Das Buch ist verständlich, gut zu lesen und teilweise hilfreich.
NACHTEILE: Zunächst ist ein Manko, dass sich der Autor nur auf die Betriebssysteme XP und Vista von Microsoft beschränkt. Da ich Mac-Nutzer bin, war das Buch schon gleich ein Fehlkauf. Diese Beschränkung hätte in den Untertitel des Buches und nicht ins Vorwort gehört. Habe das Buch interessehalber trotzdem ganz gelesen.
Wer sich zum Anonymisierungs-Thema informieren will, möchte wissen, ob es Schutz gibt oder nicht. Und das ist nicht 65-Prozent-, sondern 100-Prozent-Schutz. Nun findet man im Werk mehrfach längere Ausführungen, die dann z.B. wie bei "Anonymisierer" in der Auskunft gipfeln: "... lauert die Gefahr, dass ein Datenspion diese Daten mitliest" (S. 141). Brauche ich dann einen Anonymisierer und ein Buchkapitel darüber?
Oder über "anonymes" Mailen via Web-Remailer: "weitgehend anonym". Denn wird ein Remailer "mit einem Spionageprogramm ausgestattet (beispielsweise vom Staat), so kann er als Spitzel fungieren" (S. 150). Aha. Die schlichte Auskunft, dass es NICHT geht, hätte bei diesen Stichworten genügt.
Vermisst habe ich Aussagen dazu, ob kostenpflichtige Anonymisierungsdienste (VPN-Dienste) etwas taugen - jedoch Fehlanzeige. Über die übelste Datenkrake, Google, das sich überall auf klebrigste Weise in jeden PC einschleicht und festsetzt, um Daten weiterzufunken, verliert der Autor kein Wort, obwohl es eindeutig zur Themenstellung gehören würde. Bezüglich Google gibt es Abwehrmaßnahmen, sogar spezielle Abwehr-Software und -Plugins, für den Verfasser aber leider keiner Rede wert.