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5.0 von 5 Sternen
Bei aller historischen Genauigkeit fehlt nie das Augenzwinkern.,
Von Literaturtipp.com "Redaktion Literaturtipp.com" (Butjadingen-Stollhamm, an der Nordseeküste) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 50 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Vorne fallen die Tore. Fußball-Geschichte(n) von Sokrates bis Rudi Völler (Gebundene Ausgabe)
Es ist nicht immer einfach, Geschichte in leicht konsumierbarer Form zu beschreiben. Diese Erkenntnis gewinnt man zumindest, wenn man diverse staubtrockene Bücher über die Fußballhistorie in Augenschein nimmt. Dass es auch anders geht, zeigt "Vorne fallen die Tore". Herausgeber Rainer Moritz hat darin vieles von dem zusammengetragen, was in den letzten knapp 5.000 Jahren zu diesem Thema veröffentlicht wurde. Von Sokrates bis Giovanni Trapattoni kommt fast jeder zu Wort, der sich je der Faszination Fußball in lyrischer Form gewidmet hat. Schnell wird klar, dass es hier in erster Linie um den Spaß am Spiel geht und nicht um eine durch und durch fundierte Abhandlung. Und genau das ist es, womit sich "Vorne fallen die Tore" so wohltuend vom Rest der Fußballsachbücher abhebt. Bei aller historischen Genauigkeit fehlt nie das Augenzwinkern.Stellvertretend für eine ganze Reihe herrlicher Fundstellen sei hier aus dem Brief eines erbosten Zuschauers des Vorrundenspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn (eine 3:8-Niederlage) bei der WM 1954 an Bundestrainer Sepp Herberger zitiert: "Ein Glück, dass Sie sich gestern, unmittelbar nach dem Spiel nirgends blicken ließen, sonst hätten Ihre Nächsten heute Gelegenheit, Sie ausstopfen zu lassen." Es fehlt aber auch nicht die Entschuldigung desselben Zuschauers, nachdem er einige Wochen später die Voreiligkeit seines Tuns erkennen musste. Neben abgedruckten Briefen greift Rainer Moritz, der immer wieder gekonnt zum nächsten Auszug überleitet, vor allem auf Bücher, Fernsehsendungen, Gedichte, Schwarzweißfotos und Zeichnungen zurück. "Vorne fallen die Tore" wird nie langweilig und erinnert dabei an ungemein viele unvergessliche Momente. Sie sollten es nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln lesen - es kann sein, dass sie Ihre Haltestelle verpassen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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