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Vor der Elfendämmerung
 
 
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Vor der Elfendämmerung [Taschenbuch]

Jean-Louis Fetjaine
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (74 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der große Krieg liegt viele Jahre zurück, und nur noch wenige erinnern sich an die entsetzlichen Schlachten gegen die Ungeheuer aus den Schwarzen Landen. Elfen, Zwerge und Menschen haben einen Großen Rat gebildet, der über den Frieden wacht. Doch dieser Friede wird durch ein Verbrechen gefährdet, das den Elfen angelastet wird: Ein Zwergenkönig wurde ermordet, das legendäre Schwert Caledfwch aus seiner Waffenkammer geraubt.

Der Große Rat beschließt, eine Expedition in die Grenzlande zu entsenden, wo der Mörder zuletzt gesehen wurde. Gemeinsam sollen die Elfenkönigin Lliane, der Ritter Uther und der Zwergen-Zauberer Tsimmi die Wahrheit ans Licht bringen und damit einen Krieg zwischen den unterschiedlichen Völkern verhindern. Ihr Weg führt sie durch Kab-Bag, die Stadt der Gnome, wo sie die Gilde der Diebe um Hilfe bitten müssen. Bald geraten sie in ein Netz aus Widersprüchen und Intrigen, jeder scheint seine eigenen Ziele zu verfolgen -- und das alte Misstrauen zwischen Zwergen, Elfen und Menschen findet neue Nahrung.

Vor der Elfendämmerung bildet den Auftakt zu einem mehrbändigen Zyklus und macht deutlich, dass sich der Autor ein hohes Ziel gesteckt hat: Zwar sind alle typischen Bestandteile anglo-amerikanischer Fantasy vorhanden -- fantastische Wesen, Zauberei, eine weit in die Vergangenheit reichende Historie. Doch der Franzose Jean-Louis Fetjaine schildert die kleinen Sorgen und großen Gefühle seiner Figuren so überzeugend, dass seine erfundene Welt vor dem inneren Auge des Lesers detailreiche Wirklichkeit wird.

Obwohl Vor der Elfendämmerung eindeutig auf Fortsetzung hin konzipiert wurde -- das Finale entwickelt eine geradezu unglaubliche Sogwirkung -- bietet es eine Fülle eigenständiger Geschichten und Ideen, die nicht nur die Serie voranbringen sollen. Fetjaine ist ein souveräner Erzähler mit einem sicheren Ohr für Dialoge und der Fähigkeit, dem Lauf der Ereignisse immer wieder unerwartete Wendungen zu geben. Und auf der letzten Seite -- nun, auf der letzten Seite packt einen dann doch das Verlangen, Band zwei möglichst bald in Händen zu halten! --Felix Darwin

Kurzbeschreibung

Tolkien hat einen würdigen Nachfolger!

Es war einmal vor langer Zeit: Die Welt ist bevölkert von Zwergen, Elfen und Menschen, den drei »freien Völkern «, die gemeinsam die Mächte des Bösen in Schach halten. Es ist eine Notgemeinschaft, denn die ruppigen Zwerge trauen den geheimnisvollen Elfen ebensowenig wie den minderbegabten Menschen – und umgekehrt..

Der trügerische Friede beruht lediglich auf einem sensiblen Gleichgewicht der Kräfte. Eines Tages aber beschuldigen die Zwerge die Sumpfelfen, ihren König ermordet und das heilige Schwert Excalibur geraubt zu haben. Das Schwert ist für das Zwergenvolk nicht nur Symbol des Königtums,sondern auch wundertätiger Talisman und Garant seines Überlebens. Eine paritätisch besetzte Untersuchungskommission soll für Klarheit sorgen, um den Frieden und die Ordnung der Welt zu retten. Die Elfen wählen Lliane aus,ihre wunderschöne blauhäutige, aber auch kampfgewaltige und zauberkundige Königin, die den Expeditionstrupp anführen soll. Von den Zwergen wird Tsimmi, der »Meister der Steine « und ihr mächtigster Zauberer, geschickt, und die Menschen entsenden den tapferen Ritter Uther. Ergänzt um eine Eskorte wagemutiger Gestalten machen sie sich auf einen Weg voller Gefahren.

Erstes Ziel ist Kab-Bag, die Handelsstadt der wenig vertrauenswürdigen Gnome. Noch wissen sie nicht,daß sie nur Figuren in einem teuflischen Spiel sind. König Pellehun, Vertreter der Menschen im Rat der freien Völker, strebt nach der ganzen Macht im Land. Seine Intrige scheint aufzugehen: Krieg bricht aus zwischen Elfen und Zwergen, und das Elfenvolk steht vor dem Untergang. Doch Uther und Lliane, zwischen denen rasch eine erotische Spannung auftritt, bekommen von dem geheimnisvollen Zauberer Merlin den Auftrag, ein neues Volk zu gründen.

Jean-Louis Fetjaines Roman ist Auftakt einer spannenden Saga um den Untergang des Elfenvolkes, die sukzessive im dtv erscheinen wird. Wie in Wagners ›Rheingold‹ werden in diesem ersten Teil die Grundlagen einer Handlung voller Intrigen, Kämpfe und Hoffnungen gelegt.

Die Bände der Trilogie im Überblick: 1. Band: Vor der Elfendämmerung2. Band: Die Nacht der Elfen3. Band: Die Stunde der Elfen

Der Verlag über das Buch

»Dieses Buch ist eine wunderschöne Mischung aus „Der Herr der Ringe“ und der Artus-Sage. Und Fetjaine hat sich auch kräftig bei beiden Geschichten bedient. So sind z.B. viele Namen eindeutig wieder zuerkennen, wenn man die beiden anderen Geschichten kennt. Oder auch einige Handlungsstränge kommen einem sehr bekannt vor. Aber trotzdem hat Fetjaine daraus eine eigene, sehr schöne Geschichte gemacht, die alles hat, was das Fantasy-Herz begehrt: Elfen, Zwerge, Menschen, Dämonen, Gnome, Magie, Krieg und Freundschaft.« buecher-eule.de

»Mit ›Vor der Elfendämmerung‹ entführt der Autor uns in die dunklen Wälder der Vergangenheit, in eine Welt, in der das Wunderbare und das Grausame sich die Waage halten, und er beweist dabei seine große Kennerschaft des mystischen Mittelalters.« Courrier »Ein Wunder-volles Märchen für Erwachsene und der Auftakt zu einem Zyklus, den der Autor – sich und den Lesern zum Vergnügen – hoffentlich immer weiter führt.«Chloé Radiguet in ›lire‹

»Der Autor benutzt das Genre geschickt wie weiland Tolkien.«›Passauer Neue Presse‹

»Aber Fetjaine überrascht in seinem ersten Band mit so vielen paradiesischen Details, daß man mit guten Recht auf weitere Offenbarungen spekulieren kann.«›Wetzlarer Neue Zeitung‹

Über den Autor

Jean-Louis Fetjaine wurde 1956 geboren. Studium der Philosophie und der Mittelalterlichen Geschichte. Arbeitete als Journalist, seit 1985 als Verleger. Fetjaine zählt zu den wichtigsten französisch-sprachigen Vertretern des Fantasy-Genres.

Auszug aus Vor der Elfendämmerung. von Jean-Louis Fetjaine. Copyright © 2001. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Prolog

Heutzutage gibt es keine Elfen mehr. Beinahe keine. Die Menschen haben sich daran gewöhnt, die einzigen Herren der Erde zu sein, und sie bekriegen einander so heftig und seit so vielen Jahren, dass sie sich nicht mehr an jene längst vergangenen Zeiten erinnern, da andere Geschlechter an ihrer Seite lebten.

Das Volk der Elfen ist von einem Tag auf den anderen untergegangen, und diejenigen, die überlebten, haben sich im Schutz der Legenden verborgen. Oh, es gibt noch immer sonderbare Begegnungen, Schauer, die einem über den Rücken laufen, und böse Träume, aber niemand käme auf die Idee, sie den Elfen zuzuschreiben. Eine Zeit lang erfanden die Menschen andere Namen für sie, Korrigans, Wichtel oder Kobolde, irgendwann jedoch hörten sie sogar auf, an Märchen zu glauben.

Ich will von einem Zeitalter erzählen, in dem die Menschen nur einer der vier Stämme der Königin Dana waren, der Tuatha De Danann, der Elfen, der Zwerge, der Ungeheuer und der Menschen. Und jedem dieser Völker hatte die Göttin einen Talisman anvertraut, das Symbol jedes Geschlechts und der Garant seines Überlebens. Die Menschen erhielten den Fal Lia, den Stein von Fal, das Sinnbild der Hoheit, der zu ächzen begann, sobald ein legitimer König sich ihm näherte. Vielleicht liegt hier der Grund dafür, dass sie zu glauben begannen, sie könnten die Welt beherrschen ... Den Elfen wurde der Kessel von Dagda zugeteilt, der Gral göttlicher Weisheit. Den Ungeheuern die Lanze von Lug, dem Gott, den die Mönche Luzifer nannten - eine schreckliche Waffe, deren mörderischer Furor nur gestillt wurde, wenn man sie in einen Kessel voller Blut steckte. Und die Zwerge empfingen das Schwert von Nudd, das sie in ihrer kehligen Sprache Caledfwch nannten, woraus im Munde der Menschen Excalibur wurde.


Zu jener Zeit bestand die Welt aus fünf Elementen: Luft, Erde, Feuer, Wasser und Nebel; der Nebel gehörte den Göttern. Die Elfen, der Stamm der Luft, waren ein machtvolles und von den Menschen beargwöhntes Volk. Ein Volk ohne Stadt, verstreut über die Wälder, die Flussufer, die Sümpfe, das aus den magischen Kräften der Natur die körperliche Kraft zog, die ihm abging. Sie waren hoch gewachsen und schlank wie Jugendliche, ihre Haut war von einem sehr blassen Blau, sie bewegten sich langsam, hatten ruhige Stimmen, waren höchst spärlich bekleidet, und weder Kälte noch Regen oder Wind schienen ihnen mehr auszumachen als den Bäumen oder den Tieren. Die Menschen, die Angst vor der Natur hatten und nichts von Magie verstanden, fürchteten die Elfen, setzten jedoch alles daran, ihre Grazie zu imitieren, ihren reinen Silberschmuck nachzubilden, die Melodien ihrer Minnesänger zu übernehmen. Lange Zeit haben die Menschen das Bild der Elfen als Inbegriff der Schönheit im Herzen getragen. Und dennoch waren sie es, die ihr Verschwinden bewirkten ...

Auch Zwerge gibt es heutzutage kaum mehr, und wenn, dann gelten sie als Behinderte, als anomal.

Die Zwerge waren das Volk der Erde. Man sagte, ihr kleiner Wuchs sei das Ergebnis einer Anpassung an das unterirdische Leben, das sie tief in den Bergen führten, die sie so liebten und wo sie endlose Stollen durch den Fels bohrten, auf der Suche nach Gold, Edelsteinen und Metall. Die Zwerge besaßen ein Herz, das ebenso hart war wie der Stein, den sie tagtäglich schlugen, und ihre Kraft übertraf die manch eines Menschen. Verließen sie ihre Berge, um auf die Jagd oder in den Krieg zu ziehen, erbebte die ganze Erde.

Von diesen drei Völkern schien der Clan des Meeres, der der Menschen, der schwächste. Und dennoch verließen sie mit der Zeit, immer über den Erdboden gebeugt und ihre primitiven Werkzeuge in der Hand, ihre Küsten und drängten die immensen Eichen- und Buchenwälder zurück, die die Erde bedeckten. Bald gab es Ebenen, auf denen befestigte Städte emporwuchsen, und sie wurden immer größer und immer zahlreicher.

Es handelte sich um ein Zeitalter, in dem das Leben überhaupt keinen Wert besaß.

Ein jeder kämpfte ums Überleben, die einen mit Hilfe der Magie, die anderen verbissen und voller Groll.

Der Tod lauerte überall: Vereinzelte Elfen fielen Beutezügen jagender Zwerge zum Opfer, die sich einen Spaß daraus machten, sie bei lebendigem Leibe in die Glut eines Feuers zu werfen, Truppen bewaffneter Menschen drangen ins Herz der Berge ein, um ihr Gold zu stehlen, in den Wäldern fand man verirrte Reisende auf, die so bleich waren, als hätten sie all ihr Blut verloren, nachdem sie einem Elf begegnet waren, und die Gnome, das kleine, hässliche Volk in den unterirdischen Städten, bewaffnete sich mit allem, was nicht niet- und nagelfest war, um die Raubzüge zu verhindern.

Die Hauptgefahr jedoch lag woanders.

Jenseits der Sümpfe, die von den Grauen Elfen bewohnt wurden - so genannt, weil ihre Haut im Schlamm des Moors ihren bläulichen Schimmer verloren hatte - erstreckten sich die Schwarzen Lande, die von den Ungeheuern heimgesucht wurden, dem unheilvollen Stamm der Tuatha De Danann, dem Volk des Feuers. Riesenhafte, abstoßende Kreaturen, von den Menschen Dämonen genannt, dienten sie mit bestialischer Inbrunst dem Geist des Bösen.

An dem Tag, an dem die Dämonenarmeen aus den Sümpfen brachen, vereinigten sich die freien Völker, wie sich Menschen, Elfen und Zwerge zu nennen beschlossen hatten, um den schlimmsten aller Kriege mit ihnen auszutragen.

Er dauerte zehn Jahre und endete um den Preis eines abscheulichen Gemetzels mit der Flucht des Schwarzen Herrn und seiner widerwärtigen Legionen.

Seither lebten die freien Völker mehr oder minder in Frieden, unter der Autorität eines Rates, der die Könige und Herren jedes Volkes rund um den Stein von Fal versammelte und in Loth tagte, der größten Stadt der Menschen im Königreich von Logres.

Dieser Rat entschied Streitfälle und erwirkte eine gemeinsame Gesetzgebung, bis zu dem Augenblick, als alles zusammenbrach.

Dieses Buch erzählt von jenen lang vergangenen Zeiten und jenen Völkern, die von der Geschichte vergessen worden sind. Aber die Geschichte ist - natürlich - auch von den Menschen geschrieben worden ...

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