Der Titel des Buches lautet ja "Namen von beliebt bis ausgefallen", eigentlich sollte er eher lauten: "Namen, beliebt und ausgefallen". Dazwischen gibt es nämlich nichts. Der Leser hat die Wahl zwischen den alltäglichen Modenamen, wie Lukas und Jonas, und komplett abgedrehten bzw. sehr altmodischen Namen wie Giselbert oder Nicodemus, wobei die altmodischen Namen sehr in der Überzahl sind. Daneben gibt es noch einige wenige ausländische Namen (die wie die meisten ausländischen Namen nicht unbedingt zu allen deutschen Familiennamen passen und damit zumindest für uns auch rausfallen).
Der zweite Kritikpunkt betrifft die Gliederung. Hier gibt es einen Abschnitt für Jungen und einen für Mädchen. Das finde ich gut. Die Namen sind alphabetisch sortiert, wobei Kurz- und Koseformen oft nicht einzeln aufgeführt sind, sondern hinter den jeweiligen Langformen - die auch schonmal mit anderem Buchstaben abfangen und damit ganz woanders im Buch zu finden sind (wenn man sie überhaupt kennt). Besonders wenn ich auf der Suche nach kurzen Namen bin, vielleicht auch noch nach kurzen Namen mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben, finde ich viele Namen so gar nicht oder eben nur zufällig.
Also ich bin sehr enttäuscht! Über Namen kann man bekanntlich streiten, aber ich erwarte von einem Namenbuch - neben vielen Namen, die vielleicht nicht in Frage kommen - auch einige annehmbare Ideen.