Wenn man aus selchen Gründen auch immer prominent ist, wie ANDRACK, kann man eben zu allem mal kurz was schreiben und es wird ein Publikumserfolg. So kann ANDRACK Unbedarftes schreiben über seine Wanderungen, über seine Punkerkneipe, seine Fußballverein oder eben wie hier über seine nicht gerade sehr spannende Familiengeschichte und es wird gekauft. Sein lockerer lakonischer Stil ist eben auch gut zu konsumieren. Der Name ANDRACK ist selten und so möchte er mehr über seine Herkunft erfahren. Das kann ich aus nämlichem Grunde gut nachvollziehen. So lernen wir, welche Arten von Nachnamen es gibt, wo man im Netz nützlich Links findet und welche man meiden sollte. Neu für mich ist auch, dass man seine genetische Herkunftsgeschichte durch ein amerikanisches Institut für $180 bestimmen lassen kann. Der Weg von Ostafrika, der Wiege der Menschheit, über Vorderasien nach Köln wird komplett nachgezeichnet. Eine interessante, wenn nicht ganz billige Spielerei. Leider musste ich die Lektüre abbrechen auf Seite. Dort wird die Familienaufstellung nach HELLINGER in unkritischer Art und Weise beschrieben. Ein Autor wie ANDRACK kann ein Multiplikator für viele Themen sein. Wenn er sich wie hier für ein menschenverachtendes obskures Verfahren hingibt, handelt er verantwortungslos. Daher ist von diesem Buch trotz der obengenannten schönen Ansätze abzuraten. Gerade das Thema der Abstammung verlangt nach einer sensibleren Hand.