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Der Vorleser
 
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Der Vorleser (Gebundene Ausgabe)

von Bernhard Schlink (Autor)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der fünfzehnjährige Michael lernt Hanna, eine Frau von Mitte dreißig kennen. Sie wird seine erste Liebe. Trotz gewisser Spannungen - Hanna weigert sich, über ihre Vergangenheit zu sprechen, erleben beide eine Zeit des Glücks. Dann ist Hanna verschwunden. Jahre später sieht der Jurastudent Michael sie im Gerichtssaal wieder. Im Rahmen eines Seminars nimmt er als Beobachter an einem Kriegsverbrecherprozeß teil. Hanna wird eines schrecklichen Vergehens beschuldigt und verurteilt. Michael ist entsetzt, kann aber Hanna und das, was er mit ihr erlebte, nicht aus seinem Gedächtnis verbannen.Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, lebt als Jurist in Bonn und Berlin. Sein dritter Roman "Der Vorleser" (1997) wurde zu einem anerkannten und viel gelobten Welterfolg.


Klappentext

"Die Überraschung des Herbstes. Ein bezwingendes Buch, weil eine Liebesgeschichte so erzählt wird, daß sie zur Geschichte der Geschichtswerdung des Dritten Reiches in der späten Bundesrepublik wird." Mechthild Küpper / Wochenpost, Berlin

"Ein genuiner Schriftsteller kommt hier ans Licht. Nach drei spannenden Kriminalromanen ist dies Schlinks persönlichstes Buch" Michael Stolleis / FAZ

"Ein Höhepunkt im deutschen Bücherherbst. Eine aufregende Fallgeschichte, so gezügelt wie Genuß gewährend erzählt. Das sollte man sich nicht entgehen lassen, weil es in der deutschen Literatur unserer Tage hohen Seltenheitswert besitzt." Tilman Krause / Tagesspiegel, Berlin

"Der beklemmende Roman einer grausamen Liebe. Ein Roman von solcher Sogkraft, daß man ihn, einmal begonnen, nicht aus der Hand legen wird." Hannes Hintermeier / AZ, München -

"Ein aufregendes Buch." Focus, München

"Die Herbstentdeckung... große Literatur." Daniel Cohn-Bendit, Literatur-Club


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Eine Liebe nach dem Krieg, 10. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Michael liest Hanna Bücher vor. Mit 15, während er ihr Liebhaber ist und 20 Jahre später, als sie im Gefängnis sitzt. Dieses Buch, „Der Vorleser", erzählt die Geschichte eines Mannes der versucht, sich gegen seine erste Liebe zu wehren. Nach Hannas plötzlichem Verschwinden, versucht Michael vergeblich sie aus seinem Gedächtnis zu löschen. Er erzählt niemandem von seinem Geheimnis. Im ersten Teil gibt sich Bernard Schlink viel Mühe, die Gefühlswelt des Schülers wiederzugeben. Dann kommt ein brutaler Schnitt in der Erzählweise. Michael ist jetzt Jurastudent und der Stil des Autors viel distanzierter, ähnelt mehr einem Bericht. Es ist schwierig, an die Person heranzukommen. Vielleicht hat der Autor versucht, dadurch Michaels Zustand zu beschreiben. Er zieht sich immer mehr zurück und meidet Kontakt zu Menschen. Leider läßt diese kühle Erzählweise keine Gefühle zu. Ich habe mich Michael fremd gefühlt und hatte Schwierigkeiten, sein Verhalten zu verstehen. Trotzdem hatte ich viel Vergnügen dieses Buch zu lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vergangenheitsbewältigung mit Liebesgeschichte, 6. Mai 2009
Bernhard Schlink ist einer dieser Autoren, bei denen man sich beim Lesen seiner Vita fragt, wann er eigentlich Zeit zum Schreiben findet. Und wie er es geschafft hat, neben seiner Tätigkeit als Richter am Bundesverfassungsgericht bis 2006 in dieser Zeit immerhin 6 Romane zu verfassen, wovon einer "Der Vorleser" war - einfach nur bewundernswert...

Über den "Vorleser" verrät einem Wikipedia nicht nur, dass der Roman vielfach mit Preisen geehrt wurde ( Hans-Fallada-Preis (1997), italienischer Literaturpreis Grinzane Cavour (1997), Prix Laure Bataillon (bestdotierter Preis für übersetzte Literatur) (1997), WELT-Literaturpreis der Zeitung Die Welt (1999), 2000 Evangelischer Buchpreis ).
Man erfährt auch, dass er in 39 Sprachen übersetzt wurde und das erste deutsche Buch war, was auf Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times stand.
Auch die Verfilmung mit der oscarprämierten Kate Winslet als Hanna ist mittlerweile Geschichte.

Für mich wie für tausende andere ist "Der Vorleser" einfach großartige Literatur. Sehr puristisch verwebt Herr Schlink eine Liebesgeschichte mit Vergangenheitsbewältigung und der Thematik Analphabetismus zu einer fesselnden Geschichte:

Der 15jährige Schüler Michael Berg trifft zufällig auf die Straßenbahnschaffnerin Hanna Schmitz, woraus sich schon nach kurzer Zeit eine Liebesbeziehung entwickelt. "Das Vorlesen, Duschen, sich Lieben und noch ein bisschen beieinander liegen wird zu ihrem Ritual."

Doch sie scheint sich ihm nie völlig zu öffnen, ist öfters auch schroff und scheint abwesend. Nachdem ihre Beziehung langsam in Alltagsbahnen zu driften scheint, ist sie eines Tages jedoch plötzlich verschwunden - ohne ein erklärendes Wort.

Erst nach Jahren sieht er sie wieder - im Gerichtssaal. Während seines Jura-Studiums nimmt er an einem Seminar teil, das ihn in einen Gerichtssaal führt, in dem sich ehemalige Aufseherinnen eines KZs für ihre Taten verantworten müssen - unter ihnen: Hanna Schmitz...

Auch meine Empfehlung zu diesem Roman ist "sehr lesenswert"!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Vergangenheitsbewaeltigung auf einem neuen Niveau., 4. Juni 2001
Von Ein Kunde
„Was hätten Sie dann gemacht?", fragte die angeklagte KZ-Aufseherin den Richter. Eine Frage, die von jedem Leser von Bernhard Schlinks Der Vorleser eine Antwort fordert. Jedoch, ist es Schlink gelungen, diese Frage nicht nur auf das immer wieder bearbeitete Thema der Vergangenheitsbewältigung, sondern auch auf die psychologische Charakterisierung der Figuren zu beziehen.

Der zu Beginn fünfzehnjährige Ich-Erzähler, Michael Berg, beschreibt im ersten Teil des Buches sein leidenschaftliches Verhältnis mit der viel älteren Hanna, von deren Vergangenheit er fast nichts kennt und über die er auch nichts fragen darf. Nach dem ungeklärten Verschwinden Hannas überspringt der Text einige Jahre und Michael, der jetzt Jurastudent ist, wird durch einen, von seiner Studiumsgruppe beobachteten Naziprozess, gezwungen, zurück auf die Ereignisse seiner Kindheit und auf deren Bedeutung für sein zukünftiges Leben, zurückzuschauen.

Der Erfolg dieser Geschichte liegt an der Fähigkeit des Autors, mehrere, verschiedene Themen zusammen zu bearbeiten und den beiden Teilen des Buches durch das thematische Leitmotiv und die Struktur eine Einheit zu geben. Der erste Abschnitt bereitet den Leser auf das vor, was später geschehen wird, in dem er einige Elemente der späteren Handlung einleitet, zum Beispiel Themen wie Gewissenskonflikte und Verantwortung, die die zwei Teile verbinden und dem Text eine runde Struktur geben. Obwohl die Trennung des Textes in zwei Teile einen ungewollten Bruch für das Vergnügen des Lesers darstellen könnte, lenkt er, in der Tat, unsere Neugier auf die vielen unbeantworteten Fragen im Zusammenhang mit Hannas ungeklärtem Verschwinden und der Zeitraum, der einige Jahre umspannt, unterstützt die Darstellung des Hauptthemas der Vergangenheit und der Frage ob man ihr entfliehen kann oder sollte.

Obwohl der präzise Stil des Autors einige Aspekte der Hauptfiguren weniger berücksichtigt, zum Beispiel das Familienleben Michaels, erlaubt er dem Autor, eine moralisierende Auseinandersetzung mit dem Thema zu vermeiden. Durch Michaels Selbstanalyse, wenn sie auch teilweise überlang ist und das Tempo manchmal verlangsamt, gelingt es Schlink, den Leser zum Nachdenken zu bringen und ihm die Antworten auf die vom Buch aufgeworfenen Fragen zu überzulassen.

Die Originalität dieses Buchs liegt in der neuen Methode Schlinks, das Vergangenheitsbewältigungsthema zu bearbeiten. Der Naziprozess stellt die traditionellen Schuld- und Verantwortungsfragen, aber die Entwicklung Michaels nach dem Prozess und die Art und Weise, auf die er sich mit der Vergangenheit beschäftigt, führt die Vergangheitsbewältigung auf ein neues persönlicheres Niveau. Die Frage „Was hätten Sie dann gemacht?" gilt Somit nicht nur allgemein der Nazivergangenheit Deutschlands, sondern auch den persönlichen Ereignisse und Entscheidungen eines Individuums.

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5.0 von 5 Sternen Der Vorleser
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Eine schöne und traurige Geschichte ohne Happy End.
Sehr zu empfehlen !
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