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Kundenrezensionen

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3,7 von 5 Sternen
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am 29. Oktober 2003
Um es kurz und bündig zu sagen:das ist nicht das was man sich von einem Buch von Henning erwartet.In "Vor dem Frost" ist die Handlung mehr als schleppend.Linda,Wallanders Tochter hätte in diesem Roman die Möglichkeit gehabt als große Protagonistin aufzutreten.Das ist ihr aber durch diese heillose Durcheinander verwährt geblieben.
Mankell hat versucht zu viele Geschehnisse zur selben Zeit in eine spannende Geschichte zu packen.Was ihm leider nicht gelungen ist.
Das ewige Verschwinden von Linda's Freundinnen,religiöse Fanatiker (aus dem Massenselbstmord vor vielen Jahren um Jim Jones in Guyana) und dann noch die Anspielung auf den 11.September sind einfach zu viel auf einmal.Und dann noch Kurt Wallander: in dieser Geschichte wirkt er nicht gerade wie man ihn sonst eigentlich kennt als kompetenter Kommissar.Sondern als "grantelnder" und sehr unzufriedender und im allgemeinen mehr an seine Pensionierung denkender Mann.
"Vor dem Frost" war übrigens auch das erste Buch von Henning Mankell das ich nicht in einer Woche geschafft habe.
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am 19. März 2003
"Vor dem Frost" ist der erste Wallander-Roman, in dem nicht der altbekannte Kommissar Kurt Wallander, sondern seine Tochter Linda die Hauptperson ist. Der Roman spielt im Sommer 2001, und Linda hat gerade die Polizeihochschule abgeschlossen. Noch nicht im regulären Polizeidienst, aber eben schon fertig mit der Ausbildung, wohnt Linda zunächst als Gast bei ihrem Vater. Von ihm erfährt sie auch von den eigenartigen Vorfällen, die zu der Zeit in Schonen passieren, so werden mehrere Tiere grausam getötet, und eine Wissenschaftlerin verschwindet, und wird später tot aufgefunden. Als schließlich auch eine alte Freundin Lindas verschwindet, beginnt diese, anfangs gegen den Willen ihres Vaters, mit eigenen Ermittlungen...
Mit "Vor dem Frost" ist Henning Mankell wieder einmal ein klasse Buch gelungen. Wie schon bei den älteren Wallander-Romanen ist auch dieses äußerst spannend und sehr atmosphärisch, und doch anders, als die Romane mit Kurt Wallander. Denn nicht nur der Vorname der Hauptperson hat sich geändert, sondern mit ihm auch die Perspektive, schließlich hat Linda einen völlig eigenen Blickwinkel auf die Dinge, und denkt und fühlt auf ihre Weise. Somit verbindet dieses Buch alte Stärken mit der frischen Person Linda Wallander, und macht beim Lesen einfach richtig Freude!
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am 10. Mai 2003
Zweierlei finde ich an diesem Buch bemerkenswert. Erstens scheint es Mankells Antwort auf den 11.September zu sein. Eine Gruppe gläubiger Fanatiker, inszeniert im Dschungel Guyanas einen Massenselbstmord. Versprengte dieser Gruppe sammeln sich zum Angriff auf Menschen und Kirchen in Skåne und laufen sich mit Morden und Entführungen warm.
Zweitens bereitet Mankell offensichtlich einen Generationswechsel vom alternden, zu fetten, saufenden, ewig gestressten, Diabetes geplagten und mit allem hadernden Kurt zu seiner unsicheren, aufbrausenden und Selbstmord gefährdeten Tochter Linda hin. In diesem Buch hat Linda ihr Debüt als zukünftige Polizeiaspirantin. Sie sucht über lange Strecken ihre Freundin Anna und hat das unbestimmte Gefühl, dass diese in irgendeiner Form mit den Vorkommnissen in Ystad zu tun hat. Sie fädelt sich zunächst gegen den Wiederstand ihres Vaters, in die Ermittlungen ein. Nachdem Kurt Wallander einige Zusammenhänge besser erkennt lässt er sie an seiner Seite mitarbeiten.
Ehrlich gesagt, Kurt Wallander als Einzelkämpfer hat mir persönlich besser gefallen. Besonders die Passagen in denen Linda ihre Freundin Anna sucht, fallen eher zäh aus. Mankell deutet sehr versteckt eine Parallelbegabung zu ihrem Vater an. Aber bevor Anna mit ihrem Vater gleich ziehen kann, muss Henning Mankell sich noch viel einfallen lassen.
Der Plot insgesamt erscheint mir etwas konstruiert. Warum die Fanatiker in Kurt Wallanders Revier einfallen wollen, ist mir beim Lesen des Buches an keiner Stelle richtig klar geworden. Eine diffuse Abneigung gegen Abtreibungen ist mir zu wenig für einen derartigen Rundumschlag.
Insgesamt jedoch, ein echter Mankell. Seine präzisen Schilderungen psychischer Hintergründe und sozialer Verhältnisse sind unerreicht. Es lohnt sich also, das Buch zu kaufen und wenn auch nur, um zu erfahren, wie es weiter geht, auch nach dem Frost.
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HALL OF FAMEam 18. September 2005
Henning Mankell beginnt nach 8 Kurt Wallander-Romanen (von "Mörder ohne Gesicht" bis "Die Brandmauer) und einem Kurt Wallander-Sammelband ("Wallanders erster Fall" u.a. Fälle) mit "Vor dem Frost" (dtv 20831 - "Innan frosten", 2002) offenbar ganz langsam Abschied von Kurt Wallander zu nehmen und beabsichtigt offenbar seine Romanserie, deren Handlungen vorwiegend in Ystad und Umgebung spielen, mit dessen Tochter Linda Wallander fortzusetzen. Dieser Roman ist sichtlich als eine Art Übergangslösung vorgesehen, in dem beide auftreten. Er als alter nachdenklicher Kommissar, sie als forsche zupackende Noch-nicht-Polizistin. Der Plot ist etwas weit hergeholt und führt über die Motive von Jim Jones Sekte, deren Mitglieder in Guayana Selbstmord verübten oder ermordet wurden, hinaus zum Märtyrerdenken und -werden im Auftrag eines "Propheten" und im Dienst zweifelhafter "Religiosität". Linda Wallander, Polizeianwärterin, die ihren Dienst noch nicht angetreten hat, geht zu einer Zeit, in der in Schonen Schwäne, Ställe und Zoogeschäfte mit Tieren angezündet werden, dem Verschwinden ihrer Freundin Anna nach, die plötzlich wieder auftaucht. Dann wiederum verschwindet deren gemeinsame Freundin Zebra. Ihre Recherchen bringen sie dazu, einen Zusammenhang zwischen all den Ereignissen herzustellen, ohne jedoch Beweise zu haben, und Weiterungen, nur unbekannt welche, zu ahnen. Diese Weiterungen basieren allerdings auf einem schwachen Plot - es ist nicht ganz klar, warum das alles gerade so geschieht. Trotz dieses schwachen Plots ist das Buch allerdings sehr spannend, was für die bekannten schreiberischen Qualitäten von Henning Mankell spricht. Daher 4**** und nicht weniger. Interessant wird sein, wie es mit der Generationenfolge im Hause Wallander weitergeht. Wie lange wird Kurt Wallander noch mitmischen? Ab wann wird Linda Wallander in seine Fußstapfen als Kriminalkommissar treten? Welche Rolle wird in Zukunft Kommissar Stefan Lindman, bekannt aus "Die Rückkehr des Tanzlehrers" im Privatleben von Linda Wallander und beruflich in Ystad einnehmen?
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am 29. Juli 2003
Gleich vorweg:
Die drei Sterne sind eher meinem Respekt vor dem Gesamtwerk des Autors geschuldet als verdient.
Nicht dass mir ansonsten die Art Mankells zu schreiben nicht gefallen würde. Ganz im Gegenteil, ich zähle "Mittsommermord" und "Mörder ohne Gesicht" zu meinen erklärten Lieblingsbüchern. Ich mag es, wenn sich Geschichten langsam entwickeln, bin kein Fan vorwiegend amerikanischer Plots, die schwarz-weiß daherkommen und keinen Raum für Zwischentöne lassen. Es hat mich nie gestört, dass die eine oder andere Metapher, die Mankell gewählt hat, unbeholfen und spröde daherkommt. Ich habe es nicht als nervend, sondern eher als angenehmen Wiedererkennungseffekt empfunden, dass Mankell gewisse (Charakter)eigenschaften seines Protagonisten Wallander - allen voran figürliche, emotionale und sonstige Schwächen mit einer depressiven Grundhaltung - wie ein Mantra in sämtlichen Büchern ständig wiederholt. Auch dass viel übers Wetter fabuliert wird, ohne dass der Bezug zur Story und den Akteuren stets erkennbar ist, hat mich nicht davon abhalten können, die Wallander-Romane stets in einem Zug zu Ende zu lesen, weil es mir nicht gelingen wollte, das Buch aus der Hand zu legen.
Dass mir "Vor dem Frost" so gar nicht gefällt, kann also nichts mit dem zu tun haben, was die "Anti-Mankell-Fraktion" dem Autor üblicherweise vorwirft.
Als Grund für mein Unbehagen fällt mir folgendes ein:
Als "Roman des Übergangs", weg von Kurt Wallander, hin zur Tochter Linda und womöglich Stefan Lindman findet sich, vor allem auf den ersten 300 Seiten, wenig Vertrautes. Was an sich nicht tragisch wäre, wenn es Mankell gelingen würde, Kurt Wallander durch Figuren gleicher Präsenz zu ersetzen, und sei es nur, weil der Leser sich in der einen oder anderen Facette der Persönlichkeit des Protagonisten wiederzuerkennen glaubt. Linda Wallander bleibt recht konturlos, man hat fast den Eindruck, die neue Hauptfigur und der Autor blieben einander ein wenig fremd. Was erklärbar wäre, da Kurt Wallander der Gedankenwelt eines männlichen Autors mittleren Alters möglicherweise leichter zu entsprechen mag als die wesentlich jüngere weibliche Protagonistin.
Hinzu kommt, dass Mankell seiner Heldin die ersten 300 Seiten nicht wesentlich mehr zugesteht, als sich über das Verschwinden ihrer Freundin Anna Gedanken zu machen und sich zu fragen, ob sie ihre zukünftige Rolle als Polizeianwärtein auszufüllen vermag oder nicht.
Bis auf einen bizarren Mord relativ am Anfang der Geschichte, der zudem seltsamerweise relativ nebensächlich bleibt, passiert zunächst nicht viel. Im dritten Drittel des Buches passieren dann noch einige Verbrechen und die Geschichte gewinnt an Fahrt, zumal auch Kurt Wallander und den übrigen Ermittlern mehr Bedeutung beigemessen wird.
Auch für einen, der es mag, dass Geschichten sich entwickeln, etwas spät.
Zudem sind auch die Säulen des angebotenen Motivs - religiöser Wahn - vielleicht etwas schwach, um die Last des Plots alleine zu tragen.
Wenn ich dann noch lese, dass Mankell ein Tonband verschwinden läßt und er Linda einem Zeugen gegenüber eine Stimme imitieren läßt, damit der Zeuge die Stimme auf dem nicht mehr vorhanden Band identifizieren kann, beginne ich nun wirklich am Autor zu zweifeln.....
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am 14. Oktober 2003
Wer hier auf einen typischen Wallander Fall hofft, wird leider enttäuscht!
Dieser neue Roman von Mankell ist in seiner Qualität nicht halb so gut wie all die anderen "Wallander-Abenteuer".
Ein kleines Beispiel: hier sieht man nicht in Wallanders Gedanken hinein, sondern in die seiner Tochter Linda, welche die Hauptfigur des Romans zu sein scheint. Kurt Wallander selbst geht völlig unter. Er erscheint lediglich als genervter, überarbeiteter und strenger Vater.
Auch ist es nicht Wallander der ermittelt, sondern Linda. Die Geschichte geht nur sehr schleppend voran, die Spannung fehlt.
Bisher habe ich alle Wallander Romane in wenigen Tagen verschlungen- was bei diesem Buch leider nicht der Fall ist. Schade!
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am 8. April 2005
Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist, wie man es von Mankell kennt, sehr brutal, aber ich denke, dass was schockt sind die menschlichen Abgründe die sich auftun und dass man begreifen muss, wozu wir in fanatischer Raserei fähig sind. Der Plot ist sehr spannend konzipiert und man muss das Buch in einem Rutsch durchlesen, weil man es nicht aus der Hand legen kann. Meiner Meinung nach ist es nicht der beste Krimi von Mankell, ich mag die mit dem alten Wallander lieber. Andererseits bekommt man einige interessante Einblicke aus der Sicht Linda Wallanders über ihren Vater. Leider schafft sie es nicht, sie so in das Leserherz zu schleichen wie ihr Vater. Manchmal schwächelt Mankell auch mit seiner Wortwahl. Dennoch für einen Krimi, der ja keine sehr anspruchsvolle Literatur sein will, 4 Sterne!!
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am 14. Oktober 2003
Dieses Buch wird dem hohen Anspruch, den Mankell-Fans an seine Krimis stellen, in keiner Weise gerecht. Das Buch war für mich, der ich bei der "Rückkehr des Tanzlehrers" froh war, endlich wieder einen richtig guten Mankell zu lesen, fast unerträglich zu lesen. Die Gründe:
1. Linda Wallander nervt. Was wohl eine "Charakterstudie" werden sollte ist einfach nur eine Ansammlung von Szenen, in denen man Linda schütteln und ihr sagen möchte, sie solle doch bitte einfach den Rand halten und nach Hause gehen.
2. Ich muß Mankell einfach vorwerfen, die ewig selbe Schablone, die er schon in den Kurt-Wallander-Krimis zu oft bemüht hat, hier endgültig überzustrapazieren. Immer dasselbe: Rückblende, irgendwo in der Welt passiert etwas abscheuliches, irgendjemand bekommt von den Geschehnissen einen Sockenschuß und taucht Jahre später wo wieder auf, um richtig böse zu werden? Genau: In der Kleinstadt Ystad...Man kann es nicht mehr hören. Hier nervt vor allem das endlose Ausbreiten der Gedankengänge des Fanatikers, da es die Handlung nicht eine Spur weiterbringt und sich alles ständig wiederholt. Auf den absolut zu bemühten und lächerlich wirkenden Bezug zu den Anschlägen vom 11.9.2001 will ich gar nicht weiter eingehen.
3. Ich habe Wallander-Krimis wie "Mörder ohne Gesicht" und "Der Mann der lächelte" für die Schilderung der akribischen Ermittlungsarbeit geschätzt. Hier kommt Linda nur durch Zufälle, Launen und Glück auf die Lösung des Falles. Da hätte man sie die Lösung auch gleich im Kaffeesatz finden lassen können. Zusammenfassend: Ein sehr schlechtes Buch! Ich sage es ungern, aber ich bin sehr enttäuscht. Ein paar Cent für einen Drittklasse-Krimi vom Wühltisch hätten wohl mehr Lesevergnügen gebracht. Leider.
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am 11. September 2003
Wer noch keinen Wallander-Krimi gelesen hat, ist gut bedient. Denn dem fallen diese unzähligen Wiederholungen nicht auf, wenn von früheren Fällen oder Personen zu lesen ist, die man ja alle schon kennt. Auch störte mich die ständige Wiederholung der Frage: Warum wird Linda Polizistin? Irgendwann will ich es auch als Leser nicht mehr wissen.
Das Thema Kurt Wallander und sein Vater wurde in früheren Büchern zur Genüge abgehandelt. Jetzt ist der Vater schon lange tot und das Thema füllt immer noch sehr viele Seiten.
Und der eigentliche Kriminalfall des Buches kommt zu kurz und zu langweilig daher.
Was die früheren Mankell-Krimis zu Bestsellern gemacht hat, nämlich die genaue Beschreibung der Ermittlungsarbeit, das vermisse ich hier zu sehr.
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Erster Eindruck: Der Apfel und der Stamm...

Linda Wallanders Start ins Berufsleben als Polizistin gestaltet sich äußerst schwierig, nicht zuletzt weil ihr Vater Kurt immer wieder dazwischenfunkt. Zusammen ermitteln sie in einem Fall, in dem Tiere mit Benzin übergossen und angezündet werden. Als außerdem eine Frau bestialisch ermordet wird, sieht Linda einen Zusammenhang - im Gegensatz zum Kommissar...

Generationenwechsel bei Henning Mankell: Nach dem eigensinnigen und etwas sperrigen Kurt Wallander steht in dem Roman "Vor dem Frost" seine gefühlvollere Tochter Linda im Mittelpunkt - was nicht bedeutet, dass der Kommissar nicht eine sehr große Nebenrolle einnehmen würde. Durch den immer wieder aufkeimenden Vater-Tochter-Konflikt, in dem Linda um Anerkennung und Eigenständigkeit ringt, liegt die große Stärke der Erzählung, die von Sven Stricker genial umgesetzt wurde. Sowohl im Privaten wie auch im Beruflichen werden die beiden Charaktere dadurch hell beleuchtet und erstrahlen in all ihren Fehlern und Macken, aber auch in ihrer Liebenswürdigkeit. Dennoch sind einige wenige Längen in der Handlung auszumachen, die sich auf eben diese Szenen beziehen. Geglückt ist auch die Einführung von Stefan Lindmann, der bei "Die Rückkehr des Tanzlehrers" der ermittelnde Kommissar ist. Der Fall hinter dem Roman ist dabei sehr spannend gelungen und dreht sich rund um das Thema religiöser Fanatismus. Ein packender Aspekt, der besonders am Ende wunderbar zur Geltung kommt und den Hörer völlig gefangen hält. Ein Hörspiel, das sich deutlich von den anderen Wallander-Krimis unterscheidet, eine andere Atmosphäre hat, die genaue und umfangreiche Charakterisierung aber aufrecht erhält.

Ulrike C. Tscharre ist in dieser Vertonung als Linda Wallander zu hören und kann die gesamte Gefühlswelt ihres Charakters hörbar machen. Sie geht dabei eigene Wege und kann so den Stil des Hörspieles mitprägen. Axel Milberg spricht ihren Vater Kurt, der mit sehr prägnanter und bestimmender Art den übermächtigen Vater gut darzustellen vermag. Hier wurde sich für einen externen Erzähler entschieden, Andreas Fröhlich kann hier sein Gespür für Dramatik und einen ernsteren Grundton beweisen. Weitere der vielen hervorragenden Sprecher sind Traudel Sperber, Marc Degener und Eva Michaelis.

Die Musik setzt sich aus klassischen Instrumenten zusammen und kann so eine sehr dichte und stimmige Atmosphäre erzeugen. Sowohl die Reibereien zwischen Linda und Kurt Wallander als auch die spannenden Krimiszenen werden dabei intensiv in Szene gesetzt und erhalten eine ganz eigene Note, die sich von den anderen Wallander-Produktionen abzugrenzen vermag.

Auch hier diente das Titelbild des Buches als Covervorlage, die so sofort in Zusammenhang gebracht werden. Die geflügelte Frau steht wie ein alten Portrait vor schwarzem Hintergrund und wirkt sehr anmutig. Die Zusammengehörigkeit zu den Hörspielen mit Kurt Wallander wird auf den ersten Blick klar.

Fazit: Der spannende Fall mit höchst interessantem Thema sowie die glaubwürdigen Streiterein zwischen Vater und Tochter machen dieses Hörspiel aus - sehr zu empfehlen.
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