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Vorn: Roman [Gebundene Ausgabe]

Andreas Bernard
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 249 Seiten
  • Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (1. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351032943
  • ISBN-13: 978-3351032944
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 375.614 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andreas Bernard
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mitte der neunziger Jahre: Tobias Lehnert gelingt der Sprung in die Redaktion einer großen deutschen Zeitung. Hier glaubt er das eine, richtige Leben zu finden. Bis er erkennt, wie ihm seine Freundin Emily immer mehr entgleitet. "Andreas Bernard ist, eben weil er so nah an der Normalität entlang erzählt, eine grauenhaft schöne und wahre Liebesgeschichte gelungen." Moritz von Uslar München, Mitte der 1990er Jahre: Tobias Lehnert hat gerade sein Studium beendet. Doch nun? Wie wird sein Leben weitergehen, zwischen Konzerten von Punkbands, dem Job in einem Flüchtlingsheim und der vagen Aussicht auf eine Doktorarbeit? Seine Rituale und Sehnsüchte findet Tobias in den Artikeln in der Zeitschrift Vorn wieder, der Jugendbeilage einer großen Tageszeitung. Nach einigem Zögern schreibt er einen Beitrag über die Magie des Flipperspielens – und ist wenig später fester Autor des Magazins. Seine Freundin Emily, am Anfang noch angetan von To-bias' Eintritt in die Redaktion, beobachtet immer argwöhnischer, wie ihn seine Be-geisterung für das Heft mitreißt. Spätestens als er sich in der Redaktion in Sarah verliebt, beginnt Tobias zu begrei-fen, dass er in eine völlig neue Welt geraten ist – eine Welt, deren Schauplätze und Freundeskreise mit den alten nichts mehr zu tun haben. Ein Riss tut sich auf zwi-schen seinem früheren und seinem jetzigen Leben. Ein brillanter, federleicht geschriebener Roman über das Jugendmagazin einer gro-ßen deutschen Zeitung und das Lebensgefühl in den neunziger Jahren.

Über den Autor

Andreas Bernard lebt als Autor und Redakteuer des SZ-Magazins in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er die Bücher "Die Geschichte des Fahrstuhls. Über einen beweglichen Ort der Moderne" und "Das Prinzip. 100 Phänomene der Gegenwart" (zusammen mit Tobias Kniebe). "Vorn" ist sein erster Roman.

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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ganz ehrlich: Ich bin auf Seite 44 ausgestiegen. "Vorn" zu lesen macht einfach keinen Spaß. Der Stil des Autors entspricht dem Schulaufsatz eines Zehntklässlers. Holprig, sperrig und wenig originell. Dabei war ich echt neugierig auf das Buch. Als Ex-Fan des Magazins 'jetzt" (darum dreht sich ja das Buch) habe ich gedacht, das könne eine echt gute Geschichte werden. Schade.
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Unhip 2. Februar 2012
Von h.n.
Format:Gebundene Ausgabe
Blutleeres Buch in blutleerem Deutsch, zeitweise weinerlich-selbstmitleidig, um hippe junge Medienmenschen. Es gibt fast keine Dialoge, die wenigen wörtlichen Sätze klingen genauso leblos wie der allgemeine Erzählton. Nichts erscheint "locker und beschwingt" - kein Roman, eher ein Text.

Selbst die Liebesdramen wirken wie aus zwei Kilometer Entfernung betrachtet - wichtiger sind die Namen von Kneipen, Kneipenkellnern, Drinks, Kleiderfirmen, Bands und Songtitel. Zu beachten: Nur Spießer sagen "Brunchen" und "Location".

Wie andere Neue Deutsche Autoren will Bernard den Leser keine Zeile lang mit knackiger Handlung oder peppigen Dialogen charmieren. Das wäre wohl unhip. Rein in den Text muss die eigene Bio - zum Beispiel als Rückblende mit dem Vergleich zweier Gymnasien.

Auf dem Rückumschlag wird SZ-Autor Bernard von Ex-SZ-Autor von Uslar gelobt. Hip?

Ich mochte das jetzt-Magazin, ich mag das SZ-Magazin und die SZ (Arbeitsstätten Bernards, die er in Vorn scheinbar realistisch beschreibt). Darum gebe ich dem Roman einen zweiten Stern, denn er befriedigt meinen persönlichen Voyeurismus: Münchner Szene, Münchner SZene-Journalisten, das verfolge ich interessiert wie einen Klatschbericht. Ein Bernard-Buch über Berliner Start-up-Unternehmer hätte ich sofort weggelegt.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Debütroman des Münchner Journalisten Andreas Bernhard, Redakteur des SZ-Magazins und somit bestens mit der Szene bekannt, ist der wahrscheinlich stark autobiographisch geprägte Bericht des Lebens von Tobias Lehnert als Magazin -Journalist im München der 90-er Jahre.
Er erzählt von einem schier aussichtslosen Bruch zwischen den Existenzformen und zwei verschiedenen Welten, die einfach unvereinbar sind.

Tobias Lehnert hat die Universität absolviert und träumt von einer großen Karriere als Journalist. Vorbild sind ihm dabei die ihm bisher nur vom Namen bekannten ausnahmslos jungen Redakteure vom "Vorn", einer wöchentlichen Magazinbeilage einer Münchner Tageszeitung, denen es gelungen ist, innerhalb kürzester Zeit ein vornehmlich junges Publikum nicht zu mit ihren Artikeln zu begeistern, sondern regelrecht dominant zu werden und meinungsführend in allen Fragen von Mode, Musik und Geschmack und Stil.

Als Tobias, der seit Jahren mit Emily liiert ist, einer sozial engagierten, aber doch sehr zurückhaltenden jungen Frau, die er bei seiner Aushilfsarbeit im Flüchtlingsheim kennen und lieben gelernt hat, mit einem Artikel, den er geschrieben hat, die Redaktionsräume des "Vorn" zum ersten Mal betritt, da ist es schon um ihn geschehen. Die ganze Atmosphäre zieht ihn vollständig in den Bann. Als er seinen ersten Text auch kurz danach als freier Mitarbeiter veröffentlichen darf, sich dann innerhalb von wenigen Wochen sogar die Möglichkeit einer festen Tätigkeit in dem hippen und rastlosen, aber voller Fantasien und verrückten Ideen steckenden Team eröffnet, da fühlt sich Tobias sozusagen von heute auf morgen in einer neuen Welt.

Nach einigen Wochen schon hat er sich der Kultur in der Redaktion angepasst und seine Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit sind zur Unkenntlichkeit verschwommen. Ohne Unterbrechung, von morgens, wenn am späten Vormittag alle in den locker eingerichteten Redaktionsräumen einlaufen nach relativ kurzen Nächten, die sie nicht immer zu Hause verbringen, bis oft in die frühen Morgenstunden, spinnt Tobias mit seinen Kollegen, von denen er sich mit einigen regelrecht anfreundet, ohne Unterbrechung an neuen Geschichten, zunächst in der Redaktion, später am Abend und in der Nacht in zahlreichen angesagten Kneipen und Restaurant, vorzugsweise im "Schumanns".

Auch in seinem Äußeren hat Tobias bald sich den Maßstäben der Redaktion angepasst, die bei allen Stil- und Geschmacksfragen die Trendsetter sein wollen, dabei aber nicht merken, wie intolerant und maßlos elitär sie sind. Während sich Tobias begeistert und mehr als freiwillig anpasst, wird er seiner Freundin Emily, mit der er die Wochenenden, dann nur noch die Sonntage verbringt, immer fremder. Als er sich dann auch noch in Sarah, eine neue Praktikantin beim "Vorn" verliebt, scheint seine Beziehung mit Emily am Ende.

Mit viel Detailkenntnissen und subtiler Ironie ist es Andreas Bernhard in diesem Roman hervorragend gelungen, ein wesentliches Problem seiner Generation in den neunziger Jahren zu beschreiben. Nachdem sie sich von den großen politischen Themen der achtziger Jahre ( Frieden und Umwelt) verabschiedet haben, weil sie für sie uninteressant geworden sind, geht es für eine bestimmte stil- und meinungsprägende Schicht, für die der "Vorn" symbolisch steht, hauptsächlich darum, wie sie ihre große Begeisterung für Alltagskultur, die Musik und Kunst und ihre neue, ausschließlich im Hier und Jetzt verortete Lebensart, verbinden können mit dem tatsächlichen, dem echten Leben. Wie kann man richtig erwachsen werden, ohne diese Interessen, die für den älteren Leser eher fremd sind ("Oasis oder Blur" als Frage von Identität) zu verraten ?

Andreas Bernhard gibt in diesem unterhaltsamen und lesenswerten Buch keine Antwort. An seinem nächsten Roman, den er sicher vorlegen wird, wird man, so steht zu hoffen, eine Antwort ablesen können.
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