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Vor dem Sturm: Roman aus dem Winter 1812 auf 13: 2 Bde.
 
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Vor dem Sturm: Roman aus dem Winter 1812 auf 13: 2 Bde. [Taschenbuch]

Theodor Fontane
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 797 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (1. September 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746652812
  • ISBN-13: 978-3746652818
  • Größe und/oder Gewicht: 20,5 x 12,1 x 6,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 598.605 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nach den "Berliner Frauenromanen" und den "Kriminal- und anderen F„llen" (Aufbau Taschenbuch Verlag 1995/96) legen die Familienromane erneut Zeugnis von Fontanes faszinierender Modernit„t ab. Strmisch ist der Winter 1812/13 fr Dorf und Schloá Hohen-Vietz im Oderbruch. Von Woche zu Woche erwartet man den Aufruf des K”nigs zur milit„rischen Erhebung gegen Napoleon. Berndt von Vitzewitz aber will nicht abwarten und beginnt mit dem Aufbau einer Landsturmtruppe. Seine Kinder hingegen, Lewin und Renate, fhlen sich von den patriotischen Aktivit„ten des Vaters ge„ngstigt. Noch wollen sie den Aufbruch hinausschieben, vor allem den Aufbruch aus famili„rer Geborgenheit in neue Bindungen der Liebe und Freundschaft. Ihre Abenteuer bestreiten sie auf dem Terrain von Kunst und Empfindung, Leidenschaft und emotionaler Hingabe. Das Weihnachtsfest und der Silvestertag fhren die Familienmitglieder, Freunde und Bekannte zusammen. Erinnerungen steigen auf, Realit„t mischt sich mit Traumbildern, widers trebende Wnsche und Interessen durchdringen einander. Was das n„chste Jahr, die Zukunft bringt, ist noch verborgen. W„hrend die allgemeine patriotische Stimmung ihren H”hepunkt erreicht, durchlebt Lewin die Erschtterung einer nichterwiderten Liebe. Sein Zusammenbruch fhrt ihn wieder ins Vaterhaus zurck, das inzwischen zum Hauptquartier der Landsturmbrigade geworden ist, an deren milit„rischen Aktivit„ten er sich jetzt beteiligt. Auch seiner Schwester Renate bleibt das erhoffte Glck versagt, wird doch der, den sie liebt, t”dlich verwundet. Einer Gestalt nur ist es vorbehalten, unangefochten durch „uáere und innere Wirren ihren Weg zu gehen: Marie, das angenommene Kind, dessen Herkunft sich im Dunkel verliert. Sie, die M„rchenprinzessin, erfllt die Verheiáung, die von Anbeginn mit ihr verknpft ist. Sie heiratet Lewin und erl”st das Geschlecht der Vitzewitz von dem Schatten einer dsteren Vergangenheit. W„hrend sich Berndt von Vitzewitz mit Leib und Seele in den Kampf gegen die Fr anzosen strzt, geraten seine Kinder, Renate und Lewin, in den Irrgarten der Liebe, dessen Ausgang ihnen lange Zeit verborgen bleibt. Wunderbare Szenen menschlicher Selbstgewiáheit und Geborgenheit wechseln mit Phasen der Zerrissenheit und Verzweiflung. Untergang und Rettung liegen dicht beieinander.

Autorenporträt

Theodor Fontane (1819 -1898) ist der bedeutendste Erzähler des literarischen Realismus. Der gelernte Apotheker machte mit 30 Jahren das Schreiben zum Beruf, zunächst als Journalist und Theaterkritiker. Erst spät begann er erfolgreich Romane und Erzählungen zu schreiben.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Fülle der Langsamkeit 10. Februar 2010
Von Dancer TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Es ist sehr viele Jahre her, daß ich zum letzten Mal Fontane gelesen habe (übrigens immer mit Vergnügen). Durch eine Rezension in der FAZ kam ich auf VOR DEM STURM, das ich nicht kannte und mir gleich bestellt habe. Und jetzt mit großer Freude und leiser Wehmut lese. Denn ich habe an mir selbst festgestellt, wie entwöhnt wir dem gemächlichen Tempo und Rhythmus einer Fontane'schen Erzählung inzwischen sind. Ich mußte mich auf diese Langsamkeit sehr bewußt einlassen - dann aber habe ich diese Geschichte genossen! Fontanes Menschen-, Orts- und Naturschilderungen sind einfach unübertroffen. Dies ist ein Buch, das man genüßlich lesen sollte, nichts zum Verschlingen.

Man wird zurückgeführt in eine Welt, in der Pferdedroschken das Tempo bestimmten, die Dorfstraße die Unterhaltung für alle bot, Post und Zeitungen lange unterwegs waren und die Menschen sich sehr viel mehr miteinander beschäftigten, als es heute üblich ist. Es ist eine Zeit, in der sich die Menschen ihrer Heimat und Herkunft, ihrer Nation bewußt sind. Stände und Sitten spielen eine ganz andere Rolle als heute. Männer und Frauen standen in anderem Umgang und Verhältnis zueinander. Und man kommt nicht umhin, das alles manchmal mit leisem Bedauern zu lesen, Bedauern darüber, daß diese Zeit unwiderbringlich dahin ist...
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