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Vor aller Augen - Alex Cross 9 -: Thriller [Taschenbuch]

James Patterson , Edda Petri
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Der Leser wird von einem heftigen Nervenkitzel gepackt. Und liest zwei Thriller: Einen kriminalistischen. Und einen literarischen." (Die Zeit)

"James Patterson erfüllt alles, was ein Thriller-Liebhaber erwartet: Eiskalt, klar, kompromisslos erzählt!" (BILD AM SONNTAG)

Klappentext

"James Patterson, einer der besten Thriller-Autoren der Welt, ist mit 'Vor aller Augen` auf dem Höhepunkt seines Könnens angelangt!"
USA Today

"Der Leser wird von einem heftigen Nervenkitzel gepackt. Und liest zwei Thriller: Einen kriminalistischen. Und einen literarischen."
Die Zeit

"James Patterson erfüllt alles, was ein Thriller-Liebhaber erwartet: Eiskalt, klar, kompromisslos erzählt!"
BILD AM SONNTAG

Über den Autor und weitere Mitwirkende

James Patterson, geboren 1947, war Kreativdirektor bei einer großen amerikanischen Werbeagentur. Seine Thriller um den Kriminalpsychologen Alex Cross machten ihn zu einem der erfolgreichsten Bestsellerautoren der Welt. Auch die Romane seiner packenden Thrillerserie um Detective Lindsay Boxer und den „Women´s Murder Club“ erreichen regelmäßig die Spitzenplätze der internationalen Bestsellerlisten. James Patterson lebt mit seiner Familie in Palm Beach und Westchester, N.Y.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Prolog

Die Paten

Man erzählte von einer völlig unglaublichen Mordgeschichte, durch welche der Wolf Eingang in die Polizeimythen gefunden und die sich schnell von Washington nach New York, London und Moskau ausgebreitet hatte. Niemand wusste mit Sicherheit, ob es tatsächlich der Wolf gewesen war. Doch erfolgte nie ein offizielles Dementi, und die Geschichte fügte sich nahtlos in andere ungeheuerliche Vorkommnisse im Leben dieses russischen Gangsters ein.
Laut dieser Geschichte hatte sich der Wolf an einem Sonntagabend im Frühsommer Zutritt in das Hochsicherheitsgefängnis in Florence, Colorado, verschafft. Er hatte sich den Zugang erkauft, um drinnen den italienischen Mafioso Don Augustino »Little Gus« Palumbo zu treffen. Vor diesem Besuch stand der Wolf in dem Ruf, impulsiv und zuweilen äußerst ungeduldig zu sein. Doch diese Zusammenkunft mit Little Gus Palumbo hatte er nahezu zwei Jahre lang sorgfältig geplant.
Er traf sich mit Palumbo im Sicherheitstrakt des Gefängnisses, wo der New Yorker Gangster seit sieben Jahren einsaß. Ziel des Treffens war, ein Arrangement zu erreichen, wonach sich die Palumbo-Familie der Ostküste mit der Russischen Mafia verbünden sollte, um eines der mächtigsten und skrupellosesten Verbrechersyndikate der Welt zu bilden. So etwas war noch nie zuvor versucht worden. Palumbo wurde nachgesagt, extrem skeptisch zu sein. Aber er stimmte dem Treffen mit dem Wolf zu, nur um zu sehen, ob der Russe es schaffen würde, in das Gefängnis in Florence hineinzukommen – und auch wieder hinaus.
Von Anfang an benahm sich der Russe dem sechsundsechzigjährigen Don gegenüber äußerst respektvoll. Er neigte den Kopf, als sie sich die Hände schüttelten, und machte einen beinahe schüchternen Eindruck – ganz im Gegensatz zu seinem Ruf.
»Jeglicher Körperkontakt ist strikt verboten«, sagte der Captain der Wachen durch die Sprechanlage. Er hieß Larry Ladove und er hatte 75 000 Dollar kassiert, um das Treffen zu ermöglichen.
Der Wolf ignorierte Captain Ladove. »In Anbetracht der Umstände sehen Sie recht gut aus«, sagte er zu Little Gus. »Sogar sehr gut.«
Der Italiener lächelte verkniffen. Er war klein, aber sein Körper war hart und muskulös. »Ich mache dreimal täglich Gymnastik – jeden Tag. Außerdem trinke ich fast nie Alkohol – allerdings nicht ganz freiwillig. Ich ernähre mich gesund, ebenfalls nicht ganz freiwillig.«
Der Wolf lächelte und sagte: »Das klingt ja, als rechneten Sie damit, nicht die gesamte Strafe abzusitzen.«
Palumbo lachte kurz und trocken. »Darauf können Sie einen lassen. Dreimal lebenslänglich gleichzeitig? Aber ich bin von Natur aus diszipliniert. Die Zukunft? Wer weiß schon genau, wie sich die Dinge entwickeln?«
»Ja, wer weiß das schon. Ich bin mal aus einem Gulag unterhalb des Polarkreises geflohen. In Moskau habe ich einem Bullen erklärt: ›Ich war in einem Gulag, glaubst du, dass du mir Angst einjagen kannst?‹ Womit beschäftigen Sie sich ansonsten hier drinnen? Abgesehen von körperlicher Ertüchtigung und gesundem Essen?«
»Ich versuche mich um meine Geschäfte in New York zu kümmern. Manchmal spiele ich mit einem kranken Irren Schach. Er war früher beim FBI.«
»Kyle Craig«, sagte der Wolf. »Halten Sie ihn für so ver­rückt, wie man behauptet?«
»Ja, absolut. Aber jetzt erklären Sie mir mal, pakhan mein Freund, wie kann diese Allianz, die Sie vorschlagen, funktionieren? Ich bin ein disziplinierter Mensch und pflege alles sorgfältig zu planen – auch hier, trotz der gegenwärtig erniedrigenden Umstände. Soweit ich gehört habe, sind Sie ein Hitzkopf. Den Finger schnell am Abzug. Ein ›Macher‹. Sie kümmern sich selbst um die kleinsten Operationen. Schutzgeld, Prostitution. Gestohlene Autos? Wie kann das mit uns beiden funktionieren?«
Der Wolf lächelte und schüttelte dann den Kopf. »Ich habe den Finger schnell am Abzug, aber ich bin kein Hitzkopf. Und schon gar nicht, wenn’s um viel Geld geht. Ich werde Ihnen ein Geheimnis verraten, das niemand sonst kennt. Es wird Sie überraschen und vielleicht meinen Standpunkt untermauern.«
Der Wolf beugte sich vor. Er flüsterte dem Italiener sein Geheimnis ins Ohr. Dessen Augen weiteten sich vor Furcht. Mit verblüffender Schnelligkeit packte der Wolf den Kopf von Little Gus. Er drehte ihn kraftvoll und mit einem lauten Knacken brach das Genick des Gangsters.
»Vielleicht bin ich zuweilen doch ein Hitzkopf«, sagte der Wolf. Dann blickte er in die Überwachungskamera und sagte zu Captain Ladove: »Oh, hatte ich ja ganz vergessen – keinerlei Körperkontakt.«
Am nächsten Morgen wurde Augustino Palumbo in seiner Zelle tot aufgefunden. Nahezu jeder Knochen in seinem Leib war gebrochen. In der Moskauer Unterwelt war diese symbolträchtige Art von Mord als zamochit bekannt. Man hatte den Gegner »durch die Mangel gedreht«, ihm sämtliche Knochen gebrochen und damit die totale Dominanz des Angreifers bewiesen. Der Wolf hatte überdeutlich klar gemacht, dass er jetzt der Pate war.

Eins

Der Fall »Weißes Mädchen«

Das Phipps-Plaza-Einkaufszentrum in Atlanta war eine aufwendige Komposition aus rosa Granitböden, ausladenden Treppen mit Bronzegeländern, vergoldeten Napoleonsymbolen und einer Beleuchtung, die wie Halogen-Spotlights strahlte. Ein Mann und eine Frau beobachteten ihre Zielperson – »Mom« –, als diese Niketown verließ. Laufschuhe und sonstigen Kram für ihre drei Töchter hatte sie sich unter einen Arm geklemmt.
»Sie ist sehr hübsch. Ich verstehe, warum der Wolf sie mag. Sie erinnert mich an Claudia Schiffer«, sagte der männliche Beobachter. »Siehst du die Ähnlichkeit?«
»Dich erinnert jede an Claudia Schiffer, Slava. Verlier sie nicht. Denn wenn du deine kleine hübsche Claudia aus den Augen verlierst, frisst der Wolf dich zum Frühstück.«
Das Entführungs-Team trug edle Kleidung, wodurch es für die beiden leicht war, in der Phipps Plaza im Buckhead-Distrikt von Atlanta nicht aufzufallen. Um elf Uhr vormittags war im Einkaufszentrum nicht viel los. Das könnte ein Problem werden.
Es half, dass die Zielperson in ihrer eigenen Welt, in einem engen Kokon aus sinnloser Aktivität, umherschwirrte. Rein und wieder raus bei Gucci, Caswell-Massey, Niketown, dann Gapkids und Parisian (wo sie ihre eigene Einkaufsberaterin namens Gina hatte). Dabei achtete sie in keinem Geschäft auch nur im Geringsten darauf, wer sich in ihrer Nähe befand. Sie arbeitete strikt nach den Eintragungen in ihrem in teures Leder gebundenen Kalender und bewältigte ihre Runde schnell, effizient und routiniert. Sie kaufte verwaschene Jeans für Gwynne, ein Lederetui für Brendan, Nike-Tauchbrillen für Meredith und Brigid. Sie vereinbarte sogar noch einen Friseurtermin bei Carter-Barnes.
Die Zielperson hatte Stil und immer ein freundliches Lächeln für das Verkaufspersonal, welches sie in den eleganten Geschäften bediente. Sie hielt sogar für Männer die Tür hinter sich offen, die sich dann überschlugen, der attraktiven Blondine zu danken. »Mom« war sexy, und sie ähnelte tatsächlich dem Supermodel Claudia Schiffer. Doch das sollte ihr zum Verhängnis werden.
Laut der Personenbeschreibung dieses Jobs war Mrs. Elizabeth Connolly Mutter von drei Mädchen, hatte in Vassar Kunstgeschichte studiert und 1987 erfolgreich mit einem Diplom abgeschlossen, das – laut ihrer eigenen Aussage – »in der realen Welt – was auch immer das sein mag – völlig wertlos, doch für mich unschätzbar wertvoll ist«. Sie hatte vor ihrer Ehe als Reporterin für die Washington Post und die Atlanta Journal-Constitution gearbeitet. Sie war sieben­unddreißig, sah jedoch wie dreißig aus. Ihr Haar wurde an diesem Tag von einer Samtspange zurückgehalten. Sie trug einen ärmellosen Rollkragenpullover, darüber eine gehäkelte Jacke und enge lange Hosen. Sie war blitzgescheit und religiös – allerdings mit gesundem Menschenverstand – und – wenn nötig – knallhart und zäh. So stand es in ihrem Dossier.
Nun, schon bald würde sie zäh sein...
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