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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
284 von 325 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Memoiren eines Unbelehrbaren - Kein großer Wurf,
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
Das Buch leidet gleichermaßen am Interviewer wie am Interviewten. Der eine scheint seinen Gesprächspartner ob des ZEIT-Scoops geradezu anzuhimmeln und lässt ihm viel zu viel Selbstbeweihräucherung durchgehen. Der andere könnte sich auch ohne di Lorenzo selbst interviewen. Dem Text, der in der Zeit gekürzt und gerade noch lesbar erschien, wird in der Länge des Buches unerträglich. Es ist und bleibt ein Pamphlet im ursprünglichen politischen Sinne. Kein großer Wurf.
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186 von 215 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Zufälle gibt's! Oder doch nicht?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
Retrospektive: Karl-Theodor zu Guttenberg taucht, nach einer 8-monatigen Zwangspause, am 19. November 2011 als "angesehener Staatsmann" und Mitglied des Washingtoner Think Tanks CSIS (Center for Strategic and International Studies) auf einer Sicherheitskonferenz in Halifax wieder auf. Zwei Tage später, am 21. November 2011, wurde bekannt, dass es sehr bald (!) ein Buch mit dem Titel "Vorerst gescheitert" geben wird, in dem Giovanni di Lorenzo, seines Zeichens Chefredakter der Wochenzeitung "Die Zeit", ihn "interviewt". Am 23. November 2011 wird das Verfahren gegen den ehemaligen Wirtschafts- und Verteidigungsminister eingestellt, als "Strafe" muss Karl-Theodor zu Guttenberg 20.000 Euro an die Deutsche Krebshilfe zahlen und bleibt im rechtlichen Sinne straffrei, da die Staatsanwaltschaft in Hof die Ansicht vertritt, er habe keinen wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Mit diesem "Freispruch" kam mir spontan Wilhelm Schlötterers Buch "Macht und Missbrauch: Franz Josef Strauß und seine Nachfolger. Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten" in den Sinn.Die Medienmaschinerie läuft nun auf Hochtouren. Am Dienstagabend dieser Woche ist Enoch zu Guttenberg zu Gast bei Maischberger. Die Causa Guttenberg wird ein Tag später bei Anne Will durchleuchtet. Wer nun jedoch unbedingt wissen will, warum Karl-Theodor zu Guttenberg "vorerst" und nicht endgültig gescheitert ist, ob er seine (Un)Taten bereut und welche Zukunftspläne er hat, kann sich mit diesem Buch auseinandersetzen. Oder alternativ mit dem "Guttenberg-Dossier" von Friederike Beck. In der Plagiatsaffäre weist er jedwede Schuld von sich, die Schuldigen sind freilich immer die anderen (ähnlich wie in der "Gorch-Fock"- und/oder der Kundus-Affäre). Einsicht? Fehlanzeige! Reue? Fehlanzeige! Sogar von einem Plagiat will er nichts wissen. Seine Argumentation ist teilweise hanebüchen, man weiß nicht, ob darüber gelacht oder doch geweint werden soll. Giovanni di Lorenzo hackt kein einziges Mal richtig nach - investigativer Journalismus sieht anders aus. Und dann die politischen Ambitionen Guttenbergs, die nichts Gutes erahnen lassen. Die Atlantik-Brücke lässt grüssen! Mein Fazit: Während des Lesens hatte ich stets den Eindruck, dass das Interview nach festgelegtem Drehbuch geführt wurde. Wenn man keine Details kennt, würde man schlicht behaupten, dass dieses Buch eine peinliche Hofberichterstattung ist. Es steckt aber viel mehr dahinter. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
374 von 439 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
in der Niederlage zeigt er keine Größe,
Von
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
eines ist für Karl Theodor zu Gutenberg gewiss Neuland - zu verlieren.Das merkt man ihm an. Das versteht man, wenn man sein "Buch" liest. Kein Wort der Entschuldigung. Nicht den Hauch von Demut. Er kartet nach - und das einzig aus Eitelkeit, verletztem Stolz und Zeitdruck. Zeitdruck deshalb, weil 2013 in Bayern Landtagswahlen sind. Er fühlt sich (immer noch) berufen, führende Rollen zu spielen. In Bayern, wo man seine Rückkehr sehnlichst erwartet, aber auch in Berlin. Er weiß, das er der einzige wäre, der Horst Seehofer den Führungsanspruch innerhalb der CSU streitig machen könnte (was mehr über den Zustand dieser Partei aussagt, als ihr Recht sein dürfte) Aber seine Wahrnehmung ist verzerrt. Er macht aus Unrecht weniger als ein Kavaliersdelikt, redet seinen Betrug klein, will uns und den anderen Politikern immer noch die Welt erklären. Und stellt sich mehr und mehr ins Abseitz. Aber da gehört er spätestens nach diesem Buch auch hin. Ich gehörte zu denen, die ihn gut fanden, erfrischend anders. Diese Meinung hat sich ins Gegenteil verkehrt. Als Politiker ist er gescheitert. Nachhaltig gescheitert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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