oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Planet Media In den Einkaufswagen
EUR 7,99
Eliware In den Einkaufswagen
EUR 8,99
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Vorleser
 
Mehr Bilder ansehen
 

Der Vorleser

Kate Winslet , David Kross , Stephen Daldry    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (106 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Mittwoch, 15. Februar: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Videos ansehen



Wird oft zusammen gekauft

Der Vorleser + Black Swan + Kokowääh
Preis für alle drei: EUR 19,94

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Black Swan EUR 6,95

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Kokowääh EUR 5,00

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Produktinformation

  • Darsteller: Kate Winslet, David Kross, Ralph Fiennes
  • Regisseur(e): Stephen Daldry
  • Komponist: Nico Muhly
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 4. September 2009
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 119 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (106 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002D5LUPE
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 700 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

Sie ist rätselhaft und viel älter als er… und sie wird seine erste Leidenschaft. Eines Tages ist Hanna (Kate Winslet) spurlos verschwunden. Erst Jahre später trifft Michael (David Kross / Ralph Fiennes) sie wieder - als Angeklagte im Gerichtssaal. Hier erfährt er von ihrem persönlichen Schicksal und von ihrer grausamen Vergangenheit als KZ-Aufseherin. Am Ende wird er sie durch seine nie verloren gegangene Zuneigung erlösen…
Der Vorleser
Vergrößern
Der Vorleser
Vergrößern
Der Vorleser
Vergrößern

Mit DER VORLESER hat der Oscar®-nominierte und mehrfach preisgekrönte Regisseur Stephen Daldry ("The Hours", "Billy Elliot") einen Weltbestseller verfilmt, der nach seinem Erscheinen 1995 inzwischen in 40 Sprachen übersetzt wurde und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Es ist die Verfilmung einer unmöglichen, sonderbaren und zugleich so intensiven Liebe, dass sie das Leben von zwei Menschen für alle Zeit miteinander verbindet. In den Hauptrollen brillieren Kate Winslet und Ralph Fiennes, die Titelrolle spielt der deutsche Shootingstar David Kross ("Krabat", "Knallhart"). Ergänzt wird dieses Ensemble durch so herausragende Darsteller wie Bruno Ganz, Lena Olin, Burghart Klaußner, Hannah Herzsprung, Karoline Herfurth, Matthias Habich und vielen anderen.

Der 15jährige Michael (DAVID KROSS) wächst in einer deutschen Provinzstadt auf. Es sind die 50er Jahre. Der Schatten des 2. Weltkriegs und der deutschen Greueltaten liegt über dem Land, doch kaum einer spricht darüber. Deutschland will in die Normalität zurückkehren. So wie in Michaels Familie Disziplin und Duldsamkeit die höchsten Werte sind, so funktioniert ganz Deutschland. Es wird gearbeitet und verdrängt.
Eines Tages, als Michael von der Schule in der Straßenbahn nach Hause fährt, wird ihm plötzlich übel. Schwindelig steigt er auf halber Strecke aus, torkelt in einen Hauseingang und übergibt sich dort. Eine Frau (KATE WINSLET) kümmert sich um ihn und bringt ihn nach Hause. Sie ist wortkarg, ein wenig ruppig fast, und dennoch fürsorglich. Es stellt sich heraus, dass Michael Scharlach hat. Mehrere Monate muss der Junge das Bett hüten, bis er sich mit einem Blumenstrauß bei seiner Helferin bedanken kann. Fast magisch wird er von der unbekannten Frau angezogen. Bei diesem zweiten Zusammentreffen knistert es zwischen Michael und der deutlich älteren Frau. Fast täglich besucht Michael nach der Schule nun Hanna und es entfesselt sich eine leidenschaftliche Affäre. Für Michael ist es seine erste Liebe. Und auch wenn Hanna sich um eine emotionale Distanz bemüht und ihren jungen Liebhaber beharrlich bloß "Junge" nennt, wird schnell deutlich, dass auch sie sich aufrichtig verliebt hat.
Der Vorleser
Vergrößern
Der Vorleser
Vergrößern
Der Vorleser
Vergrößern
Einen Sommer lang währt Michaels und Hannas unbeschwertes Glück. Hanna überrascht Michael mit einer unerwartet großen Leidenschaft für Bücher. Sie lässt sich von Michael vorlesen. Stundenlang. Von Homers "Odyssee" über D. H. Lawrences "Lady Chatterleys Liebhaber" bis zu Tim und Struppi-Comics. Michael entdeckt nicht, dass Hanna Analphabetin ist. Er glaubt, sie genieße es bloß, vorgelesen zu bekommen.
Eines Tages jedoch ist Hanna spurlos verschwunden. Ihre Wohnung ist leer. Es gibt keine Nachricht von ihr, keine Erklärung. Michael ist plötzlich wieder allein.
Einige Jahre später. Michael hat die provinzielle Enge hinter sich gelassen und hat Jura in Berlin studiert. Mit einer Arbeitsgruppe seines Professors (BRUNO GANZ) besucht Michael als Zuschauer einen Prozess, in dem sich fünf ehemalige Wärterinnen des KZs Auschwitz für ihre Taten verantworten müssen. Ihnen wird 300facher Mord vorgeworfen, da sie jüdische Häftlinge in einer verschlossenen Kirche erbarmungslos verbrennen ließen. Michael erstarrt, als er sieht, wer mit auf der Anklagebank sitzt: Hanna Schmitz, die Liebe seines Lebens!
Als Michael den Aussagen der einzigen Überlebenden (LENA OLIN) und ihrer Tochter (ALEXANDRA MARIA LARA) zuhört, kann er es nicht fassen. Als er dann Hannas erschreckend pragmatische und kühle Schilderung der Vorgänge hört, bricht ihm das Herz. Hanna scheint sich keiner Schuld bewusst. Sie hat einfach nur getan, was man ihr sagte. Sie wirkt völlig erschöpft, gefühllos, aufrichtig ahnungslos, was für eine unfassbare Schuld sie auf sich geladen hat.
Für die Menschen im Gerichtssaal ist Hanna Schmitz ein Monster. Doch Michael ist hin- und hergerissen zwischen seiner Abscheu und seinem Entsetzen über Hannas Taten und die große Liebe, die er einst für diese Frau empfunden hat - und scheinbar immer noch fühlt. Dann nimmt der Prozess eine Wendung, die Michael endgültig aus der Bahn wirft: Während alle anderen Angeklagten die Taten leugnen, gibt Hanna ehrlich Auskunft über die furchtbaren Ereignisse. Die vier anderen angeklagten ehemaligen KZ-Wärterinnen beschuldigen Hanna nun, die befehlshabende Wärterin gewesen zu sein und somit die Hauptschuld zu tragen. Hanna soll es gewesen sein, die ein besonders belastendes Dokument geschrieben hat. Als der Richter (BURKHART KLAUßNER) Hanna mit dem Vorwurf konfrontiert und eine Schriftprobe von ihr verlangt, gerät sie in Panik. Das ist der Moment in dem Michael die Augen aufgehen: Hanna ist Analphabetin. Und sie schämt sich so sehr dafür, dass sie nach kurzem Zögern alle Schuld auf sich nimmt. Ihre Mit-Angeklagten kommen somit als Beihelferinnen mit etwas mehr als vier Jahren Haft davon, während Hanna zu Lebenslänglich verurteilt wird. Michael steht unter Schock. Einen Besuchstermin bei Hanna im Gefängnis, den er beantragt hat, lässt er im letzten Moment verstreichen.
Einzig Professor Rohl ahnt, dass hinter Michaels Verhalten mehr stecken muss, als die bloße Erschütterung über die im Prozess beschrieben Taten.
Die Erinnerung an Hanna und seine ambivalenten Gefühle ihr gegenüber verfolgen Michael über viele Jahre. Sie sind schmerzlich und überschatten all seine Beziehungen zu anderen Menschen. Um sich Klarheit zu verschaffen, besucht Michael die Gedenkstätte in Auschwitz und versucht sich vor Augen zu führen, was die Frau, die er liebte, hier getan hat. Für Michael führt kein Weg zurück. Und doch empfindet er noch immer so viel Liebe für Hanna, dass er ihr einen Kassettenrekorder ins Gefängnis schickt und auch regelmäßig Kassetten, auf denen er ihr ganze Bücher vorliest. Hanna findet darin Halt. Allmählich beginnt die gealterte Frau sich anhand der Kassetten und der entsprechenden Bücher aus der Gefängnisbibliothek Lesen und Schreiben beizubringen. Nach Jahren schreibt sie Michael einen ersten kurzen Brief. Er antwortet ihr nicht. Auch auf keinen der weiteren Briefe.
Eines Tages bekommt Michael einen Anruf aus dem Gefängnis. Eine Sozialarbeiterin teilt ihm mit, dass Hanna nach über 20 Jahren entlassen wird. Er sei ihr einziger Kontakt zur Außenwelt. Wenn er ihr nicht hilft, eine Wohnung und eine Arbeit zu finden und in der ihr fremden Welt zurecht zu kommen, hat sie keine reelle Chance auf einen Neubeginn in Freiheit. Michael fühlt den alten Konflikt in sich. Dennoch besucht er Hanna im Gefängnis. Es ist ein Zusammentreffen nach über 30 Jahren, vor dem beide sich fürchten. Für beide wird das Wiedersehen zu einer Begegnung mit unerwarteten Konsequenzen...


Pressezitate

  • „Die sensible Inszenierung und die fantastischen Darsteller machen diese Liebesgeschichte zu einem unvergesslichen Film - in jeder Hinsicht.“ - CINEMA
  • „Der Film brilliert mit der entsprechenden prominenten Besetzung durch Kate Winslet und Ralph Fiennes. Ein Stoff, der sich mit der immer aktuellen Verarbeitung von Schuld und Vergebung beschäftigt und nicht zuletzt zur deutschen Vergangenheitsbewältigung beiträgt.“ - Blickpunkt: Film
  • „Vor dem Angucken bitte Taschentücher bereithalten! Denn dieses wunderbare Liebesdrama mit der fabelhaften Kate Winslet geht einfach zu Herzen und rührt zu Tränen.“ - Bild Zeitung

Bonusmaterial

  • Audiokommentar von Henning Molfenter (Produzent)

Movieman.de

Schon die in 40 Sprachen übersetzt literarische Vorlage von Bernhard Schlink war ein internationaler Bestseller. Unter dieser und der Voraussetzung, dass sich ein sehr erfahrenes Produktionsteam zusammen fand, konnte mit der Verfilmung eigentlich nicht viel schief gehen. Allein Schulklassen dürften die Kinosäle zur Hälfte füllen. Kate Winslet ("Heavenly Creatures", "Titanic", "Iris") und Ralph Fiennes ("Der englische Patient", "Spider", "Der ewige Gärtner") sind ebenso Publikumsmagneten und Garanten für anspruchsvolles Kino wie es die, mittlerweile über Deutschland hinaus bekannten, überwiegend deutschen Darsteller des Filmes (u. a. Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara und Karoline Herfurth) sind. Allen voran überzeugen vor allem eine phantastisch mutig spielende Kate Winslet, und der gerade mal volljährige David Kross, der schon durch "Knallhart" und "Krabat" von seinem Talent überzeugen konnte. "Der Vorleser" ist eine tiefgründige Geschichte, die von Regisseur Stephen Daldry ("Billy Elliot - I Will Dance", "The Hours") mit reichlich Feingespür umgesetzt wurde. Nicht nur die Perspektive ist interessant, sondern auch der Fakt, dass es Daldry hervorragend gelingt, einen emotionsreichen Film über mehrere Generationen abzulegen, der bewusst kein pures Holocaust-Drama ist oder sein will. Im Zentrum stehen einerseits die altbekannte Schuldfrage, andererseits aber auch die Problematiken, mit denen die Nachkriegsgeneration leben muss. Beispielsweise die Frage, ob der das Grauen vor den Taten der eigenen Eltern von den Kindern hingenommen oder hinterfragt werden sollte. "Der Vorleser" ist kein leicht zu verdauender Film, denn er stellt sich moralisch wie juristisch schwierigen Fragen. Dennoch ist er auch ein zarter und gleichermaßen leidenschaftlicher Film, der mit großer Eindringlichkeit zeigt, wie tief und weit Liebe gehen kann. Die Produktion nutzt eine elegante Inszenierungsweise und sehr wirkungsvolle Bilder. Trotz der nicht ganz unkompliziert ineinander verschlungenen Zeitebenen, gelingt es Daldry dramaturgisch schlüssig und mitreißend zu erzählen. Neben der Liebesgeschichte des jungen Michael Berg (David Kross) fasziniert vor allem die Bindung des alten Protagonisten (Ralph Fiennes) an die, in Haft sitzende Liebe seines Lebens. Nur über das Medium der Audiokassette und über weltbewegende Literatur wird hier berührend vermittelt. Da der Film in Englisch gedreht wurde, ergeben sich in der Originalfassung leicht verwirrende Sprachprobleme durch die unterschiedlichen Akzente der überwiegend deutschen Schauspieler. In der deutschen Fassung stellt dies kein Problem dar. Dennoch verwirrt, dass sämtliche Bücher und Handschriften des in Deutschland spielenden Films in Englisch vorliegen. Hier hätte man etwas geschickter vorgehen und dem englischsprachigen Publikum einen Tick mehr Imaginationsgabe abverlangen können. Wie dem auch sei, "Der Vorleser" hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck und hätte mit Sicherheit auch die, noch vor Fertigstellung des Filmes verstorbenen Produzenten, Sydney Pollack und Anthony Minghella, mit Stolz erfüllt.Fazit Ein ganz schön starkes Stück!

Moviemans Kommentar zur DVD: Das sehr stabile Bild und der dialogstarke Ton setzen die Vorzüge diese Ausnahmefilmes sehr schön in Szene. Das Vorliegen einer Tonspur für Blinde und die Menge an sinn bringenden Extras runden die gelungene Special Edition ab.

Bild: Die schon brutale Schärfe und Kontrast zeigen noch Details von Wänden und Mauern, selbst wenn diese weit weg von der Kamera entfernt sind und es zugleich noch dunkel ist. Dabei entwickelt der Bildlauf eine Ruhe, die mustergültig zu nennen ist. An wenigen Stellen kommt es zu leichtem Grieseln, vorangig in Tateinheit mit stehenden Rauschmustern. Bevorzugte Objekte dafür sind große dunkelgraue Wände. Die Farbsättigung wurde mit großer Sorgfalt gewählt und zeigt ein gelegentlich etwas zu nüchternes Farbenspiel.

Ton: Der kraftvolle, aber doch etwas zu weit nach vorn angelegte 5.1-Ton ist sehr facettenreich. Geboten wird eine Vielzahl kleiner, nur im Hintergrund agierende Umweltatmo, wie quäkende Vögel oder Fahrzeuge in Seitenstraßen. In der Musik steckt die eigentliche Dynamik, die dem Bass stellenweise zu einigem, gegenüber dem eigentlichen Filmton sogar dominantes Eigenleben verhilft. Die Dialoge sind in der deutschen Fassung sehr gut zu verstehen und nutzen auch einen gehörigen Teil des stimmlichen Volumens aus. Die englische Fassung liegt nur unwesentlich dahinter.

Extras: Für die vorzügliche Hörfilmfassung für Sehgeschädigte gibt es einen Extrapunkt. Immer noch wird viel zu selten Gebrauch davon gemacht. Die Extraszenen sind nett, aber haben auch zu Recht nicht den Weg in den Film gefunden. Sehr schön ist das Making of anzuschauen, dass sich mit der Umsetzung der Buchvorlage auseinandersetzt. Kate Winslet kommt in einer Featurette über die Kunst des Alterns zu Wort. Insgesamt ein sehr umfangreiches Bonuspaket mit sinnvollen Inhalten. --movieman.de


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 
(12)
(12)
(10)

 

 

Kundenrezensionen

106 Rezensionen
5 Sterne:
 (49)
4 Sterne:
 (28)
3 Sterne:
 (8)
2 Sterne:
 (11)
1 Sterne:
 (10)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
3.9 von 5 Sternen (106 Kundenrezensionen)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Solide Buchverfilmung mit Längen, 1. März 2009
Von 
the dying poet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Der 16 jährige Michael Berg beginnt eine Affäre mit der 35 jährigen Hanna Schmitz. Im Verlauf des Films der in drei Zeitebenen eingeteilt ist, erfährt Michael bei einem Gerichtsprozess, dass Hanna eine ehemalige SS- Wärterin ist.

Plötzlich sind für ihn Themen wie "Schuld, Sühne, Absolution", die eine ganze Nation heute noch bewegen recht greifbar und persönlich. Muss er doch eine Frau verurteilen, die er einst geliebt hat. Der Grad zwischen Moral und Gesetz ist schmal. Der Unterschied zwischen Verständnis und Verstehen ist kaum zu erkennen.

Mit großer Spannung hab ich die Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher erwartet.

Bernhard Schlinks Vorleser beginnt als Liebesgeschichte, die man als Parabel bzw. Metapher für die letzten zwei drittel der Geschichte nehmen kann.

Das sexuelle Erwachen eines Kindes als Symbol des erwachenden Schuldbewusstseins eines Volkes?

Analphabetismus als Symbol der Unmündigkeit?

Der Roman ist eine relativ komplexe und metaphorische Vorlage, die das Thema "Schuld" ausführlich aber nicht absolut behandelt.

Positiv ist, dass es trotz des ernsten Themas sehr "menschelt". Die Geschichte selbst um den Protagonisten ist sehr ergreifend und scheut auch nicht davor unterhaltend zu sein.

Man kann den Film auch "nur" als ruhiges Drama sehen.

Die Umsetzung als Film war von vornherein schwierig, da der Roman aus der Ich- Perspektive erzählt wird und es sich um einen sehr reflektierenden Erzähler handelt. Ständig gibt es (Selbst)Analysierende Abschnitte, die sprachlich sehr dicht sind. Da der Film keine Off- Stimme benutzt, bleibt der Film vieles schuldig. Die Bilder allein schaffen nicht, die Stärken der Vorlage auszudrücken. Dafür handelt Regisseur Daldry den Film zu konventionell ab.

Größtes Manko der Umsetzung ist daher, dass der Protagonist zu konturlos bleibt. Dabei ist dem Zuschauer doch gerade sein Urteil, seine Sichtweise wichtig. Leider versagt der Film hier und nimmt dem Film damit die Tiefgründigkeit des Buches. Im Buch wird das Thema "Schuld" auf eine ganz persönliche Ebene gebracht und durch die Augen des Erzählers gesehen. Der Film behandelt das Thema eher allgemein und macht sich dadurch angreifbar.

Das und einige unmotiviert anmutende Einschübe wie der Besuch im KZ (der wie ein Fremdkörper im Film wirkt) oder die etwas kitschige Metapher der Teedose am Schluss lassen einen leicht bitteren Nachgeschmack. Man hat den Eindruck auch hier geistert der Hollywood- Postkartenholocaust und verordnete Betroffenheit durch die Produktion.

Auch wenn ich zunächst überhaupt nicht mit Kate Winslet einverstanden war als Hanna Schmitz, so hat der Film mich eines besseren belehrt. Sie hat ihren Oscar wirklich verdient. David Kross steht ihr in nichts nach. Der Film ist bis in die Nebenrollen mit Ralph Fiennes, Lena Olin und Bruno Ganz hervorragend besetzt.

Ich hätte mir gewünscht der Film hätte sich für die erste Zeitebene, die Liebesgeschichte mehr Zeit genommen. Hätte Michael ausführlicher in seiner Umgebung gezeigt und nicht nur mit Hanna. Dennoch hat der Film hier seine großen Stärken, wenn er die Beziehung zwischen den beiden beinahe Wortlos zeigt.

Der zweite Teil der Gerichtsprozess ist ebenfalls sehr gelungen und beinhaltet die eindringlichste Szene, als Hanna verzweifelt versucht ihre Lebenslüge aufrecht zu erhalten.

Ab dem dritten Teil beginnt der Film zu schwächeln und kann seine Längen nicht mehr verbergen. Hier hätte man einige male die Schere ansetzen können. Dabei fällt auch der dünne Soundtrack auf. Der Film verliert sich in sentimentalem Schweigen und Oberflächlichkeit.

Mit dem Schluss und der Geschichte um Michaels Tochter schießt der Regisseur dann endgültig übers Ziel hinaus. Sicherlich kann ich die gute Absicht und das Generationen- Thema dahinter verstehen, aber das Ende wirkt aufgesetzt und ebenfalls wie ein Fremdkörper.

Der Film versteht zu unterhalten und zum Nachdenken anzuregen (wie immer bei diesem Thema wird sicherlich kontrovers diskutiert werden).

Wenn man die Vorlage kennt bietet der Film zwar kaum neue Sichtweisen auf das Thema, da sich der Film aber dennoch sehr stark am Buch orientiert und die Schauspieler hervorragend agieren, kann ich den Film nur jedem ans Herz legen.

Allein schon wegen Kate Winslets Leistung lohnt es sich den Film anzuschauen.

Ich weiß nicht, ob ein anderer Regisseur der Vorlage oder dem Thema hätte mehr gerecht werden können. Enttäuscht hat mich der Film nicht. Zum Meisterwerk reicht es allerdings auch nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


43 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Was hätten Sie denn getan?, 9. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Vorleser (DVD)
fragt Hanna den Richter, als es im Prozess um die Frage der Schuld bei der Selektion von Todgeweihten im KZ geht. Eine Frage die einem ratlos zurück lässt und den Fokus auf die ganzen Facetten und Grautöne von Schuld, Sühne, Recht und Unrecht im Umfeld des Holocaust richtet. Ein absolut sehenswertes Meisterwerk, für alle die sich die Fähigkeit bewahrt haben die Aufmerksamskeitsspanne über 20 Minuten aufrecht erhalten zu können. Eine überaus brillante Kate Winslet, lässt einem teilhaben an der Fähigkeit des Menschen, selbst dann noch ein quasi "normales" Leben zu führen, auch wenn man die tiefsten Abgründe der menschlichen Handelns gesehen und möglicherweise selbt verantwortet hat. Die Gerichtsszene von Kate Winslet ist einer der besten schauspielerischen Leistungen die ich je gesehen habe. Ein erschütternder, leiser und intensiver Film, mit hervorragenden Schauspielern und einfühlsamen Bildern, der einem ausserordentlich nachdenklich werden lässt und den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Bestes Kino jenseits des Hollywood-Mainstreams und des unerträglichen Fernsehmülls der sich allabendlich über einem ergiesst.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sündenbock, 15. März 2010
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Vorleser (DVD)
1958, Neustadt, Deutschland: Zwischen dem fünfzehnjährige Gymnasialschüler Michael Berg und der achtunddreißigjährigen Straßenbahnschaffnerin Hanna Schmitz kommt es zu einer Laison, die den Jugendlichen für sein weiteres Leben prägt.

Acht Jahre später studiert Michael Jura und verfolgt mit Interesse einen Prozess gegen mehrere ehemalige KZ-Aufseherinnen, von denen eine Hanna ist. Die Anklage fokussiert sich auf Hanna, der man anlastet, in Alter von Dreiundzwanzig für den Tod von über dreihundert Menschen verantwortlich zu sein. Michael ist jetzt in dem gleichen Alter wie Hanna, als sie Dinge begangen haben soll, für die sie jetzt vor Gericht steht. Der Unterschied liegt in ihrem Werdegang, Michael hatte die Möglichkeit ein Gymnasium zu besuchen und Recht zu studieren, Hanna wuchs in einem totalitärem System auf und kann weder lesen noch schreiben. Hanna leidet unter ihrem Analphabetismus und ist eher bereit Schuld auf sich zu laden, als dieses Defizit einzugestehen. So wird sie von dem Räderwerk der Justiz aufgerieben und verurteilt.

Während der Gefängnisstrafe schickt Michael ihr regelmässig Kassetten mit selbstbesprochenen Büchervorlesungen. Hanna hält sich daran fest und erlernt im späten Alter das Lesen im Gefängnis. Kurz vor der Entlassung begeht Hanna Selbstmord.

Die bewegende Geschichte vermittelt den Eindruck: Manchmal sind auch Täter Opfer. Die Protagonistin wurde gleich zweimal Opfer eines Staatssystems: Zum einen in einem totalitärem System Staatssystem, dass Gehorsam und Pflichterfüllung als oberste Regel hatte und zum zweiten in einem selbstgerechtes Justizsystem, dem die Verurteilung der Vergangenheit als Staatsrechtfertigung wichtiger erschien, als die tatsächliche Gesamtumstände zu ergründen. So wird die Protagonistin zum klassischen Sündenbock, an dem die Gesellschaft ihre Schuld ablädt.

Der Film hält sich nahe an die Buchvorlage und schafft es Schlüsselszenen pointiert umzusetzen. Die Szenarien sind gut gewählt. Zahlreiche Accessoires bieten der Kamera reichlich Futter und sorgen für Atmosphäre und Augenschmaus. Regie und Schauspieler leisten ausgezeichnete Arbeit.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
Die neuesten Kundenrezensionen











Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Drei Rezensionen zu dieser Special Edition und kein Wort über die DVD 0 08.09.2009
Buch-Sonderedition 1 16.08.2009
Alle 2 Diskussionen ansehen...  
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:






Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de