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Produktinformation
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Sie ist rätselhaft und viel älter als er… und sie wird seine erste Leidenschaft. Eines Tages ist Hanna (Kate Winslet) spurlos verschwunden. Erst Jahre später trifft Michael (David Kross / Ralph Fiennes) sie wieder - als Angeklagte im Gerichtssaal. Hier erfährt er von ihrem persönlichen Schicksal und von ihrer grausamen Vergangenheit als KZ-Aufseherin. Am Ende wird er sie durch seine nie verloren gegangene Zuneigung erlösen…
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Mit DER VORLESER hat der Oscar®-nominierte und mehrfach preisgekrönte Regisseur Stephen Daldry ("The Hours", "Billy Elliot") einen Weltbestseller verfilmt, der nach seinem Erscheinen 1995 inzwischen in 40 Sprachen übersetzt wurde und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Es ist die Verfilmung einer unmöglichen, sonderbaren und zugleich so intensiven Liebe, dass sie das Leben von zwei Menschen für alle Zeit miteinander verbindet. In den Hauptrollen brillieren Kate Winslet und Ralph Fiennes, die Titelrolle spielt der deutsche Shootingstar David Kross ("Krabat", "Knallhart"). Ergänzt wird dieses Ensemble durch so herausragende Darsteller wie Bruno Ganz, Lena Olin, Burghart Klaußner, Hannah Herzsprung, Karoline Herfurth, Matthias Habich und vielen anderen.
Der 15jährige Michael (DAVID KROSS) wächst in einer deutschen Provinzstadt auf. Es sind die 50er Jahre. Der Schatten des 2. Weltkriegs und der deutschen Greueltaten liegt über dem Land, doch kaum einer spricht darüber. Deutschland will in die Normalität zurückkehren. So wie in Michaels Familie Disziplin und Duldsamkeit die höchsten Werte sind, so funktioniert ganz Deutschland. Es wird gearbeitet und verdrängt.
Eines Tages, als Michael von der Schule in der Straßenbahn nach Hause fährt, wird ihm plötzlich übel. Schwindelig steigt er auf halber Strecke aus, torkelt in einen Hauseingang und übergibt sich dort. Eine Frau (KATE WINSLET) kümmert sich um ihn und bringt ihn nach Hause. Sie ist wortkarg, ein wenig ruppig fast, und dennoch fürsorglich. Es stellt sich heraus, dass Michael Scharlach hat. Mehrere Monate muss der Junge das Bett hüten, bis er sich mit einem Blumenstrauß bei seiner Helferin bedanken kann. Fast magisch wird er von der unbekannten Frau angezogen. Bei diesem zweiten Zusammentreffen knistert es zwischen Michael und der deutlich älteren Frau. Fast täglich besucht Michael nach der Schule nun Hanna und es entfesselt sich eine leidenschaftliche Affäre. Für Michael ist es seine erste Liebe. Und auch wenn Hanna sich um eine emotionale Distanz bemüht und ihren jungen Liebhaber beharrlich bloß "Junge" nennt, wird schnell deutlich, dass auch sie sich aufrichtig verliebt hat.
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Pressezitate
Bonusmaterial
Moviemans Kommentar zur DVD: Das sehr stabile Bild und der dialogstarke Ton setzen die Vorzüge diese Ausnahmefilmes sehr schön in Szene. Das Vorliegen einer Tonspur für Blinde und die Menge an sinn bringenden Extras runden die gelungene Special Edition ab.
Bild: Die schon brutale Schärfe und Kontrast zeigen noch Details von Wänden und Mauern, selbst wenn diese weit weg von der Kamera entfernt sind und es zugleich noch dunkel ist. Dabei entwickelt der Bildlauf eine Ruhe, die mustergültig zu nennen ist. An wenigen Stellen kommt es zu leichtem Grieseln, vorangig in Tateinheit mit stehenden Rauschmustern. Bevorzugte Objekte dafür sind große dunkelgraue Wände. Die Farbsättigung wurde mit großer Sorgfalt gewählt und zeigt ein gelegentlich etwas zu nüchternes Farbenspiel.
Ton: Der kraftvolle, aber doch etwas zu weit nach vorn angelegte 5.1-Ton ist sehr facettenreich. Geboten wird eine Vielzahl kleiner, nur im Hintergrund agierende Umweltatmo, wie quäkende Vögel oder Fahrzeuge in Seitenstraßen. In der Musik steckt die eigentliche Dynamik, die dem Bass stellenweise zu einigem, gegenüber dem eigentlichen Filmton sogar dominantes Eigenleben verhilft. Die Dialoge sind in der deutschen Fassung sehr gut zu verstehen und nutzen auch einen gehörigen Teil des stimmlichen Volumens aus. Die englische Fassung liegt nur unwesentlich dahinter.
Extras: Für die vorzügliche Hörfilmfassung für Sehgeschädigte gibt es einen Extrapunkt. Immer noch wird viel zu selten Gebrauch davon gemacht. Die Extraszenen sind nett, aber haben auch zu Recht nicht den Weg in den Film gefunden. Sehr schön ist das Making of anzuschauen, dass sich mit der Umsetzung der Buchvorlage auseinandersetzt. Kate Winslet kommt in einer Featurette über die Kunst des Alterns zu Wort. Insgesamt ein sehr umfangreiches Bonuspaket mit sinnvollen Inhalten. --movieman.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Solide Buchverfilmung mit Längen,
Von Plötzlich sind für ihn Themen wie "Schuld, Sühne, Absolution", die eine ganze Nation heute noch bewegen recht greifbar und persönlich. Muss er doch eine Frau verurteilen, die er einst geliebt hat. Der Grad zwischen Moral und Gesetz ist schmal. Der Unterschied zwischen Verständnis und Verstehen ist kaum zu erkennen. Mit großer Spannung hab ich die Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher erwartet. Bernhard Schlinks Vorleser beginnt als Liebesgeschichte, die man als Parabel bzw. Metapher für die letzten zwei drittel der Geschichte nehmen kann. Das sexuelle Erwachen eines Kindes als Symbol des erwachenden Schuldbewusstseins eines Volkes? Analphabetismus als Symbol der Unmündigkeit? Der Roman ist eine relativ komplexe und metaphorische Vorlage, die das Thema "Schuld" ausführlich aber nicht absolut behandelt. Positiv ist, dass es trotz des ernsten Themas sehr "menschelt". Die Geschichte selbst um den Protagonisten ist sehr ergreifend und scheut auch nicht davor unterhaltend zu sein. Man kann den Film auch "nur" als ruhiges Drama sehen. Die Umsetzung als Film war von vornherein schwierig, da der Roman aus der Ich- Perspektive erzählt wird und es sich um einen sehr reflektierenden Erzähler handelt. Ständig gibt es (Selbst)Analysierende Abschnitte, die sprachlich sehr dicht sind. Da der Film keine Off- Stimme benutzt, bleibt der Film vieles schuldig. Die Bilder allein schaffen nicht, die Stärken der Vorlage auszudrücken. Dafür handelt Regisseur Daldry den Film zu konventionell ab. Größtes Manko der Umsetzung ist daher, dass der Protagonist zu konturlos bleibt. Dabei ist dem Zuschauer doch gerade sein Urteil, seine Sichtweise wichtig. Leider versagt der Film hier und nimmt dem Film damit die Tiefgründigkeit des Buches. Im Buch wird das Thema "Schuld" auf eine ganz persönliche Ebene gebracht und durch die Augen des Erzählers gesehen. Der Film behandelt das Thema eher allgemein und macht sich dadurch angreifbar. Das und einige unmotiviert anmutende Einschübe wie der Besuch im KZ (der wie ein Fremdkörper im Film wirkt) oder die etwas kitschige Metapher der Teedose am Schluss lassen einen leicht bitteren Nachgeschmack. Man hat den Eindruck auch hier geistert der Hollywood- Postkartenholocaust und verordnete Betroffenheit durch die Produktion. Auch wenn ich zunächst überhaupt nicht mit Kate Winslet einverstanden war als Hanna Schmitz, so hat der Film mich eines besseren belehrt. Sie hat ihren Oscar wirklich verdient. David Kross steht ihr in nichts nach. Der Film ist bis in die Nebenrollen mit Ralph Fiennes, Lena Olin und Bruno Ganz hervorragend besetzt. Ich hätte mir gewünscht der Film hätte sich für die erste Zeitebene, die Liebesgeschichte mehr Zeit genommen. Hätte Michael ausführlicher in seiner Umgebung gezeigt und nicht nur mit Hanna. Dennoch hat der Film hier seine großen Stärken, wenn er die Beziehung zwischen den beiden beinahe Wortlos zeigt. Der zweite Teil der Gerichtsprozess ist ebenfalls sehr gelungen und beinhaltet die eindringlichste Szene, als Hanna verzweifelt versucht ihre Lebenslüge aufrecht zu erhalten. Ab dem dritten Teil beginnt der Film zu schwächeln und kann seine Längen nicht mehr verbergen. Hier hätte man einige male die Schere ansetzen können. Dabei fällt auch der dünne Soundtrack auf. Der Film verliert sich in sentimentalem Schweigen und Oberflächlichkeit. Mit dem Schluss und der Geschichte um Michaels Tochter schießt der Regisseur dann endgültig übers Ziel hinaus. Sicherlich kann ich die gute Absicht und das Generationen- Thema dahinter verstehen, aber das Ende wirkt aufgesetzt und ebenfalls wie ein Fremdkörper. Der Film versteht zu unterhalten und zum Nachdenken anzuregen (wie immer bei diesem Thema wird sicherlich kontrovers diskutiert werden). Wenn man die Vorlage kennt bietet der Film zwar kaum neue Sichtweisen auf das Thema, da sich der Film aber dennoch sehr stark am Buch orientiert und die Schauspieler hervorragend agieren, kann ich den Film nur jedem ans Herz legen. Allein schon wegen Kate Winslets Leistung lohnt es sich den Film anzuschauen. Ich weiß nicht, ob ein anderer Regisseur der Vorlage oder dem Thema hätte mehr gerecht werden können. Enttäuscht hat mich der Film nicht. Zum Meisterwerk reicht es allerdings auch nicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
43 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was hätten Sie denn getan?,
Rezension bezieht sich auf: Der Vorleser (DVD)
fragt Hanna den Richter, als es im Prozess um die Frage der Schuld bei der Selektion von Todgeweihten im KZ geht. Eine Frage die einem ratlos zurück lässt und den Fokus auf die ganzen Facetten und Grautöne von Schuld, Sühne, Recht und Unrecht im Umfeld des Holocaust richtet. Ein absolut sehenswertes Meisterwerk, für alle die sich die Fähigkeit bewahrt haben die Aufmerksamskeitsspanne über 20 Minuten aufrecht erhalten zu können. Eine überaus brillante Kate Winslet, lässt einem teilhaben an der Fähigkeit des Menschen, selbst dann noch ein quasi "normales" Leben zu führen, auch wenn man die tiefsten Abgründe der menschlichen Handelns gesehen und möglicherweise selbt verantwortet hat. Die Gerichtsszene von Kate Winslet ist einer der besten schauspielerischen Leistungen die ich je gesehen habe. Ein erschütternder, leiser und intensiver Film, mit hervorragenden Schauspielern und einfühlsamen Bildern, der einem ausserordentlich nachdenklich werden lässt und den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Bestes Kino jenseits des Hollywood-Mainstreams und des unerträglichen Fernsehmülls der sich allabendlich über einem ergiesst.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sündenbock,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Vorleser (DVD)
1958, Neustadt, Deutschland: Zwischen dem fünfzehnjährige Gymnasialschüler Michael Berg und der achtunddreißigjährigen Straßenbahnschaffnerin Hanna Schmitz kommt es zu einer Laison, die den Jugendlichen für sein weiteres Leben prägt.Acht Jahre später studiert Michael Jura und verfolgt mit Interesse einen Prozess gegen mehrere ehemalige KZ-Aufseherinnen, von denen eine Hanna ist. Die Anklage fokussiert sich auf Hanna, der man anlastet, in Alter von Dreiundzwanzig für den Tod von über dreihundert Menschen verantwortlich zu sein. Michael ist jetzt in dem gleichen Alter wie Hanna, als sie Dinge begangen haben soll, für die sie jetzt vor Gericht steht. Der Unterschied liegt in ihrem Werdegang, Michael hatte die Möglichkeit ein Gymnasium zu besuchen und Recht zu studieren, Hanna wuchs in einem totalitärem System auf und kann weder lesen noch schreiben. Hanna leidet unter ihrem Analphabetismus und ist eher bereit Schuld auf sich zu laden, als dieses Defizit einzugestehen. So wird sie von dem Räderwerk der Justiz aufgerieben und verurteilt. Während der Gefängnisstrafe schickt Michael ihr regelmässig Kassetten mit selbstbesprochenen Büchervorlesungen. Hanna hält sich daran fest und erlernt im späten Alter das Lesen im Gefängnis. Kurz vor der Entlassung begeht Hanna Selbstmord. Die bewegende Geschichte vermittelt den Eindruck: Manchmal sind auch Täter Opfer. Die Protagonistin wurde gleich zweimal Opfer eines Staatssystems: Zum einen in einem totalitärem System Staatssystem, dass Gehorsam und Pflichterfüllung als oberste Regel hatte und zum zweiten in einem selbstgerechtes Justizsystem, dem die Verurteilung der Vergangenheit als Staatsrechtfertigung wichtiger erschien, als die tatsächliche Gesamtumstände zu ergründen. So wird die Protagonistin zum klassischen Sündenbock, an dem die Gesellschaft ihre Schuld ablädt. Der Film hält sich nahe an die Buchvorlage und schafft es Schlüsselszenen pointiert umzusetzen. Die Szenarien sind gut gewählt. Zahlreiche Accessoires bieten der Kamera reichlich Futter und sorgen für Atmosphäre und Augenschmaus. Regie und Schauspieler leisten ausgezeichnete Arbeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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