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Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft
 
 
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Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft [Taschenbuch]

Manfred Spitzer
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423343273
  • ISBN-13: 978-3423343275
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
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Manfred Spitzer
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Machen Videospiele gewalttätig? Macht Fernsehen dick? Fördert das Internet die geistige Entwicklung -- oder schadet es ihr? Über die Auswirkungen des Bildschirm-Konsums wird seit Jahren heftig diskutiert, und je nach Kenntnisstand und (wirtschaftlichem) Interesse fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Jetzt gibt es endlich ein Buch, das die wissenschaftlichen Studien rund ums Thema zusammenfasst. Manfred Spitzer, leitender ärztlicher Direktor der psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm und Leiter des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen, kommt bei der Auswertung des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes zu einem alarmierenden Ergebnis. Und er fordert drastische Maßnahmen. Sofort.

Denn die Auswirkungen des Bildschirm-Konsums sind dramatisch, und besonders stark sind Kinder betroffen. Anhand zahlreicher Studien aus aller Welt zeigt Spitzer die Folgen im Detail und mit erschreckenden Zahlen auf: Übergewicht, Lese- und Aufmerksamkeitsstörungen, gestörtes Sozialverhalten, steigende Gewaltbereitschaft und eine massiv gestörte geistige Entwicklung. Vieles davon haben die meisten von uns schon vermutet, aber durch dieses Buch werden nun auch die Zusammenhänge und das tatsächliche Ausmaß des Problem deutlich. Doch dabei bleibt der Autor nicht stehen: Er fordert drastische Maßnahmen und macht konkrete Vorschläge dazu -- vom Verbot der an Kinder gerichteten Werbung für ungesunde Nahrungsmittel bis zu Gebührenerhöhungen für die Ermöglichung kindgerechten Fernsehens. Dabei orientiert er sich am Problem der Umweltverschmutzung, das er für vergleichbar schwerwiegend hält und bei dem ebenfalls sowohl ein Umdenken als auch radikale Maßnahmen nötig waren und sind.

Ob Eltern oder Lehrer, Ärzte oder Fernsehmacher, Software-Entwickler oder Internet-User: Wir alle nutzen heute Bildschirmmedien und machen uns immer öfter Gedanken darüber, was sie uns und vor allem unseren Kindern antun können. Spitzer macht uns das Ausmaß der Gefahren deutlich und zeigt, was wir tun können -- und tun müssen, um die drohenden massiven Folgeschäden abzuwenden. Ein ebenso informatives wie unterhaltsam geschriebenes Buch -- und zugleich ein flammendes Plädoyer für sofortiges Handeln, das niemanden kalt lässt. Dieses Buch wird hoffentlich noch lange nicht nur für rege Diskussionen sorgen, sondern auch konkrete Änderungen in der Politik, in der Wirtschaft und im Privatleben anstoßen. -- Gabi Neumayer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Pressestimmen

»...Spitzer setzt seinen Lesern keineswegs ein Horrorszenario mit abwegigen Thesen vor. Er führt lediglich wissenschaftliche Forschungsbefunde zusammen, die in dieser Kompaktheit noch nirgendwo allgemein verständlich dargestellt wurden…«
Sprachrohr Lerntherapie

»Spitzer unternimmt den eindrucksvollen Versuch, alle verfügbaren Studien zum Bildschirmkonsum mit seinen eigenen neurologischen Erkenntnissen zu einem überzeugenden Beweis für seine These von der Schädlichkeit des Mediums zu verdichten.«
Rhein-Neckar-Zeitung

»Spitzer, der Neurologe, der Zauberkünstler, führt vor: Spitzer als Gesamtwerk, ein Original, nicht kopierbar. … Spitzer macht froh. Denn wenn er auftritt, erlebt man eine Art Katharsis mittels Wissenschaft. … Wer in Spitzers Vorträgen sitzt, kennt seine Bücher oder kauft sie doch gleich, 30 Prozent der Zuhörer werden nach dem Vortrag zu Käufern.«
Elisabeth von Thadden, Die Zeit 2004

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110 von 128 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Diskussions-Anreiz, 14. März 2006
Professor Spitzer setzt sich in seinem Buch "Vorsicht Bildschirm" mit den negativen Auswirkungen der Bildschirmmedien auf die physische und psychische Gesundheit, die Gewaltbereitschaft und die geistige Leistungsfähigkeit auseinander. Dabei nimmt der Autor eine überaus kritische Haltung gegenüber den neuen Medien ein, insbesondere was die Nutzung durch kleine Kinder anbelangt. Dieses negative Urteil ist jedoch gründlich recherchiert und durch empirische Studien wissenschaftlich belegt. Erfreulicherweise belässt es der Autor nicht bei einer fundierten Darstellung der negativen Auswirkungen der Bildschirmmedien, sondern zieht auch Konsequenzen und gibt Hinweise zur Abhilfe beziehungsweise Abmilderung dieser Folgen. Entgegen der gängigen Meinung, dass es in erster Linie darauf ankommt, was sich Kinder ansehen, vertritt Professor Spitzer die Ansicht, dass Bildschirmmedien auch an sich schädlich sein können. Entsprechend fordert er für kleine Kinder einen völligen Konsumverzicht und für ältere Kinder und Jugendliche eine sorgfältige Kontrolle der Inhalte und der Konsumzeit.

In sieben Kapiteln - neben der Einleitung - setzt sich der Autor mit folgenden Themen auseinander: Körperliche Gesundheit, Erfahrung und Aufmerksamkeit, Gehirnentwicklung und Werbung, Leistung in der Schule, Gewalt im Fernsehen, Computer- und Videospiele und was man gegen die Nebenwirkungen tun kann. Hintergrundinformationen zur empirischen Forschung sind bei Bedarf eingefügt und runden das Buch zu einem insgesamt sehr fundierten Werk ab.

An einigen Stellen ist die Auseinandersetzung Spitzers leider recht polemisch und provokativ ausgefallen (z.B. Powerpointkritik). Diese Passagen machen es für mich ein Stück weit nachvollziehbar, warum der Autor insbesondere bei Medienpädagog/inn/en auf große Ablehnung stößt: Statt wachzurütteln ruft er bei diesem Personenkreis Widerstand hervor. Dabei hätte Professor Spitzer es bei den angeführten Daten gar nicht nötig, zu derartigen Formulierungen zu greifen, um zum Nachdenken anzuregen.

Da der Autor in den Aussagen, die ich für wesentlich halte, gerade auch für Erziehungswissenschaftler/inn/en gute Argumente und wichtige Botschaften enthält, finde ich es sehr bedauerlich, dass das Werk pauschal verworfen wird. Ich halte das Buch unter dem Strich sowohl für die Pädagogik relevant als auch einer ganzheitlichen Perspektive dienlich - nämlich als sinnvolle Ergänzung einer sozialen Ausrichtung der Erziehungswissenschaft. Das Argument, Neurophysiologie, Naturwissenschaften und Empirie vertreten per se keine ganzheitlichen Ansätze, halte ich hier nicht für stichhaltig, um diese Ansätze im Namen der Ganzheitlichkeit gänzlich auszublenden. Hier scheinen mir teilweise ideologisch verhärtete Fronten zu herrschen, die ich bedauere und die der Wissenschaft, Fortschritt und Ganzheitlichkeit aus meiner Sicht nicht dienlich sein können, weil ich bei der aktuellen Situation der Wissenschaften gerade durch interdisziplinäre Perspektiven neue Erkenntnisse und Innovationen erwarte.

Mein Fazit für die Pädagogik lautet: Über den eigenen Schatten springen und kritisch lesen, wo Professor Spitzer über die Wissenschaft hinausschießt. Und ferner möchte ich den Leser/inne/n zu bedenken geben, dass es in verhärteten Situationen manchmal nur etwas bewegen lässt, wenn es jemand wagt, auch einmal wertend zu werden, statt sich ausschließlich brav auf sachlichen und nüchternen Pfaden zu bewegen. In diesem Sinne: Lassen Sie sich ruhig provozieren!

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55 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Dosis macht's, 10. August 2005
Von 
Regina Lindhoff (Frankfurt am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Prof. Manfred Spitzer spricht es aus: Klar, deutlich und unmissverständlich warnt er vor jeder Art Bildschirm, ob Fernseher, Computer oder Gameboy. Denn bei einem Zuviel vor dem Bildschirm drohen langfristige Folgen: Aufmerksamkeits- Sprach-, Lese- und Schreibstörungen; zunehmende Gewalt in der Gesellschaft; Übergewicht und 40.000 Tote jährlich aufgrund falscher Lebensgewohnheiten allein in Deutschland.
Übertreibung? Panikmache? Graue Theorie? Keineswegs. Eine umfassende Kenntnis von Studien aus den USA und europäischen Ländern, aber auch eigene wissenschaftliche Erkenntnisse und Beobachtungen fundieren, was Prof. Spitzer zu sagen hat - glaubwürdig, kompetent und auch für den wissenschaftlichen Laien leicht nachvollziehbar. Einleuchtende Beispiele und Vergleiche zeigen, dass Eltern - wenn schon Bildschirm - auf das „Wieviel" und das „Was" unbedingt achten sollten. Denn die Dosis macht's: Weniger ist mehr.
Als billige Babysitter dürfen Fernsehen, Computer & Co. demnach keinesfalls fungieren. Alltag mit Kind(ern) ist zwar nicht immer einfach und Zeit ist häufig Mangelware. Aber schon angesichts der Erkenntnisse von Prof. Spitzer und zahlreichen seiner Kollegen kann stundenlanges Sitzen der Kinder vor dem Bildschirm nicht einfach üblich, unvermeidlich oder gar erwünscht sein.
Der Autor selbst hofft, dass er mit seinen folgerichtigen Prognosen Unrecht hat. Denn dann hätte das Buch seinen Sinn erfüllt und dazu beigetragen, die negativen Folgen übermäßigen Bildschirmkonsums zumindest abzuschwächen. Mit dem Buch startet die Schriftenreihe „Transfer ins Leben" des ZNL - Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Ulm. Die Reihe will wissenschaftlichen Erkenntnissen den Weg zur konkreten Anwendung bahnen.
Fazit: Ein wichtiges Buch, das eigentlich alle, die Kinder beim Aufwachsen begleiten, einmal gelesen haben sollten. Und Kinder können so wunderbar kreativ sein - wenn man ihnen die Gelegenheit dazu lässt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Macht Fernsehen dick und krank?, 29. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft (Taschenbuch)
Zitat aus: Nurtureshock

"For a long time, there's been one culprit to blame for our failed efforts: television. Dr. Elizabeth Vandewater at the University of Texas at Austin got fed up with hearing fellow scholars blame it all on television with only weak data to support their claim. 'It's treated as gospel without any evidence,' she grumbled. 'It's just bad science.' Vandewater analyzed the best large dataset available'the Panel Study of Income Dynamics, which has extensively surveyed 8,000 families since 1968. She found that obese kids watch no more television than kids who aren't obese. All the thin kids watch massive amounts of television, too. There was no statistical correlation between obesity and media use, period. 'It's just not the smoking gun we assumed it to be."
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