Fleur Talbot nimmt eine Stelle als Sekretärin an und tippt die Lebenserinnerungen einer kleinen Gruppe von Exzentrikern ab. Viel zu sagen haben diese über ihr Leben eigentlich nicht und Fleur macht sich ihre Arbeit amüsanter, indem sie den Erinnerungen kleine aufsehenerregende Details zufügt. Sir Quentin, Leiter der Gruppe, kommt Fleurs Idee gar nicht ungelegen, denn es entspricht seiner Idee der "rückhaltlosen Offenheit". Pikante Details in den Biografien (ob wahr oder nicht) sowie einige hinterlistige Tricks von seiner Seite machen ihm die Gruppe hörig. Störend sind nur die eigenständige Fleur und seine schrille Mutter, die ihn durchschaut - allerdings aufgrund einiger unangenehmer Alterserscheinungen nicht sehr ernst genommen wird. Fleurs Buch Warrender Chase nimmt Gestalt an und plötzlich beginnen Wirklichkeit und Fiktion sich zu spiegeln.
Aus der Hand legen wollte ich dieses Buch nicht einen Augenblick. Das Wechselspiel mit Warrender Chase und Sir Quentin ist hervorragend geschrieben und faszinierte mich von Anfang an. Fleur hat viel zu tun, um ihre Selbständigkeit zu wahren, zumal Sir Quentin sich ihre Ideen vollständig zu eigen machen will und Fleur madig macht wo er nur kann.
Das Buch steckt voller Gags und Ideen und hintergründigem Humor. Ich kann nur empfehlen, sich auf die skurrile Reise zu machen und Fleur zu begleiten.