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Vorübergehend nicht erreichbar
 
 
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Vorübergehend nicht erreichbar [Taschenbuch]

Dani C. Mimo
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 237 Seiten
  • Verlag: Frauenoffensive; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3881043624
  • ISBN-13: 978-3881043625
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 155.525 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Franziska versucht alles, damit ihr Leben so bleibt, wie es war. Doch die Anzeichen mehren sich, daß das unmöglich ist. Lotte, ihre Mutter, ist im Krankenjaus. Ihre Lebensgefährtin Cornelia orientiert sich neu. Ihre jüngere Schwester baut lieber Brunnen in Afrika als sich gemeinsam mit Franzlska der Auflösung entgegenzustemmen. Daß plötzlich noch die italienische Verwandtschaft auftaucht, beruhigt die Turbulenzen auch nicht gerade. Erst als geschieht, was nicht mehr rückgängig zu machen ist, kann Franzlska sich fragen, wie es weitergehen soll. Ein paar gerissene Fäden werden neu geknüpft. Franzliska und ihre Schwester entdecken endlich doch noch Gemeinsamkeiten. Franziska und Cornelia wollen versuchen, ihre Beziehung fortzusetzen. Und auch sonst werden ein paar alte Geschichten mit Anstand beendet und neue mit gebührender Neugier begonnen.

Über den Autor

Dani C. Mimo, 1951 geboren und aufgewachsen in München, lebte lange Jahre in Wien, studierte u. a. auch dort, lebt zur Zeit in München und Berlin. Sie arbeitet als freie Journalistin und schreibt Märchen, Erzählungen und Krimis.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
... that's amore 1. Oktober 2003
Von Ein Kunde
„Vorübergehend nicht erreichbar" ist kein leichtes, kein fröhliches Buch. Schon die ersten Sätze deuten darauf hin, dass es hier um Vergänglichkeit, um Zerfall, um Trauer geht. „Eine Motte kriecht langsam über die angegrauten Kacheln des Badezimmerbodens" führt ein in eine leicht morbide Welt, in der Distanz, Krankheit, Sprachlosigkeit, Verdrängung und Tod, aber auch viel Liebe eine Rolle spielen. „Die Welt als Krankenzimmer" im Sinne von Thomas Bernhard - zumindest bestimmt sie das Leben von Franziska, der Hauptfigur, welche ihre kranke Mutter aufopfernd pflegt. Eine Mutter-, Familien- und Beziehungsgeschichte, die auf den ersten Blick wütend macht. Mittendrin ist man geneigt, die Protagonistin Franziska zu schütteln, ihr zuzuschreien, wach auf, schau hin, du kannst nichts aufhalten, wenn du dich so passiv verhältst. Denk an dich, schon dich. Red mit Cornelia (das ist ihre Lebensgefährtin). Aber Franziska ist erschöpft, überfordert, ihre persönlichen Beziehungen zu klären, zu sehr pflichtbewußt, um an ihr eigenes Glück zu denken.

Die Erinnerungen an die vergangene Nähe und die tiefe Verbundenheit zu Cornelia sind sehr schön, berührend. Vielleicht ist es in Langzeitbeziehungen üblich, eine Zeit lang nebeneinander her zu leben, vorübergehend nicht erreichbar zu sein eben. Um dann aber irgendwann einen Satz zu hören wie „Die Gewissheit, dass du in meinem Leben bist. Die ist wichtig für mich. Sehr wichtig." Und dann ist vielleicht alles wieder gut? Überhaupt gehen die Personen sehr tolerant miteinander um, sie achten die Eigenarten der anderen. Vielleicht etwas zu tolerant und damit auch distanziert.

Als Kontrapunkt zu Franziska wird Lotte, die Mutter geschildert. Sie ist eine positive lebensfrohe Frau, Künstlerin, „keine überzeugte Hausfrau", „interessiert sich für Staub nur, wenn er im Museum liegt und etwas aussagt." Sätze, die den eigenwilligen Humor der Autorin zeigen. Lotte liebt das Leben, junge Liebhaber und die Theatralik der Liebe und des Lebens.

„Vorübergehend nicht erreichbar" ist ein interessantes Buch, das nachdenklich macht und trotz seiner morbiden Grundstimmung auch Lösungen bietet. Eine Empfehlung auch für alle, die Dean Martins Song „When the moon hits the sky like a big pizza pie, that`s amore" genauso wie Lotte lieben - und das nicht nur im Rahmen einer Beerdigung.

eine "interessierte Leserin"

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Ein tröstliches Buch für alle, die irgendwann einmal feststellen müssen, dass sie trotz intensivster Bemühungen nicht ewig 44 bleiben können. Die versuchen, den täglichen Kampf gegen die Vergesslichkeit mit unzähligen kleinen gelben Zetteln zu gewinnen. Die hilflos miterleben, wie das Leben tatsächlich auch ohne sie immer weiter geht und es eigentlich keine Rolle spielt, ob sie Schritt halten oder nicht. Ein Buch also über das Altern, über die schmerzliche Befindlichkeit von Frauen in den angeblich besten "mittleren" Jahren. Schonungslos und deprimierend, und so gut beobachtet, dass sich mit Sicherheit viele mit der Hauptfigur Franziska identifizieren werden. Mag ihre extreme Einsamkeit, ihre absolute Hilflosigkeit im alltäglichen Überlebenskampf auch ein wenig übertrieben erscheinen, so strahlt gerade diese Verlorenheit eine merkwürdige Faszinination aus. Franziska scheinen alle Fäden im Leben aus der Hand zu gleiten, weil sie in der Trauer um die Mutter jedes Maß verliert. Man kann das Buch kaum weglegen, bevor man erfahren hat, ob es Franziska gelingt, doch wieder Anschluß ans Leben zu finden. Könnte ja sein, dass die Autorin auch den über 44-jährigen noch einen Anteil am Glück gönnt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Ein Buch über Selbstbestimmung und Pflichtgefühl, Abhängigkeit und Einsamkeit - vielleicht auch Liebe. Die Figuren leben nebeneinander und nicht miteinander. Die teilnahmslos im Krankenbett liegende Mutter beherrscht den Tagesablauf der Hauptfigur Franziska - wie sie wohl deren Leben immer beherrscht hat - auch über den Tod hinaus.
Franziskas Versuche durch Fürsorge für die Mutter oder durch Erinnerung an Gefühle für ihre Freundin Nähe zu erzeugen scheitern. Sie nimmt Bedürfnisse, Ängste, Wünsche der ihr nahestehenden Personen nicht mehr wahr. Ihr Bestreben das Leben zu strukturieren erzeugt völlige Orientierungslosigkeit. Man fragt sich, wieso nur sie das nicht erkennt, Hilfe ablehnt, oder auch nicht sieht. Die Mutter hat ein Leben nach ihren Vorstellungen geführt; für Familie war da nie richtig Platz. Die Tochter versucht Lebensumstände festzuhalten, die es so nie gab - vielleicht gerade deshalb!- und Beziehungen zu retten, die längst vorbei sind. Verdrängung ändert die Wahrnehmung, aber nur scheinbar die Realität. Der Tod der Mutter eine Erlösung? Ob Franziska jetzt endlich ihren Weg findet - die Antwort bleibt offen.
Ein lesenswertes Buch, das in knappem Stil Gefühle und Befindlichkeiten eindringlich schildert. Nachdenklich hab ich das Buch zur Seite gelegt - nachhaltig bleibt mir der Humor der Autorin im Gedächtnis.
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