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Vor dem Frost: Roman
 
 

Vor dem Frost: Roman (Taschenbuch)

von Henning Mankell (Autor), Wolfgang Butt (Übersetzer)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Linda Wallander, Tochter des weit über die Landesgrenzen hinweg bekannten Kommissars, kommt sich vor wie auf dem Abstellgleis: Am 10. September soll ihr Dienst bei der Polizei von Ystad beginnen, und bis dort hat sie noch einen langen Sommer vor sich. Auch die avisierte eigene Wohnung ist noch nicht frei, und so muss sie ausgerechnet beim Vater unterschlüpfen. Das Verhältnis zwischen den beiden ist äußerst gespannt und wird auch nicht besser, als Kurt Wallander mit einem schwierigen Fall konfrontiert wird.

In Ystad und im Umland übergießt ein scheinbar Wahnsinniger Tiere mit Benzin und steckt sie in Brand. Eine ältere Frau wird auf einer Wanderung in einer abgelegenen Schlucht bestialisch ermordet, und eine von Lindas ältesten Freundinnen verschwindet von einem Tag auf den anderen. Auch wenn ihr Vater es nicht wahr haben möchte: Zwischen all diesen Ereignissen besteht ein Zusammenhang. Es bedarf akribischster Ermittlungen und einer Reihe von Auseinandersetzungen zwischen Kurt und Linda Wallander, bevor der dickköpfige Kommissar bereit ist, an eine Verschwörung größeren Ausmaßes zu glauben.

Vor dem Frost ist ein Roman des Übergangs: Noch hält Kurt Wallander das Heft in der Hand und ist nicht bereit, seine Tochter als Polizistin zu akzeptieren. Linda muss um jeden Zentimeter Freiheit kämpfen, sowohl in privater wie in beruflicher Hinsicht. Dieser Kampf wird mit harten Bandagen geführt, wobei Mankell die Glaubwürdigkeit seiner Figuren gelegentlich sehr strapaziert. Auch die Handlung des Romans wirkt teilweise etwas konstruiert -- der Autor hat eindeutig ein Anliegen, und es gelingt ihm nicht immer, daraus eine spannende Geschichte zu machen.

Für Wallander-Freunde bietet Vor dem Frost einige schöne Reminiszenzen: Linda erinnert sich immer wieder an Vorfälle aus ihrer Kindheit, die den Lesern aus früheren Mankell-Romanen geläufig sind. Auch der angestrebte Vergleich zwischen christlichem und islamischem Fundamentalismus ist ein durchaus lohnenswerter Stoff, der besonders durch die psychologisch genaue Schilderung der Antagonisten an Glaubwürdigkeit gewinnt. Wir können jedenfalls gespannt sein, wie sich Linda Wallander mausert, wenn sie aus des Vaters Schatten herausgetreten ist und als Polizistin selbstständig wird. --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"In keinem anderen Roman von Henning Mankell wird die liebenswerte Seite des schwierigen Kommissars schöner beschrieben als in diesem Buch. ... 'Vor dem Frost' ist ein unglaublich packender Roman und eine schwierige, spannende und berührende Vater-Tochter-Geschichte. Meine neue Nummer eins der Mankell-Romane." (Heide Simonis, Brigitte 15/03)

"Ein hochspannender Wallander-Krimi - einer der besten der Reihe." (Focus 14.07.03)

"Mankell verknotet alle Fäden seiner Geschichte geschickt - eine wunderbar spannende Sommerlektüre." (Birgit Warnhold, Die Welt 19.07.03)

"Henning Mankell ist mit 'Vor dem Frost' ein ungewöhnlich dichter Kriminalroman gelungen." (Simone Dattenberger, MM 17.07.03)

"Ein spannender und kluger Roman. (...) Klappt man das Buch zu, hat man nach Kurt auch Linda in seinen Freundeskreis aufgenommen." (Gunther Baumann, Kurier Wien 19.07.03)

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245 von 264 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Linda Wallanders Debüt!, 19. März 2003
Von "dmb2005" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension übernommen von: Vor dem Frost (Gebundene Ausgabe)
"Vor dem Frost" ist der erste Wallander-Roman, in dem nicht der altbekannte Kommissar Kurt Wallander, sondern seine Tochter Linda die Hauptperson ist. Der Roman spielt im Sommer 2001, und Linda hat gerade die Polizeihochschule abgeschlossen. Noch nicht im regulären Polizeidienst, aber eben schon fertig mit der Ausbildung, wohnt Linda zunächst als Gast bei ihrem Vater. Von ihm erfährt sie auch von den eigenartigen Vorfällen, die zu der Zeit in Schonen passieren, so werden mehrere Tiere grausam getötet, und eine Wissenschaftlerin verschwindet, und wird später tot aufgefunden. Als schließlich auch eine alte Freundin Lindas verschwindet, beginnt diese, anfangs gegen den Willen ihres Vaters, mit eigenen Ermittlungen...
Mit "Vor dem Frost" ist Henning Mankell wieder einmal ein klasse Buch gelungen. Wie schon bei den älteren Wallander-Romanen ist auch dieses äußerst spannend und sehr atmosphärisch, und doch anders, als die Romane mit Kurt Wallander. Denn nicht nur der Vorname der Hauptperson hat sich geändert, sondern mit ihm auch die Perspektive, schließlich hat Linda einen völlig eigenen Blickwinkel auf die Dinge, und denkt und fühlt auf ihre Weise. Somit verbindet dieses Buch alte Stärken mit der frischen Person Linda Wallander, und macht beim Lesen einfach richtig Freude!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lesenswert, 23. September 2005
Von Ein Kunde
Der neue Mankell hat wie immer in seinen Krimis ein tieferes Thema. Diesmal ist es religiöser Fanatismus, der bis hin zum 11. September 2001 (nicht Thema des Romans), als Schlussabsatz, reicht. In Ansätzen gelingt es Mankell, die Enstehung, das Denken und die Wirkung religiös fanatischer Gruppierungen aufzuzeigen und daraus einen spannenden Krimi rund um Kurt und Linda Wallander, sowie Stefan Lindman zu stricken.

Der Roman ist spannend geschrieben, auch wenn er durchaus einige Längen aufweist. Aber in diesem Roman geht es auch um mehr als um den Krimi ansich. Es muss auch Linda Wallander, die hier noch als Polizeianwärterin auftritt, sowie Stefan Lindman (bekannt aus „Die Rückkehr des Tanzlehrers" eingeführt werden. Es ist, wie schon geschrieben, aus dieser Sicht ein Übergangsroman, der auch das Ziel hat, verschiedene Figuren aus verschiedenen Romanen zusammenzuführen, sonst hätte Mankell am Ende zwei Reihen gehabt, die er hätte schreiben müssen. Einmal rund um die Wallanders und einmal rund um Lindman (schließlich wollte man auch hier wissen, wie es weitergeht mit Stefan Lindman).

Interessant an diesem Roman ist auch die Beziehung zwischen Vater und Tochter, insbesondere die Konflikte und die Sorgen, die sich Kurt um seine Tochter macht, nun umso mehr, als Linda in Kurts Revier ebenfalls Polizistin wird.

Als Mankell-Fan gebe ich dem Buch fünf Sterne, weil ich das Buch, auch insbesondere wegen Mankells Schreibstill wirklich klasse finde, dennoch gebe ich einigen Recht, die Schreiben, dass Mankell sich wieder etwas steigern sollte. Es ist nicht unbedingt Mankells bester Roman, wie ich finde. Mankell sollte nicht zum Schnellschreiber mutieren, wie es beispielsweise Donna Leon ist. Ihre Brunetti-Romane sind sicher nicht schlecht, aber werden immer weniger anspruchsvoll und sind zum Ende hin sogar richtig schlecht geworden. Ich wünsche mir, dass das Mankell nicht passieren wird.

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119 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Generationenwechsel ?, 10. Mai 2003
Von kamajakka "kamajakka" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension übernommen von: Vor dem Frost (Gebundene Ausgabe)
Zweierlei finde ich an diesem Buch bemerkenswert. Erstens scheint es Mankells Antwort auf den 11.September zu sein. Eine Gruppe gläubiger Fanatiker, inszeniert im Dschungel Guyanas einen Massenselbstmord. Versprengte dieser Gruppe sammeln sich zum Angriff auf Menschen und Kirchen in Skåne und laufen sich mit Morden und Entführungen warm.

Zweitens bereitet Mankell offensichtlich einen Generationswechsel vom alternden, zu fetten, saufenden, ewig gestressten, Diabetes geplagten und mit allem hadernden Kurt zu seiner unsicheren, aufbrausenden und Selbstmord gefährdeten Tochter Linda hin. In diesem Buch hat Linda ihr Debüt als zukünftige Polizeiaspirantin. Sie sucht über lange Strecken ihre Freundin Anna und hat das unbestimmte Gefühl, dass diese in irgendeiner Form mit den Vorkommnissen in Ystad zu tun hat. Sie fädelt sich zunächst gegen den Wiederstand ihres Vaters, in die Ermittlungen ein. Nachdem Kurt Wallander einige Zusammenhänge besser erkennt lässt er sie an seiner Seite mitarbeiten.

Ehrlich gesagt, Kurt Wallander als Einzelkämpfer hat mir persönlich besser gefallen. Besonders die Passagen in denen Linda ihre Freundin Anna sucht, fallen eher zäh aus. Mankell deutet sehr versteckt eine Parallelbegabung zu ihrem Vater an. Aber bevor Anna mit ihrem Vater gleich ziehen kann, muss Henning Mankell sich noch viel einfallen lassen.

Der Plot insgesamt erscheint mir etwas konstruiert. Warum die Fanatiker in Kurt Wallanders Revier einfallen wollen, ist mir beim Lesen des Buches an keiner Stelle richtig klar geworden. Eine diffuse Abneigung gegen Abtreibungen ist mir zu wenig für einen derartigen Rundumschlag.

Insgesamt jedoch, ein echter Mankell. Seine präzisen Schilderungen psychischer Hintergründe und sozialer Verhältnisse sind unerreicht. Es lohnt sich also, das Buch zu kaufen und wenn auch nur, um zu erfahren, wie es weiter geht, auch nach dem Frost.

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Der Versuch, düster und verschwörerisch zu klingen, schlägt mit jedem Kapitel ins Gesicht. Streckenweise interessant, jedoch: Man merkt die Absicht und man ist verstimmt... Lesen Sie weiter...
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Ich habe das Buch im Regal wiederentdeckt und mich gefragt, warum ich es eigentlich damals, als ich es neu gekauft hatte, nicht zu Ende gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von xyz veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Nicht ganz gelungene Einführung von Linda
Am Anfang entsteht sehr schnell ein spannender Lesefluss.
Religion, brennende Tiere und Linda die über eine Freundin bereits aktiv wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. August 2007 von M. Andreas

1.0 von 5 Sternen Emphatie für Töchter?
<<Vor dem Frost>> enttäuscht mich als bisher eifriger Wallander-Leser sehr. Auf eine derartige Wachtablösung durch Linda Wallander hätte ich gerne verzichtet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juni 2007 von O. Dietz

3.0 von 5 Sternen Die Wachablösung steht bevor....
Linda Wallender hat die Polizeiakademie bestanden und dürstet nach einem Einsatz. Da verschwindet ihre beste Freundin. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Mai 2007 von Meggie

4.0 von 5 Sternen Mankell in guter Form: Wallander im Doppelpack
Gleich zwei Wallanders, Tochter und Vater - eine Bereicherung. Mir hat dieser Wallander besonders viel Spass bereitet - weniger düster als manche der Vorgänger. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2007 von Dr. Gernot Starke

2.0 von 5 Sternen Sehr, sehr bieder gestrickt
Bin schwer enttäuscht von diesem Mankell - vor 15 Jahren hätte ich diesen Roman vielleicht noch gut gefunden, heute zählt er nur zur Dutzendware. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2007 von Hans-Joachim Murschetz

4.0 von 5 Sternen Brandheißes Thema, das aber Fragen offenlässt
Brisant und hochsensibel ist diesmal das Thema. Religiöser Fanatismus, diesmal in paradoxer Parodie auf den 11. September von christlicher Seite. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. November 2006 von Lionscity

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