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Vorsicht Rechtsanwalt: Ein Berufsstand zwischen Mammon und Moral Gebundene Ausgabe – 2. Mai 2014


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (2. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406666833
  • ISBN-13: 978-3406666834
  • Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 2,5 x 22,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Schütz am 30. September 2014
Verifizierter Kauf
Vor dem Hintergrund, dass ca. 80 % der Kunden des C.H.Beck-Verlages Rechtsanwälte sein dürften, ist es überaus mutig, dass der Verlag dieses sorgfältig recherchierte Werk herausgebracht hat. Dieses Buch ist - anders als manche Rezensenten meinen - keine billige Hetze gegen Rechtsanwälte, sondern eine genaue und differenzierte Darstellung der Schwachstellen dieses Berufes in Deutschland. Die Ursachen sind relativ klar: Jahr für Jahr strömt ein Heer von Jura-Absolventen, die auf Grund ihrer schlechten Noten von Justiz und Wirtschaft nicht genommen werden, in den Anwaltsberuf. Der Markt kann aber diese Masse neuer und unerfahrener Rechtsanwälte nicht aufnehmen, denn der Kuchen wird nicht grösser. Und mit irgend etwas muss man schliesslich Geld verdienen. Und so werden dann, wie der Autor detailliert belegt, im Internet Abo-Fallen aufgestellt, angebliche Urheberrechtsverstösse abgemahnt, Mandanten zu sinnlosen Prozessen, Berufungen und Revisionen geraten, den eigenen Geldbeutel fest im Blick. In Strafprozessen stellen Pflichtverteidiger eine unendliche Zahl von Beweisanträgen, denn für jeden neuen Verhandlungstag gibts Geld aus der Justizkasse. Allein der Hamburger Piratenprozess hat die öffentliche Hand 3,4 Millionen Euro gekostet, wovon ein erheblicher Teil in den Taschen der 20 Pflichtverteidiger gelandet ist.
Fazit: Für alle, denen die Wahrung der Rechtskultur in Deutschland ein Anliegen ist, ein überaus lesenswertes Buch !
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Walter von der Fogelweide am 31. August 2014
Es stimmt, dieses Buch hat (wie andere Rezensenten anmerken) mit Sicherheit eine polarisierende Wirkung. Verbraucher werden es schätzen, Anwälte werden es hassen. Schliesslich ist Wagner einer der Ersten überhaupt, die dieses heisse Eisen anfassen. Sehr verdienstvoll, denn es war höchste Zeit. Bedauerlicherweise hat sich bei den Anwälten in unserem Land eine Haltung breit gemacht, die mit Ethos und Anstand nichts mehr zu tun hat. Wie übel das Gebaren der Juristen ist, merkt man am besten dann, wenn man mal im eigenen Bekanntenkreis herumfragt, welche Erfahrungen die Leute mit Anwälten gemacht haben. Wir haben das getan und haben bislang niemanden getroffen, der wirklich zufrieden war. "Mandaten meckern immer, die haben sowieso keine Ahnung", werden einige Anwälte nun reflexhaft behaupten. Stimmt leider nicht, erstens gibt es eine Menge Laien, die Ahnung haben. Und zweitens gibt es unter den kritischen Stimmen auch viele ausgewiesene Kenner der Materie. Juristen wie Joachim Wagner, zum Beispiel. Dass er den Abzockern und Winkeladvokaten unter seinen Kollegen nun den Spiegel vorhält, ist ausserordentlich verdienstvoll.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Markus Hartung am 1. Juni 2014
An diesem Buch scheiden sich die Geister. Es polarisiert, mit Absicht. Es hat Stärken im unverstellten Blick, was uns Anwälten an unserer eigenen Zunft nicht passt, was wir aber nicht laut (genug) sagen. Es hat Schwächen, weil es mit einem sehr breiten Quast arbeitet und letztlich dort, wo es auf Genauigkeit ankommt, zu kurz springt: Nach der Lektüre - fesselnd, weil wirklich gut geschrieben - wartet man auf die Lösung, oder die Erlösung: Aber das, was dann zur Ethik vorgeschlagen wird, bleibt enttäuschend hinter dem zurück, was schon Stand der Dinge ist.

Trotzdem: Absolut lesenswert!

By the way: Das Buch ist furchtbar lektoriert, wenn es denn überhaupt lektoriert wurde. Viel zu viele Rechtschreibfehler; das sollte bei einem Verlag wie Beck eigentlich nicht durchgehen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Alexander Hübner am 25. August 2014
Verifizierter Kauf
Der Autor nennt das Problem endlich beim Namen: der ungebremste und unkontrollierte Zugang aller Volljuristen auf den Anwaltsmarkt und die damit einhergehende Verelendung und Verrohung eines Berufstandes. Die Politik schert sich nicht, das regelt der Markt.... das Ergebnis ist bekannt. Als Strafverteidiger kann ich insbesondere die diesbezüglichen Ausführungen des Autors nur unterstreichen, sie entsprechen der Realität.
Die im Buch aufgeführten Missstände sind mir fast alle geläufig, insbesondere die Untätigkeit der Kammern, die Schönfärbereien der Verbandsjuristen usw..
Das Buch verdient nicht nur in Anwaltskreisen höchste Aufmerksamkeit. Ein Prädikat für Herrn Wagner
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20 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Heimkind am 13. Mai 2014
Keine Ahnung, was sich der Autor beim Schreiben eigentlich gedacht hat. Vielleicht Haß auf Anwälte oder "Ich brauche möglichst "Bild-Niveau" um viele Bücher zu verkaufen", vielleicht beides? Keiner weiß es.

Im Ergebnis wirft der Autor an vielen Stellen Zahlen zu Kanzleiumsätzen in die Runde, welche unkommentiert stehen bleiben. Möglichst den Eindruck von unverhohlener Gier erzeugen. Warum auch darauf hinweisen, dass von 100.000 € Jahresumsatz
- zunächst 19% Umsatzsteuer abgezogen werden,
- dann die monatlichen Ausgaben von vielleicht (mit angestellter Sekretärin) 4.000,- €,
- zuletzt noch die Einkommensteuer von (in diesem Rechenbeispiel) 22%
Ergebnis: 2.300,- € netto im Monat. Für einen Anwalt ganz allein.
Und wieder haben wir einen Millionär erwischt. Da hat der Autor aber einen richtig gierigen Anwalt ausfindig gemacht. :-) Wahnsinn. Jetzt wissen alle Bescheid.

Und dann das ganze auch noch im Sozialrecht. Wie kann ein Anwalt so ein Heuchler sein und Hartz IV Empfängern zur Seite stehen. Nutzt er einfach das überarbeitete fleißige Jobcenter aus. Sind doch auch nur Menschen. Sind doch nur 40% aller Bescheide fehlerhaft. Wäre doch viel besser wenn die Hartz IV Empfänger usw. sich allein um alles kümmern. Das wäre eine gerechte Welt.

Demnächst erzählt der Autor auch noch die Geschichte, dass es doch tatsächlich z.B. Ärzte gibt, die z.B. nur darauf warten (und damit Millionen verdienen), dass einfache Menschen einen Autounfall hatten und sich dabei verletzt haben. Das ist erst einmal widerlich...oder. ;-)

Soll sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Ich empfand das Buch als anstrengend polemisch. Eine saubere Kritik sieht anders aus. Kein großer Wurf.
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