche Homepage: http://www.gaertner-online.de/