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Vor dem Fest: Roman [Gebundene Ausgabe]

Sasa Stanisic
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

10. März 2014
Es ist die Nacht vor dem Fest im uckermärkischen Fürstenfelde. Das Dorf schläft. Bis auf den Fährmann – der ist tot. Und Frau Kranz, die nachtblinde Malerin, die ihr Dorf zum ersten Mal bei Nacht zeigen will. Ein Glöckner und sein Lehrling wollen die Glocken läuten, das Problem ist bloß: die Glocken sind weg. Eine Füchsin sucht nach Eiern für ihre Jungen, und Herr Schramm, ein ehemaliger Oberst der NVA, findet mehr Gründe gegen das Leben als gegen das Rauchen.

Niemand will den Einbruch ins Haus der Heimat beobachtet haben. Das Dorfarchiv steht aber offen. Doch nicht das, was gestohlen wurde, sondern das, was entkommen ist, treibt die Schlaflosen um. Alte Geschichten, Sagen und Märchen ziehen mit den Menschen um die Häuser. Sie fügen sich zum Roman einer langen Nacht, zu einem Mosaik des Dorflebens, in dem Alteingesessene und Zugezogene, Verstorbene und Lebende, Handwerker, Rentner und edle Räuber in Fußballtrikots aufeinandertreffen. Sie alle möchten etwas zu Ende bringen, in der Nacht vor dem Fest.










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Vor dem Fest: Roman + Wie der Soldat das Grammofon repariert: Roman
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (10. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630872433
  • ISBN-13: 978-3630872438
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.609 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein Buch wie wenige andere. Politisch versiert und stilistisch ein Kunststück." (Verena Auffermann / Die Zeit)

"In der Literatur geht alles, wenn man es kann. Saša Stanišić beweist mit "Vor dem Fest": Er kann." (Richard Kämmerlings / Welt am Sonntag)

"Weltliteratur aus der Uckermark: In "Vor dem Fest" erzählt Saša Stanišić als gäbe es kein Morgen. Sein Roman ist das Ereignis des Frühjahrs." (Andreas Platthaus / Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Er scheint ein Erzähler zu sein, der aus einem unermesslichen Fundus schöpfen kann." (Claudia Voigt / Der Spiegel)

"In Sasa Stanisics "Vor dem Fest" ist das fiktive Uckermarkdorf Fürstenfelde Idealtyp der wendeversehrten Ex-DDR - und Kulisse für eine furiose Tragikomödie." (Thomas Andre / Spiegel Online)

"Darf man einem Autor vorwerfen, dass er weiß, wie gut er ist, wenn er doch wirklich verdammt gut ist?" (taz)

Klappentext

"Diesen Roman muss man lesen, wie man Schokolade isst: nicht zu schnell und nicht alles auf ein Mal."
WDR-Hörfunk

"So schlicht und ergreifend Stanisic über Heimat, Fremde und die Sehnsucht nach Frieden erzählt, so komisch wie poetisch ist dieses an burlesken Einfällen und tragikomischen Geschichten überbordende Buch."
Focus

"Eine große Entdeckung der Saison."
Frankfurter Rundschau


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Nacht in der Uckermark. 10. August 2014
Von Gulan
Format:Gebundene Ausgabe
Fürstenfelde, ein fiktives und doch nicht so unrealistisches Dorf in der Uckermark, am Abend vor dem wichtigsten Ereignis des Jahres, dem Annenfest. Die Dorfbewohner machen sich bereit für das Fest. Jeder auf seine eigene Art.

Der Autor Sasa Stanisic breitet vor dem Leser das Panorama eines Dorfes aus, indem er kurze Episoden erzählt. Geschichten aus dem Leben, Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart, amüsante Geschichten, skurrile Geschichten, nachdenkliche Geschichten, Legenden und Mythen. Die Handlung dauert nur etwas mehr als eine Nacht und doch werden Jahrhunderte überbrückt. Der allwissende Erzähler begleitet zahlreiche Persönlichkeiten des Dorfes. Unter anderem Frau Schwermuth, Hüterin der Dorfchronik, Herr Schramm, ehemals NVA-Offizier und jetzt lebensmüder Rentner, die asthmakranke Joggerin Anna, der stumme Suzi und sein Kumpel Lada oder die Malerin Frau Kranz. Auch eine Füchsin kommt vor, auf ihrer Jagd nach Hühnereiern für ihre Welpen. Relativ zügig wechselt der Autor immer wieder die Perspektive, unterbrochen von kurzen Einschüben mit Ereignissen aus der Dorfgeschichte der letzten Jahrhunderte.

Das Besondere ist die Sprache des Buches. Knapp, schlicht, lakonisch, pointiert – aber nie abgehoben. Das Buch ist definitiv eines, bei dem man manche Sätze nochmal liest, weil sie einen wirklich beeindrucken. Die Einträge aus vergangener Zeit werden sogar in altertümlicher Sprache verfremdet. Der allwissende Erzähler repräsentiert dabei quasi das Dorf als Ganzes, immer wieder kommentiert er auch die Geschehnisse und gibt so irgendwie auch die Meinung der Dorfgemeinschaft wieder.

Das Buch handelt von Heimat, von Veränderung, aber auch von Stagnation.
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51 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poetisch-humorvolle Sicht auf ein Dorf 10. März 2014
Von Andreas Schröter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Humorvoll, poetisch und durchdrungen von einer tiefen Zuneigung zu den Figuren – so lässt sich wohl am besten der neue Roman – „Vor dem Fest“ heißt er - von Saša Stanišić beschreiben, eines 1978 geborenen Autoren, der erst im Alter von 14 Jahren mit seiner Familie aus dem heutigen Bosnien-Herzegowina vor dem jugoslawischen Bürgerkrieg nach Deutschland floh. Umso erstaunlicher ist es, welch souveräne Gewandtheit Stanišić in einer Sprache entwickelt hat, die nicht seine Muttersprache ist.

Der Autor, der 2006 mit seinem Erstling „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ für Furore sorgte, widmet sich nun den teils schrulligen Bewohnern, ihren Bräuchen, Traditionen und Legenden aus dem Dörfchen Fürstenfelde in der Uckermark. Da gibt es, um nur einige wenige zu nennen, die 90-jährige Frau Kranz, die alles und jedes aus ihrer Heimat gemalt hat und immer noch malt, den lebensmüden ehemaligen NVA-Soldaten Herrn Schramm, die Heimatkundlerin Frau Schwermuth, die jedes noch so kleine Detail aus der Heimatgeschichte ihres Ortes kennt, oder den alten Glöckner, der die Glocken nicht mehr läuten will. Sie alle hat der Leser nach wenigen Seiten ins Herz geschlossen.

Star des Buches ist aber die zauberhaft leichte und oft überraschende Sprache, die alles mit einer liebevollen Glasur überzieht, deren Reiz man sich kaum entziehen kann und will. Dazu passt, dass Stanišić immer wieder Fürstenfelder Begebenheiten, Sagen und Geschichten aus dem 16. Jahrhundert in der Originalsprache und –Schreibweise von damals einstreut. So wirkt das gesamte Geschehen leicht entrückt, und dem Autor gelingt es auf diese Weise, die Alltäglichkeit eines Dorfes mittels Sprache in eine andere Sphäre zu transportieren.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal was anderes 2. Mai 2014
Von Tobias Nazemi VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ich weiß nicht, warum ich dieses Buch so mag. Es ist keine leichte Kost. Es ist nicht spannend, nicht dramatisch, besonders emotional oder witzig geschrieben. Die Geschichte wechselt ständig von Jetzt auf Gestern. Dann wieder zu Vorgestern und zurück. Die Charaktere werden nur kurz vorgestellt, einige begleiten einen durchs Buch, andere haben nur einen Auftritt. Verschiedene Handlungsstränge und Rückblicke im zeitgenössischen Sprachstil - alles was normalerweise gar nicht geht, wenn man mehr als nur eine Handvoll Leser erreichen will.

Doch bei diesem Roman funktioniert es. „Vor dem Fest“ ist kein anstrengender Avantgarderoman, sondern ganz hervorragende Unterhaltung, neue deutsche Literatur mal anders. Kein Literaturexperiment und wenn doch, dann ein geglücktes. Da hat ein Autor nicht sich selbst wiedergegeben, sondern sich hineinversetzt. In ein Dorf, eine für die meisten Leser unbekannte Region, unspannend, unspektakulär und doch liebens- und lebenswert. Der Protagonist ist die Uckermark, das Dorf Fürstenfelde. Das klingt langweilig, nach trockener Geschichtsschreibung und man fragt sich, wer will das lesen?

Scheinbar viele - dem Erfolg dieses Romans nach zu urteilen. Ich verstehe auch warum. Denn man schwebt beim Lesen nur so durch die Seiten. Alles ist perfekt konstruiert, fügt sich harmonisch zu einem Bild zusammen. Und auch Passagen, die einen vielleicht nichts sagen, nerven oder auch langweilen, sind nie sehr lang und werden schnell von amüsanten, kurzweiligen Episoden abgelöst. So ist man schnell durch mit diesem Buch, stellt es zufrieden ins Regal und sagt sich: „Das war mal was anderes“.
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3.0 von 5 Sternen Der Fährmann ist tot, es lebe der Bootsverleih.
Der Roman spielt in den 24 Stunden vor und während des Annenfestes in Fürstenfelde, einem fiktiven Ort in der Uckermark. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Tagen von Mimir veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Von Füchsen und Menschen
Sasa Stanisic wurde 1978 in Visegrad geboren und kam mit 14 Jahren als Kriegsflüchtling nach Deutschland. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Tagen von Joachimski veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Es gibt weitaus mehr Gründe dieses Buch zu lesen als zu rauchen"
Vor dem Fest ist ein tolles Buch. Es ist kurzweilig. Es bindet den Leser ein und jeder findet ein Puzzle von sich selbst. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Claudia Marschner veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen meisterlich
Sasa Stanisic setzt aus den vielen Geschichten der heutigen und früheren Bewohner_innen von Fürstenfelde ein Kaleidoskop des Dorflebens mit seinen kleinen und... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von kaktusblüte veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einfach zauberhaft!
Dieses Buch ist eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe! Man taucht ein ins Dorfleben, die Geschichten der Bewohner sind so detailverliebt erzählt, dass... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von S. Marx veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Optimismus zeugt Kinder
Zum Annenfest bietet der Fürstenwalder Feuerwehrchor eine CD an, mit dem Titel 'We didn't start the fire', zum Preis von 7,89€. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von H. Schneider veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Großes Fest der Literatur
„Wie der Soldat das Grammophon repariert“, dieser stark biografisch angehauchte, 1966 erschienene Debütroman, des 1978 im bosnischen Visegrad geborenen und seit 1992 in... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Carl-heinrich Bock veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Vor dem Fest
Ein - wie ich finde - sehr lesenswertes Buch !

Sasa Stanisic, der ja aus einem Land kommt, wo das Geschichtenerzählen sozusagen zu Hause ist, hat eine ganz eigene... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Stephan Pommer veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ach, kann Tristesse schön sein!
Ein kleiner Ort in Brandenburg: Die Menschen, ihr Leben und ihre Aktivitäten einen Tag vor dem jährlich gefeierten Dorffest, 25 Jahre nach der deutschen... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von I. Bauermeister veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein tolles Buch!
Bemühe mich, sein Buch nicht so schnell zu lesen, von mir aus könnte es viel dicker sein, ewig weiter gehen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht
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